Betrugsfall

18. September 2019 13:30; Akt: 18.09.2019 13:30 Print

Frau vermietet Villa, die ihr gar nicht gehört

Eine Frau aus dem Kanton Freiburg vermietete eine Villa, die ihr nicht gehört, und vermittelte Jobs, die es nicht gibt. Dafür hat sie nun eine Geldstrafe von über 10'000 Franken erhalten.

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Ein Paar aus dem Kanton Freiburg wurde Opfer eines dreisten Betrugs: Eine Frau gab sich als fälschlicherweise als Eigentümerin einer Villa aus und vermietete diese an die beiden, wie die «Freiburger Nachrichten» berichten. Als der tatsächliche Hausbesitzer davon Wind bekam, verklagte er das getäuschte Paar auf Hausfriedensbruch. Gemäss Strafbefehl wurde die Klage schliesslich fallen gelassen, als die Umstände geklärt waren.

Die Betrügerin hat jedoch noch mehr auf dem Kerbholz: So gab sie sich als Angestellte der Uni Freiburg aus und vermittelte einem Unwissenden mit einem gefälschten Arbeitsvertrag eine Stelle. Sie beauftragte ihn, sich mit den persönlichen Finanzen um den Einkauf für ein Buffet zu kümmern. Zudem wies die Frau ihn an, weiteres Personal einzustellen, worauf er einen Freund anheuerte, der dafür seine Lehrstelle kündigte.

Arbeitgeber hintergangen

Fiktive Jobs vermittelte die Beschuldigte auch beim eigenen Arbeitgeber. Um glaubhaft zu sein, schrieb sie E-Mails im Namen ihrer Vorgesetzten und bedruckte für die Arbeitskräfte T-Shirts mit dem Firmenlogo. Schliesslich betrog sie ihren Arbeitgeber, indem sie sich längere Zeit krank meldete, währenddessen aber zu 100 Prozent für eine andere Firma arbeitete.

Nun erhielt die Betrügerin für ihre Taten die Quittung: Die Staatsanwaltschaft verurteilte sie wegen Betrugs, arglistiger Vermögensschädigung und Fälschung von Ausweisen zu einer unbedingten Geldstrafe von 10'800 Franken.


(sul)