Rotterdam-Fans in Bern

24. Oktober 2019 13:37; Akt: 25.10.2019 01:29 Print

Polizei hielt 33 Personen an

Feyenoord Rotterdam gastiert bei YB im Stade de Suisse. Wegen deren Fans steht die Polizei mit einem Grossaufgebot im Einsatz.

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Der BSC Young Boys trifft am Donnerstagabend in der Europa League auf den holländischen Club Feyenoord Rotterdam. Die Berner empfangen die Gäste um 18.55 Uhr im Stade de Suisse.

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Seit Tagen wappnet man sich in Bern aber vor allem auch für die Zeit vor und nach dem Spiel: Denn die Feyenoord-Hooligans sind in ganz Europa gefürchtet. Auch in der Berner Innenstadt haben sie bereits für Aufregung: Ein wilder Mob aus 200 schwarz gekleideten Fans stürmte am Mittwochabend vom Viktoriarain in die Lorrainestrasse, wie die «Berner Zeitung» berichtet. Sie warfen mit Steinen um sich und entwendeten Baustellenabschrankungen. Anschliessend liefen sie über die Lorrainebrücke in die Stadt.

Randale haben schon angefangen

In der Stadt Bern rechnet man am Donnerstag nicht nur mit einem grossen Fanauflauf. Offenbar sollen «mehrere hundert Anhänger der Gästemannschaft ohne ein Matchticket nach Bern reisen», wie die Polizei mitteilt. Ein Fanmarsch von der Aarbergerstrasse bis zum Stade de Suisse sei vor dem Spiel geplant.

Viele Polizisten in Bern, Wachen sind geschlossen

Um gegen die Fans gewappnet zu sein, sind jetzt ungewöhnlich viele Polizisten in der Stadt präsent. Am Donnerstag sowie Freitag werden deshalb 49 Polizeiwachen geschlossen bleiben, teilt die Kapo mit. Betrieben werden im Kanton nur die Wachen Bern-Waisenhaus, zudem die Hauptsitze in Biel, Moutier, Interlaken und Thun. Mit dem aufgestockten Personal wolle man genügend Leute für das Rotterdam-Spiel in Bern bereithalten.

Fans sorgten für Verwüstung in Rom

Die Sorge der Polizei und der städtischen Sicherheitsdirektion ist nicht unbegründet: Etwa 2015, bei einem Europa-League-Auswärtsspiel in Rom, wüteten rund 6000 Feyenoord-Fans. Sie pöbelten und randalierten unter anderem auf der Spanischen Treppe. Die Stadt bilanzierte nach den Krawallen 18 Verletzte, 28 festgenommene Hooligans und Schäden in Millionenhöhe.

Auch die Stadt Bern machte bei internationalen Spielen immer wieder schlechte Erfahrungen: Beim Champions-League-Qualifikationsspiel gegen Roter Stern Belgrad eskalierte die Situation während des Fanmarschs der Gästefans vollends. Bei einer Massenschlägerei in der Nähe des Bollwerks gab die Polizei gar Warnschüsse ab, ein Berner Passant wurde zudem von Gästefans spitalreif geprügelt. Damals wurde der Einsatz der Polizei stark kritisiert. Bei dieser Partie soll es nun besser laufen und diese wurde deshalb als Hochrisikospiel eingestuft.

Wie sich die Situation nun an diesem Donnerstag entwickeln wird, zeigt sich in den nächsten Stunden.


(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kontrollfreak am 24.10.2019 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die Regelung auf Gesetzesebene ist klar

    Die Veranstalter lernen es nie. Oder ist es ihnen egal, weil ja der Steuerzahler für die Unkosten aufkommt?

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  • Rita am 24.10.2019 10:48 Report Diesen Beitrag melden

    Lernfähig?

    Wieso lernt "man" nie etwas aus solchen Hooligan-Auftritten? Sonst ist der Mensch ja durchaus lernfähig - aber offenbar bleibt er in diesem Zusammenhang Hool-dumm!

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  • Der Onkel am 24.10.2019 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    Unverständlich

    Versteh nicht, warum man dann solche Mannschaften überhaupt noch einlädt!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • EIN Ruedi aus Basel am 25.10.2019 21:47 Report Diesen Beitrag melden

    Richtig ist

    Auff dem bild sind yb fans man sieht gelb schwar

  • Per Holund am 25.10.2019 10:57 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Katastrophe

    Ich war gestern an der Caravanausstellung in Bern . Den Rückweg zum Bahnhof konnte ich zu Fuss antreten. Die Trams fuhren nicht mehr und alles wegen diesen primitiven Fussballfans und generell wegen dem Fussball. Der Steuerzahler zahlt all diese Polizeiaktionen.

  • Sinke_1983 am 25.10.2019 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Belgrad

    Und Ihr hattet angst von Belgrad.

  • Charly am 25.10.2019 07:57 Report Diesen Beitrag melden

    Man kann es

    Nicht genug betonen, Fussball hat nun mal ein sehr sehr tifes Niveau!!!

  • Roger1 am 25.10.2019 05:09 Report Diesen Beitrag melden

    Verbot

    Solche Hochrisiko Spiele sollten ein für allemal nicht mehr stattfinden. Der Veranstalter kann die Sicherheit nicht gewährleisten und somit sollte es keine Bewilligung für die Austragung geben. Der Schaden ist höher als der Ertrag. Also kein Gewinn. Das hat nichts mehr mit Sport zu tun. Wann kapieren das die Politiker endlich und schaffen gesetzliche Grundlagen für eine härtere Gangart. Es kann nicht sein, dass bei jedem Spiel Steuergelder verpufft werden. Sonst wird an allen Ecken und Enden gespart.