Tierische Feinde

13. Juni 2018 16:10; Akt: 13.06.2018 16:10 Print

Enten attackieren Blumenpracht an Brücke

Im bernischen Büren an der Aare zerstörten Stockenten die Geranien an der Holzbrücke, um ihre Nester zu bauen.

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Die Geranien bei der Holzbrücke in Büren an der Aare werden immer wieder Opfer einer tierischen Attacke: Stockenten graben die aufwändig angepflanzten Blumenkästen um. Dies, damit sie in den halbleeren Töpfen ihre Nester bauen konnten.

«Es handelt sich um ein Verbrechen der besonderen Art», sagt Tourismus-Präsident Herrmann Käser mit einem Lachen. Erna Burri, die seit Jahren für die Geranien-Pflege auf der Brücke zuständig ist, ärgert sich. Gegenüber der «Solothurner Zeitung» sagt sie: «Kaum sind die Blumen etwas angewachsen, werden sie wieder zerstört.»

«Enten werden immer frecher»

Das Problem mit den Wasservögeln ist neu, jedoch sei es nicht ganz unerwartet, wie Ueli Haussener Wildhüter aus dem Gebiet Berner Jura/Seeland erläutert: «Die Enten wurden in den letzten Jahren bei der Suche nach ihren Nistplätzen immer «frecher», damit sie sich unseren Begebenheiten anpassen können.» Gute Nistplätze seien leider rar geworden.

Derzeit sind es erst zwei Geranienkästen, die vom Federvieh heimgesucht wurden. «Was aber machen wir, wenn die ganze Brücke besiedelt wird?», fragt sich Erna Burri. Vorübergehend wurde mit rot-weissen Bändern auf die Enten-Plage hingewiesen. Jedoch seien die Bänder mittlerweile aus «ästhetischen Gründen» wieder entfernt worden. Die Hoffnung auf schöne Blumen in Büren bleibt aber. Herrmann Käser: «Am Ende kommt es mit unserer Blumenpracht schon wieder gut.»


(ber)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mann28 am 13.06.2018 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Lösung

    Hängt doch unterhalb einfach paar "Entenkörbli" dran. Solche einfachen runden Dinger aus Weidengeflecht. Wär doch schön anzusehen.

  • Elisabeth Fawer @ Bluewin.ch am 13.06.2018 16:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Interesse der Tiere zuerst

    Dann lasst doch die Blumenkästen leer und stellt sie den Tieren als Nistplätze zur Verfügung.

  • FalcaBianca am 13.06.2018 16:45 Report Diesen Beitrag melden

    Heim gesucht

    Ist ja rotz frech von den Enten einfach zu nisten wo sie wollen. ;-)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Eduard J. Belser am 17.06.2018 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Touristisch vermarkten

    Man könne doch Geranienkistchen zu Nistkistchen umfunktionieren, die brütenden Enten mit ihren Kücken zur Attraktion erklären und touristisch vermarkten. Z.B. als Paket mit der Aareschiffahrt von Solothurn oder Biel nach Büren, dort Essen und danach eine Kurzführung mit einem Ornitologen zu den Entenfamilien. Das würde mehr bringen als sich zu ärgern. Menschen und Enten hätten etwas davon. Ich war vor kurzem bei der Museumeisenbahn Bluebelles Railway in England dort waren Enten, die zutraulich auf dem Perron herumwatschelten eine Atraktion für die Kinder.

  • Regina am 14.06.2018 10:41 Report Diesen Beitrag melden

    Tierfreund

    Wasservögel finden kaum mehr ruhige Nistplätze, weil die Ufer von den Gewässern mindestens an den Wochenenden von Menschen überfallsmässig belegt werden.

  • Motts-Maggs am 14.06.2018 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Knall-Köpfe

    Zum Glück in Büren, und nicht im Wallis oder Graubünden. Sonst würde die Abschussliste für Luchs, Wolf und Biber, sofort um die Enten erweitert.

    • Orchidea am 14.06.2018 19:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Motts-Maggs

      Genau das hab ich mir auch gedacht.

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  • Schöner Mann am 14.06.2018 04:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Blumen

    Naja Pracht würde ich das nicht nennen.

  • KasparBrandner am 13.06.2018 20:59 Report Diesen Beitrag melden

    Autonome Chaoten-Enten

    die eigenhändig und widerrechtlich die Geranienkisten besetzen und bereits Sachbeschädigungen begehen! Bestimmt wurden sie dazu beeinflusst oder sogar aufgestachelt von Berner Reitschul-Enten.