Bern

17. Dezember 2008 23:01; Akt: 18.12.2008 08:58 Print

Exotisches unter dem Tannenbaum

von Nina Jecker - Viele Jugendliche wünschen sich zu Weihnachten ein eigenes Haustier. Der Renner sind heuer Schlangen und Spinnen.

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Was sich viele Berner Teenager dieses Jahr zu Weihnachten wünschen, löst wohl bei einigen Eltern Ekel aus: Statt auf Hamster und Katze stehen die Jugendlichen auf Spinnen und Schlangen. «Reptilien laufen sehr gut. Viele unserer Terrarien sind leer, weil die Tiere ausverkauft sind», so Christophe Simon vom Zoohandel Kakadu in Bern. Von Lebewesen als Überraschungsgeschenk hält er aber nichts: «Der Entscheid für ein Haustier muss durchdacht und von den Eltern abgesegnet werden.»

Daniel Grimm von Zoo Thun verkauft zurzeit ebenfalls so viele Schlangen wie nie – und warnt: «Es braucht Vorwissen. Das Terrarium muss zum Beispiel gross genug sein, da einige Exemplare mehrere Meter lang werden.» Auch für Reptilien­expertin Ruth Schluep vom Zoohaus Zbinden in Pieterlen ist eine gute Vorbereitung das A und O: «Wir raten zu Gutscheinen statt lebendigen Tieren, damit die Leute sich im Vorfeld beraten lassen können.»

Dies ist im Sinn der Tierfreunde von Vier Pfoten: «Ein Tier sollte zu gut informierten Besitzern kommen, sonst landet es am Ende im Heim», so Heimtierexpertin Martina Schnell.