Ice-Mile-Challenge

03. Februar 2019 13:49; Akt: 03.02.2019 14:42 Print

Unterkühlter Schwimmer schaffte die «Ice Mile»

Ob Adrian Wittwer (32) diese Prüfung meistern würde war ungewiss. Doch am Samstag gelang es dem Eisschwimmer, im Aarewasser die Ice Mile zu schwimmen.

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Innert 41 Minuten und 46 Sekunden schwamm der Berner Adrian Wittwer im Berner Lorrainebad 1,6 Kilometer. Und bestritt somit erfolgreich die sogenannte «Ice Mile» der International Ice Swimming Association. Wer sich dieser Herausforderung stellt, muss sich an strikte Regeln halten: 1,6 Kilometer, die in einer Wassertemperatur von 5 Grad oder weniger, müssen hierfür schwimmend zurückgelegt werden. Der Teilnehmer darf die Strecke laut Reglement zudem nur in Badehosen, Badekappe und einer Schwimmbrille bestreiten. Zur Sicherheit ist lediglich eine Schwimmboje erlaubt. So stieg der 32-Jährige am Samstagnachmittag regelkonform in das mit Aarewasser gefüllte Becken des Berner Lorrainebads. Und schwamm die eisigen 1,6 Kilometer. Zur Sicherheit wurde er von einem Kanufahrer begleitet. Nebst Freunden und Zuschauer war auch ein Arzt und Sanitäter vor Ort. Denn ungefährlich ist Eisschwimmen nicht: Der Körper wird innert Kürze unterkühlt; eine schwere Belastung für Körper und Geist. Doch Witter schaffte die «Ice Mile»: Nach knapp einer Dreiviertelstunde konnte der junge Mann aus dem Wasser steigen. Wo er von seinen Betreuern sofort umsorgt wurde. Der Körper musste schnell wieder aufgewärmt werden. Dies, bevor mit Freunden die gemeisterte Aufgabe gefeiert werden konnte. Bereits in nächster Zeit wird Wittwer wieder ins Wasser steigen: Der Eisschwimmer wird sich im kommenden März in Murmansk (Russland) bei der Ice Swimming World Championship 2019 mit anderen Extremsportlern messen.

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Adrian Alejandro Wittwer ist alles andere als ein Warmduscher: Am Samstagnachmittag stieg der 32-jährige in der Berner Lorraine ins eisige Aarewasser. Der Mann aus Bolligen stellte sich der sogenannten Ice-Mile-Challenge, einer knallharten Herausforderung der International Ice Swimming Association.

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1,6 Kilometer, die in einer Wassertemperatur von 5 Grad oder weniger, müssen hierfür schwimmend zurückgelegt werden. Der Teilnehmer darf die Strecke laut Reglement zudem nur in Badehosen, Badekappe und einer Schwimmbrille bestreiten. Zur Sicherheit ist lediglich eine Schwimmboje erlaubt.

So stieg Wittwer am Samstagnachmittag regelkonform bei einer Lufttemperatur von vier Grad Celsius und ins 3,2 Grad Celsius kalte Wasser des Berner Lorrainebads – und schaffte die Challenge! Die Meile schwamm Witter in 41 Minuten und 46 Sekunden. «Ich habe noch gar nicht richtig realisiert, dass ich es geschafft habe», sagt Adrian Wittwer am Sonntagmittag zu 20 Minuten. «In den letzten Tagen hatte ich plötzlich Bammel, doch nun ist alles gut gegangen.»

Dies nicht zuletzt wegen des grossen Supports von rund 60 Zuschauern: Nebst einem Arzt, einem Samariter und einem Kanufahrer unterstützten diverse Freunde und Interessierte den Berner Extremsportler vor Ort. «Aus mentaler Sicht war dies extrem wertvoll», sagt Wittwer.

Gefährliche Unterkühlung

Doch trotz dem grossem Support ging die knapp dreiviertelstündige Strapaze am Schwimmer nicht spurlos vorbei: Zug um Zug nahm die Körpertemperatur des Schwimmers ab und erreichte schliesslich einen Tiefstwert von gefährlichen 32 Grad Celsisus. Bereits ab einer Körpertemperatur von 35 Grad Celsius spricht man eigentlich von Unterkühlung.

Doch Wittwer ist trainiert; Eisschwimmen ist seine Disziplin. So nahm er schon mehrfach zuvor an Wettkämpfen im Eisschwimmen teil. So etwa am Ice Swimming German Open oder bei der Weltmeisterschaft 2018 in Tallinn (Estland). Für die Ice Mile vom Samstag tranierte der Extremsportler zudem pickelhart: Täglich schwamm Wittwer mindestens eine halbe Stunde in der Aare.

(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pirat2222 am 03.02.2019 14:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt!

    Top Leistung. Ab 12 Grad abwärts ist bei mir Wasser nur noch Getränk.

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  • René B. am 03.02.2019 15:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo!

    Gratuliere zur erfolgreichen Ice Mile, und wünsche an der Weltmeisterschaft ebensoviel Erfolg. BRAVO

  • Toni Maccaroni am 03.02.2019 14:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    Toughe Leistung doch ich schwimme lieber in Geld...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Typhoeus am 04.02.2019 07:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück ist die Mehrheit

    aller Schwimmer vernünftig. Alle Extreme sind für den Körper schädlich.

  • Marc am 03.02.2019 19:01 Report Diesen Beitrag melden

    Mhhh

    Mit Ausnahme des Mile-High-Clubs sind solchen Sachen eher kindisch.

  • Warmschwimmer am 03.02.2019 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Biberbiber

    Jedem das Seine aber mir wäre es zu kalt.

  • Herr Max Bünzli Live am 03.02.2019 17:05 Report Diesen Beitrag melden

    genau

    er wird die Ice-Mile-Challenge nicht schaffen

  • Dan am 03.02.2019 16:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein

    Interessant zum googeln: Wim Hof, the iceman. Da fehlen noch gebibberte Welten...