Burgdorf BE

09. März 2011 12:20; Akt: 09.03.2011 21:39 Print

Burgdorf kämpft gegen Fahrende

Die Stadt Burgdorf will keine Fahrenden mehr auf öffentlichen Plätzen. Sie prüft deshalb Massnahmen, wie beispielsweise der Viehmarktplatz mit baulichen Massnahmen gesichert werden könnte.

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Gerade dieser Platz ist offenbar bei den Fahrenden bekannt, wie die Stadt am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt. Im laufenden Jahr hätten bereits sechs Gruppen von Fahrenden dort campiert - Tendenz steigend, vermutet man bei der Stadt.

Die Besitzer von bis zu 27 Wohnwagen nähmen den Viehmarktplatz jeweils ohne Vorankündigung in Beschlag. Dort fehle es an den nötigen Hygiene- und Versorgungsmöglichkeiten. Bei der Stadt gehen dementsprechend immer wieder Reklamationen aus der Bevölkerung ein, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Die Stadt Burgdorf übt in diesem Zusammenhang insbesondere Kritik am Kanton, der in den letzten Jahren mehr oder weniger untätig geblieben sei und die Gemeinden in dieser «absolut unhaltbaren und unbefriedigenden Situation» alleine lasse.

Die Burgdorfer Stadtpräsidentin und Grossrätin Elisabeth Zäch (SP) wurde im Berner Kantonsparlament bereits mit einer Interpellation zum Thema vorstellig. Da sie mit der Antwort des Regierungsrates nicht zufrieden war, lancierte sie zusammen mit Grossratskollege Hugo Kummer (SVP) Ende Januar einen Vorstoss.

Demnach soll der Kanton Bern für ausländische Fahrende zwei Durchgangsplätze schaffen und für Schweizer Fahrende genügend Stand- und Durchgangsplätze sichern. Es brauche ausserdem eine Rechtsgrundlage für den Umgang mit Fahrenden sowie den Betrieb und die Finanzierung der Stand- und Durchgangsplätze.

Die Stadt Burgdorf räumt in ihrer Mitteilung ein, dass man Fahrende bei Bedarf zwar wegweisen könne, diese würden sich aber kaum je daran halten. In diesem Fall müsse die Polizei im Auftrag der Gemeinde eine Räumung durchführen. Eine solche Aktion werde in der Regel aber nicht als verhältnismässig angesehen und kaum irgendwo durchgesetzt.

Die Stadt Burgdorf will nun in den kommenden Wochen abklären, mit welchen baulichen Massnahmen sie insbesondere den Viehmarktplatz und den Parkplatz auf der Schafrothmatte sichern kann.

(sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Miriam am 10.03.2011 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Bern will Flüchlinge also nicht motzen

    Am 23. Oktober 2011 sind Wahlen, da könnt ihr Zeichen setzen, nur so bekommen wir die Sache in den Griff.

  • Redbull am 10.03.2011 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ahnwohner

    Ich wohne direkt angrenzend zu diesem ominösen Parkplatz in Burgdorf. Ich bin froh stellt die Stadt Abfallmulden hin, aber wäre super wenns auf der unbewohnten Seite wäre... Das Chaos nachdem die Fahrenden gegangen sind ist immer unterschiedlich... Die fehlenden Sanitäreinrichtungen sind ein grosser stöhrender Punkt. Ich muss ehrluch sagen es graust einem wenn man überall menschliche Kot haufen sieht! Und die Hundebesitzer angemüfelt werden wenn sie die Durft ihres Hundes nicht wegräumen... Ich persönlich hoffe dass es ein bischen besser wird...

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  • Miriam am 10.03.2011 13:14 Report Diesen Beitrag melden

    Bern will Flüchlinge also nicht motzen

    Am 23. Oktober 2011 sind Wahlen, da könnt ihr Zeichen setzen, nur so bekommen wir die Sache in den Griff.

  • Redbull am 10.03.2011 09:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ahnwohner

    Ich wohne direkt angrenzend zu diesem ominösen Parkplatz in Burgdorf. Ich bin froh stellt die Stadt Abfallmulden hin, aber wäre super wenns auf der unbewohnten Seite wäre... Das Chaos nachdem die Fahrenden gegangen sind ist immer unterschiedlich... Die fehlenden Sanitäreinrichtungen sind ein grosser stöhrender Punkt. Ich muss ehrluch sagen es graust einem wenn man überall menschliche Kot haufen sieht! Und die Hundebesitzer angemüfelt werden wenn sie die Durft ihres Hundes nicht wegräumen... Ich persönlich hoffe dass es ein bischen besser wird...