Badeverbot in Aare

19. Juni 2019 04:50; Akt: 19.06.2019 09:11 Print

Hier zu schwimmen, ist jetzt lebensgefährlich

Eine Baustelle mit spitzen Metallstangen versperrt in Thun die Aare. Für Flussschwimmer ist die Situation gefährlich.

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Mit Auerbacher und Saltos springt die Thuner Jugend den Sommer über von der örtlichen Bahnhofbrücke in die Aare. Der anschliessende Schwumm entlang der Stadt hat ebenfalls seine Tradition.

Doch während der bevorstehenden warmen Wochen wird nichts mit dem Badespass auf der äusseren Aare. Seit neustem hängen auf der Brücke und entlang der Aare diverse Verbotsschilder – weder Hineinspringen noch Schwimmen ist derzeit erlaubt. Auf der Brücke patrouillieren gar Sicherheitsleute, um Schwimmer vom Flussbad abzuhalten.

Wieso, weshalb, warum?

Ein Aareschwumm auf dem äusseren Flussarm ist nämlich richtig gefährlich geworden. Um ein Gebäude am Ufer zu sanieren, wurde im vergangenen Herbst eine riesige Plattform in den Fluss gebaut. Jetzt aber haben sich dort Metallstangen gelöst, die unter Wasser quer im Fluss liegen. «Bleibt ein Schwimmer an einem solchen Stab hängen, kann dies sehr gefährlich werden», sagt Thuns Stadtingenieur Rolf Maurer. Deshalb werde nun alles unternommen, um Schwimmer von der Baustelle fernzuhalten.

Auch die Baufirma ist intensiv dran, die gefährliche Situation zu entschärfen. So wird nun abgeklärt, wie Taucher das im Fluss stehende Gerüst schnellstmöglichst flicken können.

«Baustelle lädt zu waghalsige Sprüngen»

Auch im etwas weiter unten liegenden Flussbad Schwäbis macht man die Badegäste auf die Gefahr aufmerksam. In der Badi hängen mehrere grosse Warnplakate, um die Situation zu verdeutlichen. «Ich appelliere an die Leute, das Verbot ernst zu nehmen», sagt der Bademeister.

Dennoch hat der Rettungsschwimmer seine Zweifel, dass sich alle an das neue Verbot halten werden. Im Gegenteil: «Der Kran und das Gerüst wird Waghalsige anlocken und zu spektakulären Sprüngen verleiten», befürchtet der Bademeister. Es sei einfach zu hoffen, dass nichts Schlimmeres passiert.

(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nicole am 19.06.2019 08:04 Report Diesen Beitrag melden

    Im Fluss immer Vorsicht

    Früher war das Baden in der äusseren Aare verboten, weil es zuviele Strudel hatte und es gafährlich war und ist. Flussbaden birgt immer grosse Gefahren und wer nicht gut Schwimmen kann hat in einem Fluss nichts verloren.

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  • Susi am 19.06.2019 08:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und wenn doch...

    Und wenn doch gesprungen wird, ist jeder selber schuld...

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  • Stufi81 am 19.06.2019 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und sie springen doch!

    Gestern gerade gesehen. Kein Mitleid wenn einer ersäuft!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Jangdebang am 25.06.2019 18:53 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder/jede muss es selbst wissen

    Da kann man nur sagen, grosses Risiko - kleines Hirn.

  • Housi am 19.06.2019 12:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Los

    Die Baufirma soll dies umgehend beseitigen! Ich will in der Aare baden!

  • housi am 19.06.2019 12:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bereinigen

    Mit euren Kommentaren bringt ihr es nur soweit, dass dad Baden in der Aare noch verboten wird! Die Stadt Thun hat grossartige Arbeit geleistet, den Jugendlichen alles wegzunehmen (Rollo, Selve). Wieso seit ihr so bieder? Wieso nicht der Firma Druck aufsetzen die Situation zu bereinigen??? Ist ja nicht neu dass in der Aare seit Jahrhunderten gebadet wird.

  • Albert am 19.06.2019 12:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sofort handeln

    Die baufirma ist am abklären. Bis im herbst wird abgeklärt um dann im sommer darauf wieder abzuklären. Entscheid wäre besser. Taucher rein und eisen abschweissen ist etwas teurer aber es schützt menschenleben unf die unternehmung hat es verursacht. Es scheint wie immer der ingenieur ist nie schuld

  • AMD am 19.06.2019 11:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respektieren

    Wenn man der Fluss nicht kennt , geht man nicht schwimmen und wenn es verboten ist , ist es verboten. Das Schild ist nicht für die Katze da .

    • Mario am 19.06.2019 22:08 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht alle Verbote sind sinnvoll

      Und wie siehts im Schadaupark aus? Sollten demnach dort die Verbote nicht nur beim Aareabfluss sein?

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