Historisches Zepter

07. Juni 2019 13:04; Akt: 07.06.2019 16:41 Print

Stadt-Schatz verstaubte 30 Jahre auf Estrich

Die Stadt Bern hat ihr verloren geglaubtes Zepter wieder. Das historische Prunkstück war in den Achtzigerjahren verloren gegangen. Es lag jahrelang auf einem Estrich.

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Im Februar erhielt der Berner Stadtschreiber Jürg Wichtermann eine dringende Nachricht: Man habe das verschollene Zepter der Stadt Bern wiedergefunden. Es wurde im Historischen Museum abgegeben, wie die Mitarbeitenden-Zeitschrift der Stadt Bern schreibt. Das schwere Prunkstück ging in den Achtzigerjahren auf mysteriöse Weise verloren. Nun wurde das Rätsel gelöst:
Das Zepter lag jahrelang auf dem Estrich eines ehemaligen Stadtweibels. Dessen Enkel fand den Stab auf dem Dachboden seines verstorbenen Grossvaters. Er begriff sofort, dass der gefundene Stab nicht am richtigen Ort war, und brachte das Zepter ins Historische Museum in Bern.

Es lag jahrelang auf einem Dachboden

Das Zepter kommt heutzutage nur noch selten zum Einsatz. Der geschmückte Stab aus wertvollen Materialien dient als Zeichen der Würde und Macht. Heute wird er beispielsweise bei der Verleihung des Ehrenbürgerrechts oder beim alljährlichen Neujahrsempfang gebraucht. Weil das Zepter verschollen war, musste sich die Stadt Bern jeweils ein anderes Zepter für diese Anlässe ausleihen.

So entschied sich der Gemeinderat im Jahr 2004, dem ewigen Hin und Her endgültig ein Ende zu setzten. Die Stadt Bern gab die Herstellung eines neuen Zepters in Auftrag, eines schwarzen Stabs aus Ebenholz mit einem vergoldeten Silberknauf, auf dem ein kleiner Bär sitzt.

Das Zepter kommt wohl ins Museum

In Bern freut man sich über das wiedergefundene Zepter: «Es ist schön, dass dieses Herrschaftszeichen wieder bei der Stadt ist», freut sich Stadtschreiber Jürg Wichtermann. Zwar habe das Zepter keinen immensen materiellen Wert, jedoch sei mit seiner Rückkehr eine Lücke geschlossen und ein Rätsel gelöst worden.

Der symbolische Wert wiege viel mehr, auch wenn der alte Stab künftig nur noch selten zum Einsatz kommen werde. «Das alte Zepter ist etwas gar martialisch», so Wichtermann. Möglicherweise wird das alte Zepter deshalb in die Sammlung des Bernischen Historischen Museums aufgenommen.

(rc)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Altoderneu am 07.06.2019 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Alt oder neu

    Bitte das neue ins Museum, das Alte passt doch besser.

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  • Hunter am 07.06.2019 13:39 Report Diesen Beitrag melden

    Flohmarkt

    Nochmals Glück gehabt, dass das Teil nicht irgendwo auf einem Flohmarkt gelandet ist.

  • Chris am 07.06.2019 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    interessante Bauweise

    Ist das einem Streitkolben nachempfunden?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tamara am 10.06.2019 17:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na, ich weiss nicht

    Heisst das Teil nicht Szepter?

    • Felix am 17.06.2019 09:51 Report Diesen Beitrag melden

      Neue Schreibweise ist Zepter

      Wikipedia meint folgendes dazu: Das Zepter (österreichisch oder veraltet auch Szepter, von griechisch skptron Stab; sképtein stützen)

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  • Ueli am 09.06.2019 10:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was hat das auf dem Estrich zu suchen?

    Da wollte wohl jemand sein Diebesgut verstecken , bis er ein Käufer findet.

    • Antwort am 10.06.2019 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Ueli

      Immer gleich das Schlechteste denken.

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  • Dani Tanner am 08.06.2019 11:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rares

    da hätte sich Bares für Rares gefreut!

  • edr am 07.06.2019 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alt Eisen- Schrott.

    lasst den Schrott auf dem Anstrich liegen. der "karsummpel" hat eh keine Bedeutung mehr.

  • Micka am 07.06.2019 20:10 Report Diesen Beitrag melden

    Und Helgen an der Wand

    Und einige Helden hängen bestimmt privat bei gewissen Leuten zu Hause an der Wand.