Drama verhindert

02. Juni 2013 17:47; Akt: 02.06.2013 19:01 Print

Hochwasser-Konzept hielt den Fluten stand

von Nathalie Jufer - Der Stadt Bern blieb dieses Wochenende ein nasses Drama erspart. Das Hochwasserkonzept scheint aufzugehen.

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Vorsicht Beaver-Sperren: Hindernislauf für Sonntagsspaziergänger im Marzili. (Bild: MEO)

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Nach einem turbulenten Wochenende für Einsatzkräfte und Bewohner der Aare-Quartiere scheint das Schlimmste zumindest für den Moment überstanden. Feuerwehr, Zivilschutz und Polizei kämpften am Samstag gegen die enormen Wassermassen an. Schwemmholz wurde geborgen, Wassersperren errichtet und Uferwege gesperrt. «Insgesamt waren gegen 100 Personen in Bern im Einsatz» so Franz Märki von der Berufsfeuerwehr.

Neues Konzept scheint aufzugehen

Trotz den 400 Kubikmetern Wasser, die am späten Samstagnachmittag pro Sekunde die Aare runterstürzten, fühlte man sich im Mattequartier weitgehend sicher. «Die Feuerwehr war sehr schnell vor Ort», so Mättlerin Rosmarie Bernasconi. Ausserdem konnten sich die Bewohner laufend an einem Info-Wagen über den aktuellen Stand informieren. «Bilder vom Jahre 2005 hat in solchen Situationen aber sicher jeder Mätteler vor Augen», so Bernasconi. Damals trat die Aare über die Ufer und setzte die Matte weitgehend unter Wasser.
Das neue Hochwasserkonzept scheint jedoch aufzugehen: «Mit der Entnahme des Schwellenelements konnten wir sofort eine massive Entlastung bewirken», so Märki. Auch die Zahlen sprechen für das Konzept: In der Stadt wurden keine Schäden gemeldet – kantonal wurden rund 160 verzeichnet.