Biel

17. Dezember 2008 23:27; Akt: 17.12.2008 23:30 Print

Expo.02-Platz erhält definitives Gesicht

Eine Seeaufschüttung der Stadt Biel für die Expo.02 wird definitiv als multifunktionaler Platz mit städtischem Charakter gestaltet. Dafür hat das Stadtparlament einen Kredit von 4,4 Mio. Franken gesprochen.

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Die vom Stadtrat (Legislative) leicht abgeänderte Vorlage kam mit 46 Ja gegen 10 Nein durch. Der Rückweisungsantrag eines Parteilosen vereinigte nur zwei Stimmen auf sich. Baudirektor Hubert Klopfenstein hatte gewarnt, Rückweisung bedeute, dass der ungeliebte provisorische Kiesplatz noch lange bestehen bleibe.

Ein grosses Mehr fand hingegen die SP mit ihrem Antrag, die für die Expo.02 erbaute massive Verbindungsbrücke über den Stadtfluss Schüss beizubehalten. In der Vorlage war vorgesehen, die 40 Tonnen tragende Brücke durch eine filigrane Konstruktion zu ersetzen. Durch den Verzicht spart der Rat 160'000 Franken.

Eine Sorge verschiedener Ratsmitglieder galt der Erhaltung der bestehenden Bäume rund um den Platz. Baudirektor Klopfenstein sagte zu, den Verbindungsweg auf 5 Meter Breite zu halbieren, damit nur noch drei kleinere Bäume gefällt werden müssen. 42 neue werden nun auf dem Areal zu stehen kommen.

Die Grünliberalen hatten bei dem Projekt den Einsatz von zu viel Beton kritisiert. Dagegen lancierten sie eine Petition, die gegen 3500 Unterzeichner fand. Die neugegründete Partei vertrat der Ansicht, man wolle die Vorlage jetzt noch schnell verabschieden, bevor die Grünliberalen nächstes Jahr in den Rat einziehen.

Die Sprecherin der Geschäftsprüfungskommission vertrat jedoch die Meinung, die Anliegen der Petition seien genügend erfüllt. Nicht berücksichtigt werde einzig die Forderung nach Rasenflächen. Und davon habe es im benachbarten Strandboden genug.

Die Fraktion Freiheitspartei/SVP scheiterte mit einem Rückweisungsantrag gegen die definitive Gestaltung der Verbindungsstrasse über das ehemalige Gaswerkareal. Sie bemängelte, dass der jetzige provisorische Kreisel beim Kongresshaus durch eine Lichtsignalanlage ersetzt werden soll.

Baudirektor Klopfenstein erklärte, für einen gut funktionierenden Kreisel sei dort zu wenig Platz vorhanden. Ein tödlicher Verkehrsunfall vor einem Jahr sei auf die unübersichtliche Situation zurückzuführen.

Der Rat genehmigte den Kredit von 6,4 Mio. mit 44 Ja gegen 9 Nein. Die Vorlage muss noch den Stimmberechtigten unterbreitet werden.

(sda)