Sanierung nötig

09. Juli 2014 14:10; Akt: 10.07.2014 11:23 Print

Huttwiler Badi hat Sicherheitsmängel

Die Dorfbadi in Huttwil ist potenziell gefährlich: Die Wassertiefe unter den Sprungbrettern ist zu gering. Für die nötigen Bauarbeiten wird ein Millionenbetrag fällig.

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Kinder freuen sich ueber das Sommerwetter, am Dienstag 24. Juli 2012 in der Badi Huttwil. (Bild: Keystone/Marcel Bieri)

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Ein Fachmann der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) hat im Huttwiler Schwimmbad Sicherheitsmängel entdeckt. Insbesondere beim Sprungturm sah er Probleme. So liegen etwa das 1-Meter- und das 3-Meter-Brett zu nahe beieinander. Auch ist die Wassertiefe unter dem Dreimeterbrett zu klein, wie der Huttwiler Gemeinderat am Mittwoch mitteilte. Die Gemeinde als Eigentümerin der Anlage und der Schwimmbadverein als deren Betreiberin reagierten aber noch vor Saisoneröffnung.

Millionenbetrag nötig

So wurde etwa das Dreimeter-Sprungbrett versteift, damit das Brett weniger federt und die Springer folglich nicht mehr so hoch springen können – und damit weniger tief ins Wasser eintauchen. Anfang Jahr genehmigte der Huttwiler Gemeinderat zur Behebung von wesentlichen Sicherheitsmängeln einen Kredit von 34'000 Franken. Huttwils Gemeindepräsident Hansjörg Muralt sagte am Mittwoch auf Anfrage, die Huttwiler Badi sei nie ein gefährliches Bad gewesen. Er selber sei in früheren Jahren auch vom Dreimeterbrett gesprungen. Die Wassertiefe unter dem Dreimeterbrett betrage rund 3,4 Meter.

Nach einem Gutachten hat sich der Huttwiler Gemeinderat gegen einen Neubau und für eine Sanierung des Schwimmbads aus dem Jahr 1922 entschieden. Er will zwei Varianten weiter bearbeiten lassen: Mit und ohne Anpassungen der Beckenanlagen. Der Gemeinderat hat einen weiteren Kredit genehmigt, damit ihm ein auf Schwimmbadsanierungen spezialisierter Architekt Varianten vorlegen kann. Der Gemeinderat rechnet mit einer Investition in siebenstelliger Höhe. Er will die Bevölkerung in die Planung einbeziehen.

(sda)