Hasle bei Burgdorf

22. Juli 2014 10:52; Akt: 22.07.2014 10:52 Print

Gemeinde kämpft gegen dreiste Wasser-Diebe

In Hasle bei Burgdorf zapfen die Einwohner öfter Hydranten an, um ihre privaten Swimmingpools zu füllen. Die Gemeinde reagiert nun und droht mit Bussen.

storybild

In Hasle bei Burgdorf werden private Swimmingpools vermehrt mit Wasser vom Hydranten auffüllen (Symbolbild Keystone)

Zum Thema
Fehler gesehen?

In Hasle bei Burgdorf gibt es offenbar Bürger, die ihren Swimmingpool mit Gratis-Wasser vom Hydranten füllen. Diesem Treiben will der Gemeinderat nun ein Ende bereiten. Er droht mit Bussen von bis zu 5000 Franken für illegale Wasserbezüge.

«Hydranten haben den Zweck, jederzeit den Löschschutz sicherzustellen», schreibt der Gemeinderat in einer Mitteilung vom Dienstag. Doch immer öfter müssten die Brunnenmeister feststellen, dass Bauern, Bauunternehmer und eben auch Pool-Besitzer das benötigte Wasser vom Hydranten abzapften.

Pools mit Gartenschlauch füllen

Nur vereinzelt werde für den Wasserbezug ein Gesuch bei der örtlichen Umweltkommission gestellt – meist werde das Wasser ungefragt und damit illegal bezogen. Dabei werde zuweilen sogar der Hydrant beschädigt.

Der Gemeinderat hat nun beschlossen, ab sofort keine Wasserbezüge für private Zwecke mehr zuzulassen. Sünder sollen gebüsst werden und müssen auch die Kosten für die Reparatur der Hydranten übernehmen.

Hausbesitzer sollten ihren Pool mit dem Gartenschlauch ab dem eigenen Anschluss füllen, rief der Gemeinderat in Erinnerung. Übrigens dürfe das Pool-Wasser dann später auch nicht in Bäche entleert werden, da es mit Chemikalien versetzt sei – dazu müsse die Abwasserleitung genutzt werden.

(tok/sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Illum am 22.07.2014 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    traurig

    Ja angeben mit Pool aber das Wasser sich nicht leisten können.

    einklappen einklappen
  • Adam am 22.07.2014 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Reich und Geizig!

    So geil:-) Villa besitzen, Pool bauen, Ferrari fahren, Millionen horten... und durch Klauen von Wasser ein paar Hundert CHF sparen! Jop: So sind die Reichen!

    einklappen einklappen
  • Enkido am 22.07.2014 12:21 Report Diesen Beitrag melden

    Je reicher desto geiziger

    Das ist wie ein Ferrari -Fahrer, der sich an der Tankstelle, bei der Versicherung und beim Service zugrunde richtet. Finde ich ziemlich armselig, aber zeugt mal wieder von unserer Gesellschaft, bei der die gegenseitige Vorführung materieller Überlegenheit das wichtigste zu sein scheint.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Rainer Duffner am 29.07.2014 20:27 Report Diesen Beitrag melden

    Geiz ist geil

    Von den reichen Leuten lernt man sparen ;-) Kann aber nachvollziehen, wenn die Gemeinde jetzt genug hat. Habe mir das grade auf Google-Maps angeschaut - es gibt dort scheinbar vergleichsweise viele Leute, die relativ grosse Pools haben. Ich nehme an, die Pools werden v.a. Nachts aufgefüllt, wenn es keiner sieht. Dann ist meistens auch keiner da, der eine Busse ausstellen könnte...

  • Marcel am 28.07.2014 18:09 Report Diesen Beitrag melden

    Immer die Reichen?

    Hallo? Denken kostet nichts! Für ein paar Franken gibts Planschbecken mit 5000l Inhalt. Klar das der Inhalt dann teurer ist. 10 mal 5000l pro Quartier und ihr könnt hoffen das nichts brennt wenn die alle in der gleichen Woche auffüllen.Wasser richtig entsorgen? Lach! Die kennen nur Stöpsel raus und guet Nacht. Immer schön ins Grundwasser rein. Prost!

  • Daniel am 23.07.2014 17:54 Report Diesen Beitrag melden

    Armutszeugnis

    Ja, so sind sie, diese "Möchtegern-Mittelständler", welche mit dem Swimmingpool rumklotzen, aber nicht mal das Wasser bezahlen können. Solche Leute sollte man enteignen.

  • D. am 22.07.2014 23:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum so kompliziert?

    Bei uns im Thurgau wird das einfach gehandhabt. Die Feuerwehr anrufen (nicht 118). Die kommen, mit der Wasseruhr, füllen, passt schon.

    • Ton Ton am 25.07.2014 03:21 Report Diesen Beitrag melden

      Gut für alle, oder?

      Das Problem dabei: Die Wasseruhr. Dann muss man ja bezahlen. Und das will man eben gerade nicht. Darum: Bezug ohne Wasseruhr. Dann gibt es Gratiswasser! Ürigens kann man auch Kosten sparen, wenn man solcherlei Tun nicht verfolgt und extra Beamte beschäftigt, die teuer sind. Hilft Steuern sparen und lässt den Steuerfuss senken.

    • Miranda am 29.07.2014 07:28 Report Diesen Beitrag melden

      @Ton Ton

      Meine Güte, der Geiz und Egoismus von manchen Menschen kennt wohl keine Grenzen. Mal sehen, wie Sie reagieren, wenn die Feuerwehr ihr Haus nicht löschen kann, weil Sie tags davor den Hydranten beschädigt hatten um ein paar lächerliche Franken zu sparen.

    • SP_BS am 30.07.2014 15:52 Report Diesen Beitrag melden

      @Miranda

      Ich glaube Ton Ton's Kommentar war ironisch gemeint. Es stimmt schon, mit Wasseruhr muss halt eben bezahlt werden und wer möchte nicht alles gratis haben...? Glaub mir so geizige Leute gibt es garantiert!

    einklappen einklappen
  • Res am 22.07.2014 15:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wasser

    Den Pool mit dem Wasser ab Hydrant füllen find ich richtig, geht viel schneller, aber auf der Gemeinde das Wasser bezahlen das gebraucht wird. Länge mal Breite mal Tiefe ergibt die Menge. Wenn die Feuerwehr Wasser zum löschen bracht, kann sie die Pools auch nutzen, und das ohne zu fragen. Hoffe ich wenigstens, die Pumpen dazu gehört zur Ausrüstung. So ist allen geholfen.