Explosion und Brand in Bigenthal BE

27. Juli 2018 14:22; Akt: 27.07.2018 15:30 Print

«Einige Stücke flogen 150 Meter weit»

In der Region Walkringen ereignete sich am Freitagvormittag eine Explosion, wie ein Leser-Reporter schildert. Die Kantonspolizei Bern bestätigt einen Einsatz wegen eines Brandes.

Der Brand in Bigenthal ist nach wie vor im Gang. (Video: Bern-OST)
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«Teile liegen am Hang und das Haus steht nach wie vor in Vollbrand», schildert der Leser-Reporter. Die Rede ist von einem Gebäude in der Region Walkringen, bei dem es am Freitagvormittag zu einer Explosion gekommen sei. Oder wie es der Leser-Reporter ausdrückt: «Es hat alles komplett zerfetzt.»

Die bestätigt ein Anwohner gegenüber 20 Minuten: «Es gab einen Riesenknall und als es am schlimmsten war, loderten die Flammen zwanzig Meter in die Höhe.» Die Bruchstücke des zerstörten Gebäudes seien bis zur 150 Meter entfernten Eisenbahnlinie geflogen und liegen dort. Wie gross die Teile sind, sehen Sie in der Bildstrecke unten.


Der Schwelbrand ist auch Stunden nach der Explosion noch voll im Gange. (Video: 20Min)

Die Hauptstrasse gleicht einem Schlachtfeld

Nach wie vor sind mehrere Feuerwehren im Einsatz: «Von allen Seiten rasten die Feuerwehrleute heran, eine Ende war nicht in Aussicht», sagte der Leser-Reporter. Ausserdem kreiste ein Helikopter der Rega über dem Gebäude und ein zweiter sei bereits zu hören gewesen.

Recherchen von 20 Minuten vor Ort haben ergeben, dass die Explosion in einer Industriehalle der Stalder AG am Eybodenweg 49 in Bigenthal stattfand. Die Haupstrasse gleicht einem Schlachtfeld und ist gesperrt – ebenso wie der Eybodenweg.

Brennbare Flüssigkeiten und Substanzen im Gebäude

Die Kantonspolizei Bern bestätigt gegenüber 20 Minuten einen Einsatz am Eybodenweg in Bigenthal wegen eines Brandes. «Wir haben derzeit Kenntnis von vier Leichtverletzten.» Mehrere Feuerwehren seien vor Ort und die Abklärungen liefen. «Die Hauptstrasse musste gesperrt werden und eine Umleitung wurde signalisiert», heisst es von Seiten der Polizei.

Weshalb es zu Explosionen gekommen sei, werde durch die Spezialisten der Kantonspolizei untersucht. Gemäss ersten Abklärungen müsse aber davon ausgegangen werden, dass sich auch brennbare Flüssigkeiten und Substanzen im Gebäude befinden.

Aus diesem Grund gestalteten sich die Arbeiten vor Ort besonders aufwändig. Im angrenzenden Biglenbach wurden in diesem Zusammenhang Bachsperren erstellt, um Flüssigkeiten aufzuhalten und eine grossflächige Gewässerverschmutzung zu verhindern.

Explosion in der Region Walkringen

(bho/ber)