Autofriedhof

15. Mai 2009 17:39; Akt: 15.05.2009 17:39 Print

Hat das letzte Stündlein geschlagen?

In Kaufdorf ist die erste von zwei Fristen abgelaufen, welche die Gemeinde der Autoverwertung Messerli zur Räumung des berühmt gewordenen Autofriedhofs setzte. Sie verstrich ungenutzt. Nun bereitet die Gemeinde die Räumung vor.

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Der Ablauf der Frist bedeute konkret, dass die Gemeinde Kaufdorf ab sofort alle Aufwendungen, welche in dieser Angelegenheit entstehen, der Autoverwertung Messerli belasten werde. Das sagte am Freitagnachmittag Gemeindepräsident Markus Borer auf Anfrage.

Es lägen bereits Offerten von Entsorgungsfirmen für die Räumung des Autofriedhofs vor. Ab Juni werde die Räumung wie angekündigt stattfinden. Eine zweite Räumungsfrist für den nördlichen Teil des noch bestehenden Autofriedhofs läuft im September ab.

Messerli hofft auf Auktion

Der Besitzer des Geländes, Franz Messerli, hegt weiterhin die Hoffnung, dass im Herbst ein erfahrener Auktionator aus dem Gürbetaler Nachbardorf Toffen die Wracks versteigert. Das sagte er auf Anfrage. Entsprechende Vorbereitungen seien im Gang. Gescheitert ist der Versuch, den ganzen Friedhof per Internet zu versteigern.

Eine solche Auktion bedürfte eines Gesuchs, erkärte der Seftiger Regierungsstatthalter Marc Fritschi auf Anfrage. Er habe noch keins bekommen. Eine Auktion hält Fritschi nicht von Vornherein für ausgeschlossen. Entscheidend sei ja, dass die Wracks entfernt würden, doch müsse dies fachgerecht erfolgen.

Auch Borer sagt, die Gemeinde sei stets offen für Lösungsvorschläge. Nur müssten sie Hand und Fuss haben und vor allem auch finanziell abgesichert sein.

Schauplatz der «Nationalen Kunstausstellung»

Der Kaufdorfer Autofriedhof war im Sommer Schauplatz der «Nationalen Kunstausstellung» des Thuner Künstlers Heinrich Gartentor. Mit Holzstegen über den Wracks machte er die skurrile Welt im Wäldchen bei Kaufdorf erlebbar. 20 000 Menschen besuchten den Ort und das Medienecho war enorm.

(sda)