09. Oktober 2007 20:41; Akt: 09.10.2007 20:59 Print

Die Todesschlucht von Bern

Die Serie von tödlichen Unfällen beim Base Jumping im Lauterbrunnental nimmt kein Ende: Der Fallschirm eines Abenteuersportlers aus Kasachstan öffnete sich zu spät, so dass er praktisch ungebremst am Fuss der Felswand aufschlug.

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Eine neunköpfige Gruppe wollte sich am Dienstagmittag gleichzeitig von der Staldenfluh in die Tiefe stürzen, wie das Untersuchungsrichteramt Berner Oberland mitteilte. Beim 46-jährigen Springer aus Kasachstan öffnete sich der Schirm aus noch zu klärenden Gründen zu spät.

Nachfolgend eine Chronik der tödlichen Unfälle in Lauterbrunnen:

9. Oktober 2007: Ein Kasache stirbt, weil sich sein Schirm zu spät öffnete.

1. Oktober 2007: Ein Ukrainer erleidet dasselbe Schicksal. Er landet ungebremst in den Baumkronen.

7. September 2007: Ein US-Amerikaner prallt ungebremst in die Felswand, weil sich sein Schirm um 180 Grad gedreht hatte.

18. November 2006: Bei einem Sprung von der Staldenfluh bei Lauterbrunnen verunfallt ein 33-jähriger Base-Jumper aus Ungarn tödlich.

22. August 2004: Ein 35-jähriger Engländer zieht sich bei einem Basejump-Unfall tödliche Verletzungen zu. Sein Fallschirm hatte sich zu spät geöffnet.

17. Juli 2004: Ein österreichischer Base-Jumper stirbt bei einem Sprung über die Mürrenfluh.

13. August 2002: Ein 35-Jähriger verunfallt, weil sich sein Fallschirm nicht öffnete.

6. August 2002: Ein 39-jähriger Mann verletzt nach einem Sprung von der Mürrenfluh tödlich.

15. Februar 2002: Ein 30-jähriger Deutscher stirbt unterhalb der Staldenfluh. Allerdings stürzt er nicht beim Base-Jumpen ab, sondern beim Aufstieg zum Absprungort.

2. April 2001: Ein 30-jähriger Belgier stirbt nach einem Rückwärtssprung von der Staldenfluh. Ohne dass sich sein Fallschirm öffnete, schlug der Mann nach freiem Fall auf der Felswand auf.

(ast/SDA)