Swiss E-Prix in Bern

16. Mai 2019 17:38; Akt: 16.05.2019 17:38 Print

Gefährliche Crashes sind programmiert

Eine spektakuläre Berg- und Talfahrt erwartet die Formel-E-Piloten am 22. Juni in der Stadt Bern. Nur wer die schwierige Strecke beherrscht, hat eine Chance.

Rennfahrer Sébastien Buemi und Testfahrerin Simona de Silvestro sprechen über den Swiss E-Prix. (Video: km/miw)
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In etwas mehr als einem Monat geht es los: Am 22. Juni treten inmitten der Stadt Bern namhafte Rennfahrer zum Swiss E-Prix an. Mit Elektroantrieb werden sich dort Grössen wie Ex-Formel-1-Pilot Felipe Massa, Jean-Éric Vergne oder der Schweizer Ex-Weltmeister Sébastien Buemi ein hitziges Rennen liefern. Mit bis zu 250 Stundenkilometern fahren sie mit den neuen Gen2-Autos durch die Stadt.

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Doch genau so wichtig wie die Leistung am Renntag sind die bevorstehenden Vorbereitungen. Die Teams werden in den nächsten Wochen die Strecke rund um den Berner Rosengarten genau studieren. Strategisch wird der 2,668 Kilometer lange Rundkurs mittels Simulator analysiert, die virtuelle Strecke wird aus dem nachgebauten Cockpit unzählige Male abgefahren.

Berner Achterbahn für E-Piloten

Dabei zeigt sich der «Track» beim Aargauerstalden und Bärengraben für die internationalen Rennställe als besonders schwierige Knacknuss: «Da die Stecke ständig bergauf und -ab führt, ist dieser E-Prix für alle eine grosse Herausforderung», sagt Simona de Silvestro, Testfahrerin von Team Venturi, dem Felipe Massa und Edoardo Mortara angehören.

Die Piloten müssen auf dieser «Achterbahn» ständig schalten, was viel Akku verbrauche. «Die vorhandene Energie muss deswegen schlau eingeteilt werden», sagt de Silvestro. So ist klar: Wer in Bern gewinnen will, hat seine Fahrtechnik bereits im Vorfeld zu optimieren.

«Attack Mode» auf Berner Strassen

Aber nicht nur die 45-minütige Berg- und Talfahrt fürchten die 22 Piloten; am E-Prix in Bern werden auch viele Crashs erwartet. «Weil die Strecke technisch sehr herausfordernd ist, wird es viele Zusammenstösse geben», sagt Formel-E-CEO Alberto Longo.

Auch ein neues Element des Formel-E wird für gefährliche Zweikämpfe im sorgen. Durch den sogenannten «Attack Mode» wird es zu waghalsigen Überholmanövern kommen. Mit dem neuen Feature steht den Fahrern während des Rennens kurzzeitig mehr Leistung zur Verfügung, um andere Autos zu überholen oder die Position zu verteidigen.

(miw / km)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • A.Zeiger am 16.05.2019 17:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Freu mich jetzt schon wieder auf die mit Diesel betriebenen Generatoren für den grünen Strom der Formel E Autos geschweige von den hunderten von Sattelschleppern die alle Abschranken in die Stadt fahren

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  • Tom Minder am 16.05.2019 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    Was solls

    Wo gehobelt wird, fallen Späne, ist ja kein Kindergeburtstag.

  • Autoexperte am 16.05.2019 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    sorry

    bin echt Motorsport fan. aber Zürich war für die Zuschauer schon eine Zumutung. In Bern hat es noch weniger Platz und noch schlechtere Strassen. wenn in der Schweiz dann bitte was in den Bergen, das wäre auch ein alleine Stellungsmerkmal

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Sarek vom Vulkan am 17.05.2019 12:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was mich

    Eher Stört ist die Tatsache das man diese Vrranstaltung durchführt ohne erst die Bevölkerung von Bern zu Fragen. Denn viele sind nicht damit Einverstanden!

  • Dä Jesus am 17.05.2019 09:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sehr vorbildlich.

    Wieso schlechtes Vorbild? Die Fahren ihre Rennen auf abgesperrten Strecken, bereiten sich ausgiebig darauf vor und trainieren regelmässig ihre Fahrzeugbeherrschung. Das ist sogar sehr vorbildlich. Und noch was, diese Fahrer sind garantiert nicht schon vom, mit 30 km/h hintereinander geradeaus fahren überfordert, wie viele andere Autofahrer. Schlagwort Auffahrunfall im Stau...

  • Retlaw am 17.05.2019 08:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sicherheit

    Ob E Autos umweltfreundlich sind oder nicht lasse ich mal bewusst auf der Seite. Was mich irritiert, dass namhafte alte Rennstrecken verschwinden weil sie angeblich die heutigen sicherheitsstandards nicht mehr erfüllen. Gleichzeitig gibts immer mehr rennen in Städten. Es werden Leitplanken montiert , die wohl das schlimmste verhindern sollen, jedoch keine auslaufzone haben und bei einem Unfall oder fahrzeugbrand die Retter behindern. " Geld regiert immer mehr die Welt"

    • Dä Jesus am 17.05.2019 10:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Retlaw

      Vorallem wenn die ja Unfälle schon vorhersagen. Vorallem können Rennautos, egal ob Elektrisch, mit Benzin, Diesel oder Methanol, Ethanol oder was weiss ich angetrieben, brennen von Zeit zu Zeit, was ist, wenn ein Brand übergreifft? Monaco ist ja nicht um sonst ein Ausnahmeregelung der FIA.

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  • Greta-Fan am 17.05.2019 08:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freitag ist Demo-Tag

    Guten Morgen Leute, ich bins wieder mal, eure Greta. Juhuiii, heute wieder mal frei. Ihr wisst ja, Freitags immer Klima-Demo. Und dann lese ich das, E-Prix in Bern! Ein Skandal, wieviele Gummibäume da wohl wieder abgeholzt werden, damit man die Rennreifen herstellen kann?! So, mach mich langsam auf die Wollsocken, noch kurz ein frisch verpacktes Dreiecksandwich und ein Papaya-Smoothie vom Tankstellenshop und dann gehts ab an die Demo. Ich wünsche allen einen guten "Freitag ist Demo-Tag".

  • Kurt am 17.05.2019 02:29 Report Diesen Beitrag melden

    Mimamu

    Ja, und nur wer der Schnellste ist wird gewinnen ..