Trotz 100 Kilogramm Unterschied

02. Dezember 2019 09:47; Akt: 02.12.2019 09:47 Print

Hobby-Jäger erschiesst irrtümlich Lama statt Reh

Wegen der braunen Fellfarbe hat im Unterwallis ein Jäger ein Lama erschossen. Der Besitzer trägt es mit Fassung.

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In der Unterwalliser Gemeinde Saillon ist es zu einer fatalen Verwechslung gekommen. Auf einem umzäunten Grundstück am Waldrand hielt dort ein Landwirt ein Dutzend Lamas.

Als sich unlängst ein Jagdhund der Umzäunung näherte, der für eine Gruppe von Jägern die Fährte eines Rehs aufgespürte, erschrak eines der Lamas derart, dass es panisch durch ein Loch im Gehege in den Wald flüchtete, wie Radio Rhone FM berichtet.

Christopher, wie das 130 Kilogramm schwere Tier hiess, hatte an diesem Tag keinen Schutzengel: Aufgrund seines braunen Fells verwechselte es ein Jäger mit einem rund 100 Kilogramm leichteren Reh und erlegte es.

Bauer gibt Jäger keine Schuld

Der Landwirt macht dem Jäger keinen Vorwurf: «Das kann passieren. Im Wald kann es rasch zu einer solchen Verwechslung kommen. Immerhin war das Lama wie der Rehbock braun.» Wie der Sender weiter berichtet, hat der Jäger seinen Fauxpas der Versicherung gemeldet, damit diese für den Schaden aufkommt.

Übrigens hat der Bauer alle seine Lamas nach Politikern benannt – Christopher etwa ist angelehnt an Staatsrat Christoph Darbellay. Ein neues Lama sei bereits in Auftrag gegeben, der Name allerdings noch nicht ausgewählt. Wie wäre es mit Oskar oder Viola?

(sul)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Daniel am 02.12.2019 09:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schiesswütig

    Einem Jäger der nicht identifiziert auf was er schiesst sollte das Patent entzogen werden! Nächstes Mal ist es ein Pilzler mit brauner Jacke .

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  • Markus B. am 02.12.2019 09:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Im Wallis nie braune Kleider tragen

    Also besser nie mit brauner Kleidung im Wallis joggen oder laufen gehen!

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  • Thomas H. am 02.12.2019 11:23 Report Diesen Beitrag melden

    Äh nein sowas darf eben nicht passieren

    war schon oft auf der Jagd (mein Schwiegervater ist Jäger) & es wird erst geschossen wenn man 100% sicher ist = das Tier ist klar identifiziert, falls der Schuss daneben gehen sollte, ist hinter dem Tier ein Schutzwall (Hügel o.ä.) damit es kein Querschläger gibt. Erst wenn man sicher ist, dass das Tier mit einem Schuss erlegt wird, der Schuss nicht im Nirwana verschwindet, erst dann drückt man ob oder man lässt es bleiben. Solche "Jäger" sind eine Schande für alle richtigen Jäger.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Timo am 03.12.2019 17:46 Report Diesen Beitrag melden

    100kg Reh?

    100kg Reh? Ist das aber ein sehr fettes reh. Rehböcke werden 25kg.

  • Virgilio Tempini am 03.12.2019 14:31 Report Diesen Beitrag melden

    Jäger L(Dr)amma

    Das war sicher ein Jäger der einfach geschossen hat.Rehe oder Lamma sind ein riesen Unterschied.Jäger hat hier sicher die Vorsichtspflicht und zuerst Schauen und erst dann abdrücken verletzt.Nach dem Motto. Was vor der Flinte kommt wird geschossen.Da sind auch Spaziergänger nicht sicher.So ein Jäger darf nicht mehr Flinte tragen.

  • Alexander Stebler am 03.12.2019 06:45 Report Diesen Beitrag melden

    Vegan leben wäre die Lösung

    Das ist genau das Problem bei der Jagd. Ein Wolf erwischt zuerst das schwächste Beutetier, manchen Jägern gelingt es offensichtlich nicht mal, ein Lama (oder wie kürzilch ein Fohlen in Deutschland!) von einem Reh zu unterschieden. Wir müssen unbedingt das natürliche Gleichgewicht wieder herstellen, das wir zerstört haben. Das steht in direkter Konkurrenz mit der Haltung sogenannter "Nutztiere", aber die braucht ja sowieso niemand. Schliesslich lebt es sich heute sehr gut vegan.

  • Bianchi am 03.12.2019 00:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Achtung Jagd

    Autofahrer müssen Sehtest machen. Wie ist es mit den Jägern? Es sieht so aus, dass auf alles geschossen wird was schnell und braun ist, sei es ein Lama, sein Bruder, ein Esel usw.

  • Bernie Peter am 02.12.2019 19:30 Report Diesen Beitrag melden

    Blindjagd

    Der "Jäger" hat wohl seine Jagdprüfung im Blindenheim absolviert. Jeder Jäger und jede Jägerin in diesem Land (doch doch, das Wallis zählt auch dazu...) weiss, dass das Wild eindeutig identifiziert werden muss, bevor es umgebracht wird.