15-Jähriger verstorben

13. November 2018 17:24; Akt: 27.11.2018 09:40 Print

Freunde nehmen mit Kerzenmeer Abschied

In der Gemeinde Meikirch verstarb ein Jugendlicher (15) nach einer Frontalkollision mit einem Auto. Im Dorf ist die Anteilnahme gross. Die Gemeinde will jedoch nicht reagieren.

An der Unfallstelle wurden Blumen und Kerzen zum Gedenken des verstorbenen Teenagers niedergelegt. (Video:pal/rc)
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Zwischen Meikirch und Ortschwaben leuchtet ein Kerzenmeer am Waldrand. Grund dafür ist der tragische Tod eines 15-jährigen Jugendlichen, der dort am vergangenen Freitag sein Leben verlor.

Der junge Mann war mit seinem Töffli auf der Hauptstrasse zwischen Meikirch und Ortsschwaben unterwegs. Aus noch ungeklärten Gründen stiess der junge Mann frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Durch die Wucht wurde der Töfflifahrer zu Boden geschleudert und das Fahrzeug fing Feuer. Das brennende Mofa konnte durch Drittpersonen rasch gelöscht werden. Die herbeigeeilten Personen kümmerten sich auch um den verunfallten Jugendlichen, bis die Rettungskräfte eintrafen. Der Lenker zog sich jedoch so schwere Verletzungen zu, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Die Autolenkerin blieb beim Vorfall unverletzt.

Todesopfer ist ein 15-jähriger Jugendlicher

Häufigere Zwischenfälle

Wie die Kapo Bern am Dienstag mitteilt, handelt es sich beim verunfallten Töfflifahrer um einen Jugendlichen aus der Region. In der kleinen Gemeinde Meikirch sorgte der Unfall für viel Aufsehen – die Trauer ist gross: «Ich sah die vielen Polizisten und hatte sofort ein mulmiges Gefühl», sagt ein junger Bewohner zu 20 Minuten. Um sich vom Jugendlichen zu verabschieden, haben Mitschüler und Freunde an der Unfallstelle einen Schrein errichtet. Mit persönlichen Botschaften, Blumen, Kerzen und Engeln nehmen sie Abschied vom jungen Mann.

Der Unfall ereignete sich auf einer dicht befahrenen Hauptstrasse, die durch ein Waldstück zwischen Meikirch und Ortsschwaben führt. Dass Autos auf dieser Strecke gern mal aufs Gaspedal drücken, ist bekannt. Bereits im September kam es wenige Hundert Meter vor dem Unfallort zu einer Kollision zweier Autos.

Keine Konsequenzen

Trotz der Häufung von Unfällen will die Gemeinde vorerst nichts unternehmen. Laut Meikirchs Gemeindeverwalter André Bechler ist die Bernstrasse nicht gefährlicher als andere Ausserortsstrassen. «Fehler und Unfälle können leider überall passieren.» Bechler spricht von einem tragischen Einzelfall: «Es ist keine besonders gefährliche Stelle.» Deshalb plant die Gemeinde derzeit auch keine zusätzlichen Warnsignale, sie will jedoch die Ergebnisse der Unfalluntersuchung abwarten.

(pal/rc)