K.-o.-Tropfen

13. Oktober 2010 23:03; Akt: 14.10.2010 09:27 Print

Experten warnen Berner Frauen

von Bigna Silberschmidt - Grosser Event gegen K.-o.-Tropfen: Experten warnen in Bern an einer öffentlichen Veranstaltung vor den Gefahren der verhängnisvollen Droge.

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K.-o.-Tropfen. (Bild: Nicolas Y. Aebi)

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Den Drink kurz aus den Augen lassen und schon ist man potenzielles Opfer eines Verbrechens: Die K.-o.-Tropfen-Problematik macht auch vor dem Kanton Bern nicht Halt. «Es gehen immer wieder Anzeigen ein», so Roland Keller von der Regionalfahndung Bern. Am 25. November klären deshalb Experten an einem öffentlichen Anlass in der Uniklinik für Frauenheilkunde über die betäubende Partydroge auf.

«Die bekannteste Substanz ist GHB», weiss Cornelia Englmann, Assistenzärztin im Inselspital. «Sie kann zu starker Übelkeit, Erinnerungslücken oder Bewusstlosigkeit führen.» Die 20-jährige Anja S.* wurde kürzlich selbst Opfer der verhängnisvollen Tropfen: «Ich erwachte mitten in der Nacht halbnackt in einem Park – mit totalem Filmriss.» Genau dies ist problematisch: «Blackouts machen die Täterermittlung sehr schwierig», so Wolfgang Weinmann vom Institut für Rechtsmedizin Bern. Zudem können die Substanzen im Blut nur während acht Stunden nachgewiesen werden. Einziger Schutz: «Im Ausgang keine fremden Getränke annehmen oder die eigenen unbeaufsichtigt stehen lassen», so Englmann.

*Name von der Redaktion geändert

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Neurowissenschaftler am 14.10.2010 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    GHB ist nicht geschmackslos

    Man schmeckt es heraus. Das unangenehme Faktum ist einfach, dass Alkohol selbst für die aller meisten Fälle von Filmriss verantwortlich ist, wirkt es doch wie Barbiturate auf das GABAerge System. Die meisten Leute können sich einfach nicht eingestehen, dass sie sich bis ins Koma gesoffen haben. Da sucht man sich dann schnell mal einen neuen Sündenbock, denn der Alkohol (die eigene Lieblingsdroge) sei ja keine Droge und legal, so gefährlich könne er ja nicht sein. Dabei ist Alkohol die Nummer 5 der gefährlichsten Substanzen während GHB gerade mal auf dem 17. Platz landet. Dies ist Fakt.

  • jj am 14.10.2010 00:03 Report Diesen Beitrag melden

    aber...

    ... wie kann sowas nur passieren, wenn man zu dritt oder so in den Ausgang geht, da passt man doch auf, dass man immer zusammenbleibt?

  • Canaille Tristan am 14.10.2010 00:28 Report Diesen Beitrag melden

    Falschmeldung

    Falsch " die eigenen unbeaufsichtigt stehen lassen»" wie oben geschrieben steht. genau eben nicht, verhängnisvoll wenn der Journalist nicht richtig formulieren kann.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Fredy am 15.10.2010 07:45 Report Diesen Beitrag melden

    K.O. Tropfen

    Man glaubt gar nicht, wie schnell der vorsichtigste Mensch werden kann, sodass er überhaupt nichts merkt. Vorher getrunkener Alkohol vernebelt ebenso das Aufmerksamkeits-Empfinden, also die Sinne.

  • T.G. am 14.10.2010 12:46 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist ja schon lange bekannt

    aufpassen muss man sowieso wenn man ausgeht. das fängt schon auf dem Hinweg an und hört erst auf wenn die wohnungstüre wieder abgeschlossen ist. so ist die heutige zeit einfach.

  • Neurowissenschaftler am 14.10.2010 11:43 Report Diesen Beitrag melden

    GHB ist nicht geschmackslos

    Man schmeckt es heraus. Das unangenehme Faktum ist einfach, dass Alkohol selbst für die aller meisten Fälle von Filmriss verantwortlich ist, wirkt es doch wie Barbiturate auf das GABAerge System. Die meisten Leute können sich einfach nicht eingestehen, dass sie sich bis ins Koma gesoffen haben. Da sucht man sich dann schnell mal einen neuen Sündenbock, denn der Alkohol (die eigene Lieblingsdroge) sei ja keine Droge und legal, so gefährlich könne er ja nicht sein. Dabei ist Alkohol die Nummer 5 der gefährlichsten Substanzen während GHB gerade mal auf dem 17. Platz landet. Dies ist Fakt.

  • Canaille Tristan am 14.10.2010 00:28 Report Diesen Beitrag melden

    Falschmeldung

    Falsch " die eigenen unbeaufsichtigt stehen lassen»" wie oben geschrieben steht. genau eben nicht, verhängnisvoll wenn der Journalist nicht richtig formulieren kann.

    • Roger am 15.10.2010 21:12 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch?

      Lies noch mal... Zu gegeben, die Journalistin (glauch ich zumindest => "Bigna") hat sich etwas umständlich formuliert. «Im Ausgang =>! keine != fremden Getränke annehmen oder die eigenen unbeaufsichtigt stehen lassen»

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  • jj am 14.10.2010 00:03 Report Diesen Beitrag melden

    aber...

    ... wie kann sowas nur passieren, wenn man zu dritt oder so in den Ausgang geht, da passt man doch auf, dass man immer zusammenbleibt?