Kanton Solothurn

09. August 2019 13:09; Akt: 09.08.2019 13:09 Print

Dem Wald geht es so schlecht wie noch nie

Die Bäume in den Solothurner Wäldern leiden. Dies teilt der Kanton mit. Grund seien die Trockenheit sowie starke Unwetter.

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Der Solothurner Wald leidet unter den Folgen von Sturmschäden und Trockenheit. Der Wald ist «in bisher nie da gewesenem Mass» belastet, wie der der kantonale Verband der Bürgergemeinden und Waldeigentümer feststellt. Besonders betroffen sind Buche, Weisstanne und Fichte.

Die Auswirkungen der Trockenheit auf die Buche im nördlichen Teil des Kantons und auf die Weisstanne am Jurasüdfuss seien gravierend, schreiben der Verband und die Solothurner Staatskanzlei am Freitag in einer gemeinsamen Medienmitteilung. Im Mittelland seien zudem die Folgen des Sturms Burglind und die Borkenkäferschäden bei den Fichten gut sichtbar.

In einem Waldstück bei Kestenholz SO zeigt sich die Zerstörung von Burglind im Januar 2018.

Die Folgen seien im Wald deutlich wahrnehmbar. Äste, Kronenteile und ganze Bäume seien dürr und könnten jederzeit abfallen oder umstürzen. Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass sich diese Situation rasch entschärfen werde.

Übersättigter Holzmarkt

Der Verband ruft die Bevölkerung zur Vorsicht im Wald auf. Das Forstpersonal arbeite mit Hochdruck daran, die Risiken für die Waldbesucher zu senken. Holzschläge würden eine weitere Ausbreitung des Borkenkäfers eindämmen.

Weil der Holzmarkt europaweit völlig übersättigt sei, decke der niedrige Holzpreis die Kosten der Eingriffe jedoch kaum. Die Situation sei eine grosse Herausforderung und bringe die Forstbetriebe personell und finanziell an den Rand ihrer Kapazität, hält der Verband weiter fest.

(miw/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ZH71 am 09.08.2019 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    Aktion in Äthiopien

    Vor einer Woche war in den Nachrichten, dass Äthiopien an einem einzigen Tag 350 Millionen Bäume gepflanzt hat. Das ganze Land hat sich beteiligt. Sowas sollten wir hier auch mal machen.

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  • Felix Rufer am 09.08.2019 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Greta soll Wälder retten

    Statt die ständige CO2 Debatte müsste sich das Augenmerk auf die Wälder richten. Das sind unsere CO2 Retter!

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  • andi am 09.08.2019 13:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mensch braucht Wald

    Schade um den Wald. Mensch du musst etwas unternehmen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Live us Bärn am 10.08.2019 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Typische Solothurner Höseler

    Zum Glück bin ich im Kanton Bern zu Hause. Typisch Solothurn, alles Höseler!

  • Mischu am 10.08.2019 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erstaunt

    Wieso? Dachte, der Wald ist seit den 80zigern tot.

    • Schumi am 10.08.2019 14:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Ach lass es doch!

      Sei froh, dass es nicht so ist und sei besorgt was mit diesem Planeten aktuell geschieht durch unseren grenzenlosen Konsumwahn!!

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  • La Biene am 10.08.2019 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dir Mischung macht's

    Man hätte früher schon anfangen sollen, die Wälder mit verschiedenen Baumsorten aufzuforsten. Nun ist es wichtig, die Rottannen- Monokulturwälder zu Mischwäldern mit Laubbäumen, welche die Trockenheit besser ertragen, umzuformen. Auch da ist Artenvielfalt und Durchmischug die Lösung :-)

  • Nina M.S am 10.08.2019 09:16 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist das Grundwasser, wo?

    Frage, der Wald kann nicht wegen dürre sterben, ansonsten wurde da miserabel gepfuscht, oder?Die Stadt Basel litt im Sommer 1947 unter Wassermangel. Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges liess den Wasserbedarf ansteigen, während das trockene Wetter den Grundwasserstand absenkte und die Quellschüttungen zurückgingen. In der Folge untersuchte das damalige Gas- und Wasserwerk Basel (heute IWB) verschiedene Möglichkeiten, wie das fehlende Trinkwasser in Zukunft beschafft werden könne. Es wurde die direkte Aufbereitung von Rheinwasser, die Herleitung von Seewasser beispielsweise aus dem Vierwaldstättersee und die Anzapfung von weit entfernten Grundwassergebieten geprüft. Von 1950 an wurden die Grundwasserverhältnisse in der Muttenzer Hard systematisch untersucht. In der Folge wurde 1955 die Hardwasser AG mit Sitz in Pratteln gegründet. Seither lässt man in der Hard Rheinwasser in den Niederterrassenfeldern des Hardwaldes versickern. Bei der Versickerung durch die Schotter wird das Rheinwasser natürlich gereinigt.

  • Ben Steinkamp am 10.08.2019 07:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neuauflage

    Jetzt kommt auch das wieder! Staldwerben und Umschmutzverweltung! Lasst es doch einfach bleiben, Leute!

    • Einfachnurdoof am 10.08.2019 13:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Nun!

      Auch Witzbolde werden in Zukunft unter den miserablen Veränderungen leiden, wenn wir nicht handeln und Witzchen reissend tatenlos zusehen, verleugnen, konsumieren und unsere Lebensgrundlage vernichten!!

    • Nationless am 11.08.2019 02:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Einfachnurdoof

      Sterben müssen wir eh. Also was soll's? Zeugt keine Kinder welche dann noch mehr konsumieren, die Umwelt belasten und auch sterben müssen. Wieso diese Müh? Die Welt ist eh kaputt, weniger wegen der Umwelt, sondern wie wir uns gegenseitig kaputt machen. Die Umwelt kommt als zweiter Stelle und erst an dritter Stelle das Klima.

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