Insektenfund in Missy VD

18. Juli 2019 10:54; Akt: 18.07.2019 12:23 Print

«Die Raupe war so gross wie meine Hand»

Eine 20-Minuten-Leserin hat den seltenen Windenschwärmer gesichtet. Durch Massenvermehrung gelangte die Raupe von den Tropen in die Schweiz.

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Laetitia Sam war ganz schön überrascht, als sie die riesige Raupe entdeckte. Die 25-Jährige ging am Dienstag in Missy VD mit ihrem Hund der Broye entlang spazieren. Plötzlich begann der Hund an der Leine zu ziehen. Da entdeckte Sam das Insekt. «So eine grosse Raupe habe ich noch nie gesehen, ich hatte schon ein bisschen Angst», erzählt sie.

Die Raupe habe sich daraufhin in Richtung Wasser bewegt und sei schnell verschwunden. «Sie war so gross wie meine Hand», sagt die Freiburgerin. Es sei das erste Mal, dass sie so eine Raupe gesehen habe. Sie vermutet, dass es sich um den Totenkopfschwärmer handelt.


Ein Windenschwärmer in Missy VD.

Der Experte klärt auf

«Diese Raupe ist ein Windenschwärmer», klärt Schmetterlingsexperte Hans-Peter Wymann auf. Sie sehe dem Totenkopfschwärmer ähnlich, unter anderem aufgrund der grünen Färbung sei sie vom Totenkopfschwärmer zu unterscheiden. Der Schmetterlingsexperte erklärt, dass die Raupe völlig harmlos für den Menschen ist – auch der Stachel am Ende des Raupenkörpers.

Massenvermehrung bringt die Raupe in die Schweiz

«Der Windenschwärmer ist eine tropisch-subtropische Art mit ausgeprägtem Wanderverhalten», sagt Wymann. Der Falter kommt vor allem in den tropischen Zonen von Afirka und Asien vor und wandert im Sommer sogar bis in den Norden Europas. Hierzulande legt er dann Eier, welche über den Sommer schlüpfen und als Raupe durch die Flora kriechen. Im Spätsommer verpuppen sie sich und flattern zum Herbstbeginn als Falter wieder in südliche Gegenden.

Eine Überwinterung dieser Insektenart nördlich der Schweizer Alpen wurde noch nicht beobachtet. Spätestens mit den ersten massiveren Frösten würden die Falter sterben. Experte Wymann meint, dass «das Wanderverhalten dieser Art mit dem Klimawandel im weitesten Sinn nichts zu tun hat».

(km)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Elwana am 18.07.2019 11:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es ist nicht schön .

    Muss man den heute alles und jedes Ding in der Zeitung veröffentlichen ? Die Menschen fast wahnsinnig machen mit dem Klima? Jeden Tag etwas ? Freut euch doch über die schöne Natur.

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  • Dave74 am 18.07.2019 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Grenzkontrollen

    Wer jetzt gleich wieder mit schärferen Grenzkontrollen kommt, sollte sich bewusst sein, dass nur weil man sie Zugvögel nennt, diese nicht mit dem Zug einreisen.

  • Röby am 18.07.2019 11:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht's außergewöhnliches

    Solche Raupen kann man immer wieder sehen ( Jungfrau Region )

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Die neusten Leser-Kommentare

  • bindochnichtblööd am 19.07.2019 17:58 Report Diesen Beitrag melden

    Pinien-Prozessinsspinner hier selten

    Habe vor kurzem eine Pinien-Prozessinsspinner fotogenisiert. Abenteurelich, einfach selten die Raupen. Bei uns schon, aber dort wo es Pinien gibt, werden die Raupen bekämpft.

  • bin doch nicht blöd am 19.07.2019 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Höchst selten blöd

    Ein wahssins Artikel, dass sowas überhaupt vorkommt. Gigantisch, Unübertroffen, höchst selten, nicht die Raupe nein ihr könnt es euch slebst aussuchen.

  • Grosspapi am 18.07.2019 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    "So gross wie meine Hand"?

    Was für eine bescheuerte Schlagzeile. Wenn schon, "so lang wie meine Hand", aber auch das erhöht den News-Gehalt nicht wesentlich. Er tendiert weiterhin gegen Null!

  • Intressierter am 18.07.2019 13:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    was wurde echt daraus??

    Vor ca 10 jahren habe ich so eine schonmal gesehen aber ohne scherz noch ein bisschen grösser und sie war mehr oder weniger überall orangerot :) denke heute noch was dass für ein regenbogen wurde.

  • Mr Spock am 18.07.2019 12:59 Report Diesen Beitrag melden

    Alle Jahre wieder

    Jedes Jahr aufs neue: Die Raupe des Totenkopf- oder Windenschwärmers. Ja, die sind echt gross.