Beim Gebären verunfallt

21. Oktober 2019 12:57; Akt: 21.10.2019 12:57 Print

Diese Kuhmama hatte grosses Pech

Die Geburt eines Kälbchens löste im Kanton Bern einen mehrstündigen Feuerwehreinsatz aus. Die Geschichte hat zum Glück ein Happy End.

Impressionen des aufwändigen Einsatzes. (Video: Berufsfeuerwehr Bern)
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Am Sonntagabend setzten bei Kuh Elly auf einer Wiese in Belp BE die Wehen ein – sofort suchte sich das trächtige Tier ein geborgenes Plätzchen zum Kalbern. Am Rande der Wiese unter Bäumen brachte Elly ihr Kalb schliesslich zur Welt. Doch dann passierte das Unglück: Die von der Geburt geschwächte Elly rutschte plötzlich den Hang hinab und stürzte direkt in den darunterliegenden Graben.

Die Belper Bauernfamilie entdeckte das Kalb später am Sonntagabend oben auf der Wiese, die muhende Mutter zudem unten im Tobel. Sofort wurde das kleine Kälbchen ins Warme gebracht – zudem wurde auch gleich die Feuerwehr alarmiert.

Für Elly wurde ein Nachtlager eingerichtet

Schnell wurde den Einsatzkräften der einheimischen Feuerwehr sowie der Berufsfeuerwehr Bern vor Ort klar: Ganz einfach wird die Bergung von Kuh Elly nicht. Die durch das Kalbern bereits geschwächte Kuh würde den Aufstieg aus dem Tobel nicht unbeschadet überstehen – auch nicht mit der Hilfe eines Seils. «So richteten wir unten im Tobel ein Nachtlager für die verunfallte Kuh ein», sagt Franz Märki, Sprecher der Berner Berufsfeuerwehr. Stroh, Futter und Wasser wurde herangeschafft. «Die Bauernfamilie betreute Elly die ganze Nacht durch in ihrem provisorischen Lager», erzählt Märki weiter.

... und dann das schöne Happy End

Dann, am Montagmorgen, gelang endlich die vollständige Rettung: Kuh Elly wurde mit einem Helikopter aus dem Graben geflogen – direkt in den Stall zu ihrem jungen Kälbchen. Ein Happy End sei geglückt: «Sowohl die Mutter wie auch das Kalb sind dank dem grossen Einsatz aller Beteiligten wohlauf», sagt Märki stolz.

(miw)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nati am 21.10.2019 13:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke!

    Dank an all die "Gut-Menschen"!

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  • t.v. am 21.10.2019 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dankeden Helfenden

    Herzzerreissend dieser Bericht. Zum Glück hat alles ein gutes Ende genommen.

  • Natur Pur am 21.10.2019 13:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mutterkuh

    Schön dies zu lesen! Wir fanden kürzlich ein Kälbchen, welches abgestürzt war. Der herbeigerufene Veterinär brachte es Dank Infusionen wieder auf die Beine und der Bauer liess es nachdem er sich dauernd widersprochen hatte zu Hause sterben. Schön dass es Bauern wie diese in Bern gibt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Roger Campos am 22.10.2019 02:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Belperin am 21.10.2019 18:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfach nur Danke

    Vielen Dank für diesen Einsatz - es gibt doch noch hilfsbereite Menschen

  • S.Sch am 21.10.2019 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herzzerreissend

    Herzzerreissend an diesem Beitrag sind vorallem die Komentare der nichtwissenden Mitbürger. Was genau wollt Ihr eigentlich von uns Bauern? Das wir alle aufgeben und ihr euer Essen vom Ausland importieren könnt? Oder wollt Ihr alle wieder Selbstversorger werden? Ah nicht? Komisch... Schade für alle Bauern die sich jeden Tag ein Bein ausreissen damit es Ihren Tieren besser geht als Ihnen selbst, aber das wollt Ihr nicht sehen, gibt ja keine Schlagzeilen.

  • sk am 21.10.2019 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kälbchen bei mutterkuh!?

    ich hoffe das kälbchen durfte zur mutter! mehr als nur ein paar stunden...

    • ADF am 22.10.2019 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @sk

      Ja dem Kalb geht es bei der Mutterkuh sehr gut.

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  • petero am 21.10.2019 16:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Übung

    Da kommt doch jede Kuh selber wieder weg. Eher eine Feuerwehrübung.