Ständeratswahlen

10. November 2019 15:31; Akt: 10.11.2019 21:51 Print

Gapany verdrängt Vonlanthen in Freiburg

Neben SP-Präsident Christian Levrat zieht die 31-jährige Johanna Gapany (FDP) als erste Frau für den Kanton Freiburg ins Stöckli ein.

Der bisherige FDP-Ständerat Olivier Français und die Grüne Adèle Thorens haben die Ständeratswahlen im Kanton Waadt gewonnen. Die Sozialdemokratin Ada Marra wurde nicht gewählt. Damit scheidet die SP Waadt aus dem Ständerat aus. In Genf hat Rot-Grün im zweiten Wahlgang für den Ständerat klar gesiegt.
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Der amtierende CVP-Ständerat Beat Vonlanthen ist im zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen im Kanton Freiburg abgewählt worden. Neben SP-Präsident Christian Levrat zieht die 31-jährige Johanna Gapany (FDP) als erste Frau für den Kanton ins Stöckli ein.

Damit vertreten gleich zwei Personen aus dem Greyerzbezirk den Kanton Freiburg in den kommenden vier Jahren im Ständerat. Johanna Gapany wohnt in Bulle. Sie sitzt im Gemeinderat der 23'500 Einwohner zählenden Stadt, ist auch Freiburger Grossrätin und arbeitet als Projektleiterin bei einem Freiburger Privatspital. Sie zieht als erste Frau für den Kanton Freiburg in den Ständerat ein.

Levrat wohnt in Vuadens unweit von Bulle. Er kann im Dezember seine dritte Legislatur im Ständerat antreten. Seit vielen Jahren vertraten immer ein Französisch- und ein Deutschsprachiger den zweisprachigen Kanton Freiburg im Ständerat.

Die Waadtländer SP fliegt aus dem Ständerat

Wahlen im Kanton Genf

In Genf hat Rot-Grün im zweiten Wahlgang für den Ständerat klar gesiegt. Lisa Mazzone (Grüne) und Carlo Sommaruga (SP) heissen die Gewinner. Die bürgerliche Entente von FDP und CVP scheiterte mit dem Versuch, die Dominanz von Rot-Grün zu durchbrechen.

Mazzone machte mit 45'998 Stimmen das beste Resultat. Als zweitbester beendete Sommaruga mit 41'839 Stimmen am Sonntag im zweiten Wahlgang das Rennen um die beiden Plätze im Ständerat.

Hugues Hiltpold (FDP) erhielt 27'297 Stimmen, Béatrice Hirsch (CVP) kam auf 22'960 Stimmen. Die beiden Kandidaten der bürgerlichen Entente konnten auch im zweiten Wahlgang nicht zum rot-grünen Duo aufschliessen, fehlte ihnen doch die Unterstützung der SVP. Ausserdem könnten sie nach den Affären um den Genfer FDP-Staatsrat Pierre Maudet und den Genfer CVP-Stadtrat Guillaume Barazzone unter der mangelnden Unterstützung aus dem eigenen Lager und einer geringen Mobilisierung im bürgerlichen Lager gelitten haben.

Wahlen im Kanton Waadt

Der bisherige FDP-Ständerat Olivier Français und die Grüne Adèle Thorens haben die Ständeratswahlen im Kanton Waadt gewonnen. Die Sozialdemokratin Ada Marra wurde nicht gewählt. Damit scheidet die SP Waadt aus dem Ständerat aus.

Statt eines Triumphzugs von Rot-Grün wurde es ein Sieg von FDP und Grünen beim zweiten Ständeratswahlgang im Kanton Waadt. Der Bisherige Olivier Français wurde überraschend mit dem besten Resultat wiedergewählt.

Der Freisinnige erhielt nach Angaben der Waadtländer Staatskanzlei vom Sonntag 86'345 Stimmen. Die Grüne Thorens wurde mit 83'031 Stimmen neu in den Ständerat gewählt.

Nicht gewählt wurde die Sozialdemokratin Ada Marra. Sie schied mit 76'193 Stimmen als Drittplatzierte aus. Nach dem ersten Wahlgang vor drei Wochen waren Thorens und Marra auf den vorderen Plätzen positioniert, Français hatte auf dem dritten Platz gelegen.

(sda)