YB-Meisterfeier

29. April 2018 12:23; Akt: 29.04.2018 19:46 Print

Die Berner Nacht der Nächte war wild

Gelb-Schwarz wohin man blickt, laute Fangesänge und das Tor aus dem Stade de Suisse: In Bern wurde der Meistertitel wie verrückt gefeiert.

So ausgelassen feierten die YB-Fans. (Video Tamedia)
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Nach dem Schlusspfiff und dem damit verbundenen Meistertitel brachen in Bern sämtliche Dämme. Fans stürmten das Spielfeld, das Stadion verwandelte sich in einen Partytempel. «Als ich auf dem Feld stand, zusammen mit den YB-Spielern, und das ganze Stadion ‹We Are the Champions› sang, war ich den Tränen nahe», sagt Fan Dani. Die ganze Nacht wurde im Stade de Suisse der Meistertitel gefeiert – aber nicht nur dort.

Auch im Berner Breitenrain-Quartier, wo sich viele Fan-Beizen befinden, war die Party allgegenwärtig. So wurden auf dem Breitenrain-Platz etwa Autos mit einer grossen Stange angehalten: «Es war verrückt. Die Autos durften erst passieren, wenn sie freudig gehupt hatten», schildert Fan Markus Silva die Szene. «Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, dass war ein Torpfosten aus dem Stade de Suisse», so Silva.

Das Hupkonzert in der Nacht. (Video: Facebook/barbiereb40

Oléolé die ganze Nacht

Auch an anderen Ecken im «Breitsch» kamen die Fans zusammen, um ihre Mannschaft und den Titel zu feiern. Die ganze Nacht hallten Freudenschreie und Fangesänge durch die Strassen. An Schlaf sei nicht wirklich zu denken gewesen, sagt Anwohnerin Annika zu 20 Minuten: «Also bin ich als Nicht-YB-Fan auch auf die Strasse gegangen, um ein Bier zu trinken. Die Stimmung war einmalig.»

Pyros und Petarden

Vor dem Restaurant Luna Llena, wo sich besonders viele Anhänger trafen, wurden etliche Pyros und Petarden gezündet.

Auch in der Berner Innenstadt leuchteten immer wieder helle Pyro-Fackeln auf, etwa auf dem Bundes- oder dem Bärenplatz. Dies ist auch der Kapo Bern nicht entgangen: «Es kam teilweise zu gefährlichen Situationen», sagt Kapo-Sprecherin Corinne Müller. Verletzte sind offenbar jedoch keine zu beklagen: «Wir haben derzeit keine Kenntnisse über grössere Zwischenfälle.»

Beim Inselspital wäre man darauf vorbereitet gewesen: «Die Notfallstation hatte sich auf einen grösseren Andrang vorbereitet und entsprechend aufgestockt. Erfreulicherweise blieb der Ansturm jedoch aus», sagt Aristomenis Exadaktylos, Direktor und Chefarzt vom Universitären Notfallzentrum Inselspital.

Feiern bei Sonnenschein

Im Verlaufe der Dämmerungsstunden wurde es langsam ruhig in Bern. Dennoch fanden sich auch vor dem Mittag noch vereinzelt Fans, die Titel und Mannschaft feierten – und entsprechend gezeichnet waren.

(cho)