Bern-West

10. Januar 2019 05:38; Akt: 10.01.2019 07:46 Print

Exhibitionist belästigt Frauen und Kinder

In Bern soll ein Mann mehrere Personen sexuell belästigt haben. Er soll sich im öffentlichen Verkehr oder auf der Strasse entblösst haben. Es könnte sich um einen Wiederholungstäter handeln.

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Winterliche Temperaturen, Leute in dicken Kleidern und Glatteis auf den Strassen. Trotz der Kaltfront ist im Westen Berns zurzeit aber auch ein Exhibitionist unterwegs, wie eine junge Frau auf den sozialen Medien schreibt. Dieser soll in der Region Bern Bethlehem/Bümpliz sein unwesen treiben, vor allem in Trams oder auf der Strasse. «Achtung: Exhibitionist in Bethlehem!», warnt die Bernerin in einem Eintrag am Dienstag. Sie habe das Ganze auch der Polizei gemeldet. Vor allem die Tatsache, dass kleine Kinder den Vorfall beobachtet haben könnten, empfindet sie als schockierend Eine andere Frau fügt an, dass es in dieser Gegend in den letzten 30 Jahren öfter zu solchen Vorfällen gekommen sei. Eine ähnliche Beobachtung hat auch eine Leserin gemacht, die sich bei der Redaktion von 20 Minuten meldete. Sie sei letzten Sommer in einem Tram Richtung Bern Bethlehem gesessen. Vis-a-vis von ihr sei ein etwa 50-jähriger Mann gesessen, der eine Zeitung las. (Symbolbild) Nach einer gewissen Zeit habe dieser die Frau angestarrt. «Etwas hat sich bewegt und dann sah ich, wie er sich untenrum durch die Kleidung berührte und massierte.» (Symbolbild) Die junge Pendlerin sei völlig perplex gewesen: «Ich stand wie unter Schock.» Danach habe sie die Flucht ergriffen. Anzeige hat sie keine erstattet. Dominik Jäggi von der Berner Kantonspolizei bestätigt gegenüber 20 Minuten, dass am Dienstagabend eine Meldung eingegangen sei, wonach sich eine Person im öffentlichen Raum entblösst habe: «Unsere Leute waren vor Ort und gingen der Sache nach, konnten jedoch niemanden feststellen.» Eine Anzeige sei bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht eingegangen. Polizei hat für 20 Minuten sämtliche Meldungen des letzten Jahres zum Thema zusammengesucht: Seit Anfang 2018 seien im internen System eine zirka eine handvoll Meldungen zu Exhibitionismus in der Region abgespeichert. «Eine Häufung stellen wir diesbezüglich aber nicht fest», so Jäggi.

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Eine junge Frau schreibt auf den sozialen Medien, der Mann solle vor allem in der Region Bern-Bethlehem/Bümpliz sein Unwesen treiben; dies vor allem in Trams oder auf der Strasse. «Achtung: Exhibitionist in Bethlehem!», warnt die Bernerin in einem Eintrag am Dienstag. Sie habe den Vorfall polizeilich gemeldet.

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Dominik Jäggi von der Berner Kantonspolizei bestätigt gegenüber 20 Minuten, dass am Dienstagabend eine Meldung eingegangen sei, wonach sich eine Person im öffentlichen Raum entblösst habe: «Unsere Leute waren vor Ort und gingen der Sache nach, konnten jedoch niemanden feststellen.» Laut Jäggi ist bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Anzeige eingegangen.

Die Tatsache, dass kleine Kinder den Vorfall ebenfalls beobachtet haben könnten, empfindet die Betroffene als schockierend. Eine andere Frau aus der Region fügt an, dass es in dieser Gegend seit Jahren immer wieder zu solchen Vorfällen gekommen sei. Die Polizei hat für 20 Minuten sämtliche Meldungen des letzten Jahres zum Thema zusammengesucht: Seit Anfang 2018 seien im internen System rund eine handvoll Meldungen zu Exhibitionismus in der Region abgespeichert. «Eine Häufung stellen wir diesbezüglich aber nicht fest.»

«Ich stand wie unter Schock»

Von einem Exhibitionismus-Vorfall aus Berns Westen erzählt eine weitere Leserin, die sich bei 20 Minuten meldete: Auch die junge Frau hat vor Ort ähnliche Beobachtung gemacht. So sei sie letzten Sommer mit einem Tram Richtung Bern-Bethlehem unterwegs gewesen. Ihr gegenüber sei ein etwa 50-jähriger Mann gesessen, der angeblich eine Zeitung las.

Nach einer gewissen Zeit habe dieser die Frau angestarrt. «Etwas hat sich bewegt und dann sah ich, wie er sich untenrum durch die Kleidung berührte und massierte.» Die junge Pendlerin sei völlig perplex gewesen: «Ich stand wie unter Schock.» Danach habe sie die Flucht ergriffen. Anzeige hat sie keine erstattet. Die Dunkelziffer von solchen Vorfällen dürfte also noch höher sein.

(bho)