Schmerz und Schweiss

02. September 2018 16:22; Akt: 02.09.2018 16:22 Print

Freddy Nock litt 25 Stunden im Todesrad

In Zofingen AG verbesserte der Akrobat Freddy Nock am Wochenende seinen eigenen Weltrekord: Er verbrachte 25 Stunden im Todesrad.

Freddy Nock verbrachte 25 Stunden im Todesrad – Weltrekord. (Video: SDA)
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Der Schweizer Akrobat Freddy Nock hat seinen eigenen Rekord im Todesradlaufen verbessert. Er stieg am Sonntag im aargauischen Zofingen vor den Augen von Hunderten Schaulustigen nach 25 Stunden sichtlich erschöpft auf den Boden.

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«Habe dreimal aufgeben wollen»

Er empfinde Schmerzen und Glück, sagte Nock in einem Interview, das die Veranstalter eines Powerman-Wettbewerbs auf Facebook veröffentlichten. «Das war der letzte Radrekord», hielt der 53-Jährige fest. Er habe dreimal aufgeben wollen: nach elf Stunden, nach 16 Stunden und etwa fünfeinhalb Stunden vor dem Ende. «Aber ich kann durchhalten, wenn ich etwas will», sagte er.

Ein Todesrad besteht aus zwei grossen Metallrädern mit mehr als zwei Metern Durchmesser. Sie sehen aus wie Rhönräder, sind aber an einem Gestell montiert und drehen sich durch das Gewicht der Artisten permanent um die Achse des Gestells. In dem zweiten Rad wechselten sich als Gegengewicht zu Nock Sportler einer Kung-Fu-Schule ab.

Guinness-Buch-Eintrag ungewiss

Nock war zunächst mit seinem sechsjährigen Sohn Leo dabei. Der Knabe war anders als sein Vater mit Sicherheitsgurten gesichert. Er habe zumindest zeitweise dabei sein wollen, sagte Nock.

Nock hatte zusammen mit Joey Kelly von der Band The Kelly Family bei einem Spendenmarathon im Fernsehen 2006 einen Rekord von 24 Stunden im Todesrad aufgestellt. Der steht im Guinness-Buch der Rekorde: die beiden legten 135,4 Kilometer zurück, und das Rad kreiste 9088 Mal. Ob auch der neue Rekord ins Guinness-Buch soll und er alle dafür erforderlichen Auflagen erfüllte, liess Nock zunächst offen.

Nock lief aussen auf dem Rad, als er am Sonntagmittag die 24 Stunden voll machte und den alten Rekord damit einstellte. Aus den Lautsprechern schallte das Lied «Y.M.C.A.» von Village People aus dem Jahr 1978, mit der Zeile: «Junger Mann, kein Grund, sich schlecht zu fühlen» (Young man, there's no need to feel down).

(ber/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lillie Fee am 02.09.2018 16:44 Report Diesen Beitrag melden

    ohne Fleiss kein Preis

    (-; wer der Beste sein will muss ebe bis zum Ende durchhalten...

  • Fridolin am 02.09.2018 17:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Todesrad

    Lebt denn der alte Nock Freddy noch, ja er lebt noch.

  • R.Castelberg am 02.09.2018 19:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Side Event der Duathlon Langdistanz WM...

    Vom Todesrad wird berichtet, welches eigentlich ein Side-Event von der Duathlon Langdistanz WM in Zofingen war. Aber dass an der WM gleich zwei Schweizerinnen auf dem Podest (1. und 2. platz) waren berichtet ihr nicht mal in den kurz News...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Mani Motz am 04.09.2018 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bravo

    gratulation! auch diese Leistung muss zuerst einmal erbracht werden.

  • Abbas Schumacher am 04.09.2018 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    25 Std. freiwillige Arbeit...

    hätte ich applaudiert, wäre zwar auch übertrieben, aber bei diesem Rekord frage ich mich schon, wo liegt der Nutzen? Klar bei ihm hebt es das Selbstwertgefühl und er kommt in der Presse, die ist ja froh um jeden der solche Wahn-sinnige Leistungen vollbringen....hätte er durch seine Laufarbeit in diesem Hamsterrad noch Energie erzeugt, wäre noch was Gescheites raus gekommen!

  • Monika am 03.09.2018 19:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist Leiden???

    Also von Leiden kann da keine Spur sein, er hat es ja freiwillig gemacht!!!! Es gibt andere Sachen wo Leute wirklich unfreiwillig leiden müssen!!!!

  • Gero F am 03.09.2018 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    Überlebt

    25 Stunden im Todesrad und Überlebt.... Welch ein Wunder dass da die Medien nicht Sturm laufen!

  • Avenarius am 03.09.2018 13:29 Report Diesen Beitrag melden

    Schmunzel

    Ich muss echt lachen, für welche absurden Rekorde manche Menschen aufleben. "Hey, hesch ghört, da isch eine 25 Std. im Hamschterrad gis ... neineinei ... ned iigsprerrt, freiwillig :-)" So geil ... Trotzdem Respekt - nicht für Klugheit - aber der Kondition willen.