Beinahe ertrunken

08. Februar 2019 15:36; Akt: 08.02.2019 15:37 Print

Hunde aus gefrorenem Weiher gerettet

In der Nähe von Meinisberg kam es am Donnerstag zu einem bedrohlichen Zwischenfall. Zwei Hunde brachen auf einem gefroren Weiher ein und konnten sich nicht mehr befreien.

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Jasmin H. war am Donnerstag mit ihrer Freundin und ihren insgesamt vier Hunden in der Region Legnau spazieren. Alles lief wie gewohnt: «Wir kannten die Strecke, doch entschieden uns, dieses Mal eine andere Schlaufe zu laufen», erzählt H. Die Hunde liefen frei umher, spielten miteinander und konnten sich auf dem weitläufigen Gelände austoben.

«Die Labradore rannten auf einmal um eine Ecke und waren plötzlich nicht mehr zu sehen», erinnert sich Jasmin H. Sie und ihre Freundin gingen im ersten Moment von keiner Gefahr aus, bemerkten jedoch kurz darauf, dass sich die Hunde auf einem gefrorenen Weiher, der mit Schilf zugewachsen und praktisch nicht zu erkennen war, befanden. «Wir versuchten noch, sie zurückzupfeifen, doch dann sind sie schon eingestürzt.»

«Ich war bis zum Bauch im Wasser»

Zeit, um lange zu überlegen, blieb keine: «Weit und breit war kein Haus in Sicht, wo man hätte Hilfe holen können», erinnert sich H. Sie versuchte zuerst, ihren Hunden mit einem morschen Baumstamm aus dem Loch zu helfen, das klappte jedoch nicht. «Eine der Hündinnen schaffte es auf einmal, sich zu befreien. Wahrscheinlich hat sie irgendwo kurz Halt gefunden», erinnert sich H.

Während sich der eine Hund selbst retten konnte, steckte die andere Labrador-Hündin Sativa noch im Wasser fest. «Von Sativa hörte man plötzlich keinen Ton mehr und mich überkam die Angst», erzählt Jasmin H.

So begab sie sich in den Weiher, um den Hund ihrer Freundin aus der bedrohlichen Situation zu retten. «Ich war bis zum Bauch im Wasser. Der Boden des Weihers war voll mit Schlamm, und ich musste aufpassen, dass ich nicht ausrutschte.» Sie schaffte es, Sativa an ihrem Halsband zu packen und aus dem Eisloch zu ziehen.

«Sie hatte kaum mehr Kraft in den Hinterbeinen»

Als beide Hunde in Sicherheit waren, war Jasmin H. sichtlich erleichtert. «Ich war noch nie in einer solchen Situation.» Sie ist froh, dass die Hunde unversehrt blieben. «Sativa hatte kaum mehr Kraft in den Hinterbeinen», schildert sie.

Mit dem Handy konnte die Freundin von Jasmin H. die letzten Sekunden der Rettung auf Film festgehalten: «Das Video zeigt nur wenig. Zuvor ging es wesentlich mehr zur Sache. Doch da hatten wir keine Zeit, um Videos zu machen.»

(rc)