Berner Traditions-Festival

09. Juli 2018 05:52; Akt: 09.07.2018 05:52 Print

Endspurt für das «neue» Gurtenfestival läuft

Kein Bargeld, dafür ein neues Gelände: Auf die Gurtengänger wartet viel Neues. Und es sind auch noch genügend Tickets vorhanden.

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Noch immer wird auf dem Berner Hausberg gesägt, gehämmert und gebaut, wie ein Augenschein am Wochenende zeigt: Der Countdown für das Gurtenfestival läuft, das vom Mittwoch bis Sonntag über die Bühne geht. «Wir sind im Zeitplan – und das, obwohl heuer beim Aufbau vieles anders war», sagt Festival-Sprecher Simon Haldemann (45). Denn das Areal wird dieses Jahr selbst für die eingefleischtesten Gurtengänger zum Neuland.

So steht die Zeltbühne etwa neu in der ehemaligen Sleeping Zone: «Wir haben damit eine ganz neue Dimension geschaffen. Viele Besucher werden wohl zum ersten Mal die schöne Aussicht auf die Bergkette vom Gurten sehen», so Haldemann. Entsprechend wurde auch das Zelt von 70 auf 100 Meter verlängert. Haldemann: «Wir werden schauen, wie sich die Stimmung dort verhält.» Allenfalls erhalte das Zelt wieder seine alte Dimension. In der grösseren Variante bietet es bis zu 10'000 Besuchern Schutz vor Regen oder Sonne. Diese Woche wohl eher Letzteres: Laut MeteoNews winken trockene Tage mit Temperaturen um 23 Grad.

Es hat noch Tickets

«Neu ist die Zeltbühne sogar von der Stadt aus zu sehen», so Haldemann. Er glaubt darum, dass viele Berner spontan Tickets fürs Festival kaufen werden – und davon hat es noch genug. Lediglich Einzeltickets für Freitag und Samstag sind bisher vergriffen. Wer noch einen Viertagespass ergattern will, sollte jedoch nicht trödeln.

Mit der diesjährigen Ausgabe haben die Organisatoren die Ticketpreise um rund 20 Prozent erhöht – weil die Gagen der Künstler immer höher würden. Der Vorverkauf laufe deswegen aber nicht schleppend, so Haldemann: «Wir sind auf Kurs und wollen uns auch nicht am letzten Jahr messen.» 2017 war das Gurtenfestival erstmals in seiner Geschichte an allen Tagen komplett ausverkauft und verzeichnete total 80'000 Besucher, die auf dem Berner Hausberg feierten.

Der Dom und der Block sind weg

Die beliebten und bekannten Partyzentren Bacardi Dome und Rock The Block von Parisienne sucht der Güsche-Gänger heuer vergeblich. Weil die Veranstalter ab sofort auf Sponsoren aus der Tabak- und Alkoholindustrie verzichten, wurden diese Bereiche mit eigenen Konzepten ersetzt: Im neuen Supermercado soll zu Partymukke gegröhlt werden können und im Cosmodrome Discokugeln, Laser und Techno die Nachtschwärmer verzaubern.

Weiter finden die Besucher auf dem neuen Gelände eine kleine Food-Area mit regionalem Bezug, eine Harassenkletterwand und natürlich die neue Waldbühne. Letztere hat sich den Platz der alten Zeltbühne ergattert – auch das eine der ganz grossen Änderungen für den Aufbau.

Auf ein rundes Festival

Rund 20 Jahre kam das Gelände des Gurtenfestivals zuvor mehr oder weniger ohne Änderungen aus: «Eigentlich ist es ein Wunder, dass der Aufbau so rund lief», sagt Haldemann. Er wertet das als gutes Zeichen. Auch punkto Bezahlsystem ist er guter Dinge. Denn heuer wird auf dem Festival kein Bargeld mehr akzeptiert – das gesamte Open Air funktioniert Cashless. Bereits 2013 hatten die Organisatoren dafür einen Anlauf genommen, der im Debakel endete. «Wir sind gebrannte Kinder was Cashless anbelangt und umso sicherer, dass diesmal alles funktioniert, wie es soll», so Haldemann.

(cho)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alles wird gut am 09.07.2018 07:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2. Frauenfeld

    Nach einer Woche, sieht es aus wie in Frauenfeld! Die Jugend, z.T. selbsterklärte Weltretter! Zum Schluss eine erbärmliche Truppe.

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  • Bergkamp am 09.07.2018 08:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Differenzieren und ehrlich bleiben

    Nun .. die Grossanlässe hinterlassen unglaublich viel Müll ... richtig. Aber nicht nur die Festivals und nicht nur die Jugend von heute (!) .. andere grossanlässe wie Tour de Suisse oder ein heitere mit anderem zielpublikum kennt dieses Problem.. also kein ach diese Jugend Problem....

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  • Abzo Cker am 09.07.2018 10:11 Report Diesen Beitrag melden

    Welcome in my palace

    Abzocke in seiner schönsten Form.

Die neusten Leser-Kommentare

  • N.Stadelmann am 10.07.2018 23:56 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte mehr Fröhlichkeit im Leben!

    Das Wetter wird mega und nur mit fröhlichen Menschen lässt es sich gut feiern. Kommt und lasst uns gemeinsam spass haben. Die Miesepeter zwingt niemand dahin zu gehen, die können gerne zuhause bleiben.!!

  • Zimtstern am 10.07.2018 11:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer teurer und immer mieseres Programm

    Die meisten Bands haben wir schon x-mal auf dem Gurten gehört. Das Programm ist schon das zweite Jahr enttäuschend. Bin seit 16 Jahren das erste Mal nicht mehr auf dem Berg. Und was mich am meisten nervt: teurere Preise weil die Künstler mehr verlangen. Wie macht das dann ein Openair St. Gallen? Die Preise bleiben gleich bei cooleren Acts!

  • Klobert am 10.07.2018 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso kein Bargeld was soll das

    Wieso soll ich nicht mehr mit dem einzig legitimen Zahlungsmittel meine Drinks bezahlen können? Ich möchte nicht, dass mein Finanzinstitut oder der Veranstalter mein Konsumverhalten einsehen kann. Ich meide den Dreckshügel ab sofort wieder...

  • Undertaker am 10.07.2018 02:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja

    Da ich praktisch in der Nähe wohne, brauche ich kein Ticket. Denn ich höre denn Lärm vom Hügel Gratis!

    • Elisabeth am 10.07.2018 11:25 Report Diesen Beitrag melden

      Frage

      Wer war eher da, der Undertaker oder das Gurtenfestival?

    • Undertaker am 10.07.2018 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Elisabeth

      Spielt doch keine Rolle. Ich halte nunmal nichts von diesem Blödsinn. Akzeptiere das, oder lass es! Und zum zweiten der Herr da auf dem Bild. mit Bürgerlichem Namen Mark Callaway ist mittlerweile 53 sprich lange bevor man dieses unnütze Festival überhaupt kannte!

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  • Marv Zimmermann am 09.07.2018 15:52 Report Diesen Beitrag melden

    Pubfestival

    Wie Bar- und Pubfestival im Freien. Die Leute aus der Stadt gehen dort nicht hin...