Bern gegen Feyenoord Rotterdam

06. November 2019 09:05; Akt: 06.11.2019 09:05 Print

So gefährlich wird es für die YB-Fans in Rotterdam

Am Donnerstag trifft YB in der Europa-League auf Feyenoord Rotterdam. Ein Gegner auf Augenhöhe mit berüchtigten Fans. Hier erfahren Sie das Wichtigste rund um das Spiel in Rotterdam.

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Am Donnerstag spielen die Berner Young Boys auswärts gegen Feyenoord Rotterdam. Laut Schätzungen von Fans, dürften am Donnerstag rund 2000 YB-Fans den Weg nach Rotterdam auf sich nehmen. Das Stadion wird wohl bis auf den letzten Platz gefüllt sein.

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Ausganglage

Die Young Boys konnten das Hinspiel gegen Feyenoord dank zwei Elfmeter-Treffern mit 2:0 gewinnen. Für die Fans aus Rotterdam, die sich gegen YB den ersten Platz in der Europa-League-Gruppe sichern wollten, ein herber Rückschlag. Nur wenige Tage später kam es für die Anhänger aus Rotterdam noch dicker: Feyenoord ging im Klassiker gegen den Erzrivalen Ajax Amsterdam mit 0:4 unter.

Nach dem Spiel waren die Feyenoord-Fans derart aufgebracht, dass sie den eigenen Mannschaftsbus aufhielten. Die Fans mussten von der Polizei gestoppt werden. Feyenoord-Trainer Jaap Stam gab nach der Niederlage gar seinen Rücktritt bekannt.


Feyenoord-Fans halten nach dem Spiel gegen Ajax den eigenen Mannschaftsbus in Amsterdam auf.

Fans & Hooligans

Die Fanszene von Rotterdam wird «Het Legion» (Die Legion) genannt. Sie ist weit über ihre Landesgrenzen für ihre Loyalität bekannt. «Eure Fans sind unglaublich. Ihr könnt am Tabellenende stehen und trotzdem drehen beim Spiel im Stadion 40'000 Menschen durch», sagte der ehemalige Fussballer Craig Bellamy nach einem Spiel gegen Feyenoord.

Neben den gemässigten Feyenoord-Fans gibt es in Rotterdam jedoch auch einige Hooligan-Gruppierungen. Die bekannteste nennt sich S.C.F Hooligans und sorgt seit den 70er-Jahren immer wieder für Schlagzeilen. Bereits im Hinspiel gegen die Young Boys kam es vor dem Spiel zu Auseinandersetzungen zwischen einigen Krawallmachern und YB-Fans. Die Angreifer aus Rotterdam skandierten immer wieder Parolen wie: «Rotterdam Hooligans!»


Wüste Szenen vor dem Spiel gegen YB. (Video:Leser-Reporter)

Auch in Rotterdam könnte es zu Auseinandersetzungen zwischen den beiden Fanlagern kommen. Die Fanarbeit Bern rät deswegen, den Stadtteil Feijenoord südlich des Flusses, möglichst zu meiden. Dies sei Feyenoord-Territorium. Deswegen sollte man sich ausschliesslich am Spieltag mit dem Zug in diesen Stadtteil begeben, da dort das Feyenoord-Stadion liegt.

Das sagen Einheimische

«Ich kann gut verstehen, dass Young Boys Bern seinen Fans rät, sich nicht im Stadtteil Fejienoord aufzuhalten», erzählt ein Fan aus Rotterdam auf Anfrage von 20 Minuten. Er geht zwar davon aus, dass sich die Feyenoord-Anhänger zu Hause mehr benehmen würden, als beispielsweise bei Auswärtsspielen. Trotzdem sei Vorsicht geboten: «Bei einem europäischen Spiel kann alles passieren», so der Fan.

Er freut sich auf das Spiel und denkt, dass die YB-Fans in seiner Stadt eine gute Zeit haben werden: «Wenn die Young Boys-Fans ein wenig auf sich aufpassen, wird es wohl keine Probleme geben.»


(rc)