Berner Lorraine

17. Januar 2019 11:46; Akt: 17.01.2019 11:46 Print

Luxuswohnungen aus Protest verschmiert

Vandalen haben nachts ein Gebäude auf dem Serini-Areal im Berner Lorraine-Quartier mit Farbbeuteln beworfen – dies nicht zum ersten Mal.

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Erneut wurde eine Überbauung in der Lorrainestrasse verschmiert. In der Nacht auf den Mittwoch haben Unbekannte das Parterre des Gebäudes mit Farbbeuteln attackiert. Auf der Glasfront sind lauter grosse dunkelbraune Farbflecken zu finden. Die Angreifer wollten damit ein Zeichen gegen «zugezogenen Yuppies» und damit gegen die Gentrifizierung ganzer Städte, setzen. «Handeln wir gemeinsam gegen die Projekte der Bonzen in unseren Quartieren!» schreiben die vermeintlichen Aktivisten auf dem Onlineportal barrikade.info.

Immer wieder Farbangriffe in der Berner Lorriane

Das moderne Wohnhaus mit Ladenlokal ist nicht zum ersten Mal verunstaltet worden: Im Sommer 2017 wurde das eher neuere Objekt auf dem Serini-Areal bereits Opfer von Vandalismus.

Das Lorraine-Quartier ist besonders von Vandalismus-Attacken betroffen. Immer wieder wurden Gebäude verschmiert, so auch im Jahre 2015 die Zeppelin-Bar, die nach der Eröffnung schnell wieder die Türen schloss. Auch die Scheiben der Migros-Filiale in der Lorraine fielen der Farbe zum Opfer.

(pal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Shredder X am 17.01.2019 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ziemlich primitiv

    Ich finde solche Aktionen äusserst primitiv. Wenn einem etwas absolut nicht gefällt, dann kann man dies auf eine zivilisierte Art zum Ausdruck bringen und ggfls. friedlich dagegen protestieren. Gegenstände aber einfach beschädigen bzw. zerstören, ist in meinen Augen total daneben und zeigt sehr deutlich, wie primitiv solche Leute gestrickt sind. Ich würde mich freuen, wenn man die Täter erwischt, die dann den Rest ihres Lebens für den von ihnen angerichteten Schaden zahlen müssen.

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  • Streichler am 17.01.2019 12:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schande

    Was für eine Schande in einem Zeitungsbeitrag von Vandalismus als Form von Protest zu sprechen! Für diese Schandtaten hat es keine Legimität zu geben!

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  • Un-Bed-Ing T. am 17.01.2019 13:15 Report Diesen Beitrag melden

    Ja zum Polizeigesetz im Februar

    Dann sagt ja zum neuen Polizeigesetz im Februar. Denn dann werden die Verantwortlichen zur Kasse gebeten wenn man sie denn findet.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Heidi Heidnisch am 17.01.2019 15:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Charme zerstören

    Die Berner Lorraine hatte immer schon einen ganz eigenen Charme. Alternativ, grün und farbig, unkompliziert, nonkonform, erschwinglich und ein Hafen für die Menschen, die im Rest der Stadt nicht willkommen sind. Dass in einem solchen Ambiente Luxuswohnungen wie ein rotes Tuch wirken, ist nachvollziehbar.

  • Alain am 17.01.2019 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Weisser vs Schwarzer Neid

    Schwarzer Neid: Ich kann mir sowas nicht leisten also mache ich das der Anderen kaputt damit sie es auch nicht haben. Weisser Neid: Ich möchte auch sowas haben also nehme ich den Finger raus und sehe zu dass ich mir das auch leisten kann.

  • Shredder X am 17.01.2019 13:53 Report Diesen Beitrag melden

    Ziemlich primitiv

    Ich finde solche Aktionen äusserst primitiv. Wenn einem etwas absolut nicht gefällt, dann kann man dies auf eine zivilisierte Art zum Ausdruck bringen und ggfls. friedlich dagegen protestieren. Gegenstände aber einfach beschädigen bzw. zerstören, ist in meinen Augen total daneben und zeigt sehr deutlich, wie primitiv solche Leute gestrickt sind. Ich würde mich freuen, wenn man die Täter erwischt, die dann den Rest ihres Lebens für den von ihnen angerichteten Schaden zahlen müssen.

    • Perspektiveerweitern am 17.01.2019 15:29 Report Diesen Beitrag melden

      Gundstzlich stimme ich zu

      Stimm. In unserer Welt sollte man anders kommunizieren. Und Farbbeutel ist ja gerne das Werkzeug von Linksextrem. Nur das mit dem friedlich protestieren. Klar sollte man das so machen. Nur wissen wir alle ganz genau was friedlich demonstrieren in der heutigen Welt bringt, 2 Tage redet man darüber. Danach ist das gar nie passiert. Die Zeit des Redens ist vorbei. Aktuell kann nur noch durch Handeln was erreicht werden. Wie man in Frankreich schön sehen kann.

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  • Fritz Meyer am 17.01.2019 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Von dieser Links Grüne Stadt gefördert

    Dies verwundert mich in dieser Stadt absolut nicht. Teils mischen hier die Früchtchen von Stadtpolitikern selbst mit. Das Ganze wird seit jahrzehnten toleriet. Es ist an der Zeit, dass hier repressiv durchgegriffen wird. Eine konsequente Videoüberwachung dieser Hotspots wäre anstrebenswert. Ein weiterer Grund das neue Polizeigesetz anzunehmen.

  • Rinse am 17.01.2019 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Stadt Bern & Wohnbauprojekte

    Wie wäre es mit bezahlbaren Wohnraum für die Arbeiterklasse und weniger Luxuswohnungen für die möchtegern urbane Bourgeoisie? Die Stadt Bern hat ja so tolle bezahlbare Wohnbauprojekte die schon vergeben sind bevor der Bau überhaupt stattfindet. Das ganze bekommt langsam eine faden Beigeschmack à la Tribute von Panem - Hungerspiele, während die Bürger des luxuriösen Kapitols im Wohlstand leben, kämpfen die Menschen in den äußersten Distrikten um das tägliche Überleben.

    • Dani Düsentrieb am 17.01.2019 14:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Rinse

      Ich denke, dass die Stadt die bezahlbaren Wohnungen zur Verfügung stellen sollte. Ich als einfacher Liegenschaftsbesitzer bin unter anderem auch an einer guten Rendite interessiert, allerdings auch an bester Werterhaltung und langjährigen Mietern, denn nur zufriedene Mieter sind gute Mieter und die bekommen bei mir auch einen entsprechenden Gegenwert. Zu denen, die mir nun einen Daumen runter verpassen, empfehle ich, u. a. z. B. 10 Jahre nicht in die Ferien zu fahren und sich grundsätzlich sparsam zu verhalten, dann noch das enorme Risiko auf sich zu nehmen und obendrauf noch dem Staat die hohle Hand zu füllen.... Aber eben: Fordern kann jeder, aber dafür etwas zu tun, das sollen dann wieder die anderen.

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