Nach dem Regen

14. Juli 2014 12:15; Akt: 14.07.2014 12:15 Print

Hochwasser in Bern – die Lage entspannt sich

In Bern beginnt die Feuerwehr mit dem Rückbau der Schutzmassnahmen. Die SBB-Linie Bern - Freiburg wird schrittweise wiedereröffnet.

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Bern atmet auf: Die Aare transportiert seit Sonntagabend weniger als 400 Kubikmeter Wasser pro Sekunde – die Gefahr nimmt ab, dass sie über die Ufer tritt. Die Schadengrenze liegt bei 420 Kubikmeter pro Sekunde. «Die Feuerwehr hat rechtzeitig reagiert und die Situation ist glimpflich ausgegangen», sagt Franz Märki, Sprecher der Berufsfeuerwehr Bern. «Wir haben nun entschieden mit den Rückbauarbeiten zu beginnen. Sandsäcke, Verschalungen und Beaver-Schläuche werden schrittweise wieder abgebaut», ergänzt Märki. Angestellte des städtischen Tiefbauamts werden weiterhin die Uferwege kontrollieren. Sofern diese nicht beschädigt sind, werden sie nach und nach wieder für Spaziergänger und Jogger freigegeben.

Bahnlinie wird wiedereröffnet

Die von einem Erdrutsch verschüttete Bahnlinie Bern-Freiburg wird am Montagmorgen schrittweise wiedereröffnet. Als erste verkehrten ab zirka 10 Uhr am Montagmorgen Regionalzüge der BLS. Bis zum Montagmittag sollten auch wieder Regioexpress- und Intercity-Züge die Strecke befahren. Die Strecke war am Samstagabend bei Flamatt FR von Schlamm und Geröll verschüttet worden. Die Erdmassen hatten sich nach heftigem Regen von einem steilen Hang gelöst. SBB-Sprecher Reto Schärli sagte am Montagmorgen auf Anfrage, dieses Erdreich habe man rasch entfernen können. Viel mehr Zeit beansprucht habe es, den Steilhang auf der Grenze der Gemeinden Überstorf und Wünnewil-Flamatt zu säubern. Dort sind zum Schutz vor Steinschlag Palisaden und Netze im Hang verankert. Mit Hilfe eines Helikopters installierte eine Firma am Sonntag am Hang auch neue Palisaden.

Gurten blieb verschont

Dem Regen getrotzt hat der Gurten, auf welchem ab Donnerstag das Gurtenfestival startet. «Der Aufbau war durch den Regen und die Kälte logischerweise mühsamer als sonst», bestätigt Philippe Cornu. Durch die gelegten Bodenplatten habe der Rasen aber keinen Schaden genommen. «Der Rasen befindet sich im guten Zustand und sollte bis zum Start des Festivals noch abtrocknen», erklärt Cornu. Die vor ein paar Jahren gelegten Drainagen hätten ihren Dienst getan und das Regenwasser problemlos abfliessen lassen.

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