Stichverletzungen

06. Januar 2019 17:25; Akt: 06.01.2019 17:26 Print

Rätsel um Tötungsdelikt hält Moutier in Atem

In der Nacht auf Freitag ist in Moutier ein schwer verletzter Mann im Spital verstorben. Er dürfte Opfer eines Tötungsdelikts in Moutier geworden sein. Doch die Umstände bleiben unklar.

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Moutier: Ein 7500 kleines Städtchen am Rande des Berner Juras. Für viele ist der Ort zum Sinnbild geworden für den Konflikt zwischen den Kantonen Bern und Jura Doch seit letzten Freitag ist der Ort auch Schauplatz eines grausamen Tötungsdeliktes, bei dem ein Mann nach Stichverletzungen im Spital verstarb. Gegen 2 Uhr morgens ging bei der Kantonspolizei Bern die Meldung über einen schwer verletzten Mann ein, der von Privatpersonen ins Spital eingeliefert worden sei. Gemäss ersten Erkenntnissen muss von einem Tötungsdelikt ausgegangen werden, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt. Der Mann hatte sich in der Nacht im Beisein mehrerer Personen in einer Liegenschaft an der Rue Centrale in Moutier aufgehalten, von wo aus er mit Stichverletzungen ins Spital gebracht worden wa Auch drei Tage nach der Bluttat kommen nur wenige Informationen an die Öffentlichkeit. Telebärn hatte am Samstag berichtet, dass die betreffende Liegenschaft einer thailändischen Familie gehören würde. Das Haus sei zurzeit leer gewesen, aber offenbar sei es immer wieder an asiatische Restaurantmitarbeiter vermietet worden. 20 Minuten rief bei der thailändischen Familie an, um Genaueres zu erfahren. Diese war jedoch nicht bereit, Aussagen zu dem Vorfall zu machen. Im Gespräch mit den Dorfbewohnern von Moutier wird klar, dass nur wenige etwas von dem Vorfall mitbekommen haben. Viele Anwohner fügen an, dass die thailändische Familie äusserst selten den Kontakt mit Einheimischen suchte und sich teilweise abschottete. Ein Nachbar an der Rue Centrale teilt gegenüber 20 Minuten mit, dass er in der Nacht nichts mitbekommen habe. Erst ab dem Morgen sei er auf die Polizeiautos aufmerksam geworden: «Die Polizei war den ganzen Tag damit beschäftigt, das Grundstück zu untersuchen.» Der Verstorbene ist formell noch nicht identifiziert, es bestehen jedoch konkrete Hinweise auf seine Identität. Vier Personen, die sich zum Zeitpunkt der Ereignisse mutmasslich mit dem Opfer im Haus aufgehalten hatten, wurden festgenommen. Ihre Rollen in diesem Zusammenhang sind Gegenstand der weiteren laufenden Ermittlungen.

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Moutier: Ein 7500 kleines Städtchen am Rande des Berner Juras. Für viele ist der Ort zum Sinnbild geworden für den Konflikt zwischen den Kantonen Bern und Jura. Seit letzten Freitag ist der Ort auch Schauplatz einer Bluttat.

Der verstorbene Mann hatte sich in der Nacht im Beisein mehrerer Personen in einer Liegenschaft an der Rue Centrale in Moutier aufgehalten, von wo aus er in der Nacht mit Stichverletzungen ins Spital gebracht worden war. Gemäss ersten Erkenntnissen muss von einem Tötungsdelikt ausgegangen werden, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt.

Welche Rolle spielten die Besitzer des Hauses?

Auch zwei Tage nach der Bluttat gelangen nur wenige Informationen an die Öffentlichkeit. Telebärn hatte am Samstag berichtet, dass die betreffende Liegenschaft einer thailändischen Familie gehöre. Das Haus sei zurzeit leer, sei offenbar aber immer wieder an asiatische Restaurantmitarbeiter vermietet worden.

20 Minuten rief bei der thailändischen Familie an, um Genaueres zu erfahren. Diese war jedoch nicht bereit, Aussagen zu dem Vorfall zu machen. Im Gespräch mit den Dorfbewohnern von Moutier wird klar, dass nur wenige etwas vom Tötungsdelikt mitbekommen haben. Viele Anwohner fügen an, dass die thailändische Familie äusserst selten den Kontakt mit Einheimischen gesucht habe und sich teilweise sogar abschottete.

Bizarre Stimmung im Städtchen

Ein Nachbar des Schauplatzes an der Rue Centrale teilt gegenüber 20 Minuten mit, dass er in der Nacht nichts mitbekommen habe. Erst am Morgen sei er auf die Polizeiautos aufmerksam geworden: «Die Polizei war den ganzen Tag damit beschäftigt, das Grundstück zu untersuchen.»

Die Stimmung in Moutier sei bizarr, erklärt der Anwohner. Dass solch ein Tötungsdelikt hier geschehen sei, wolle man nicht wahrhaben. Obwohl bisher nur wenige Details zu den Hintergründen bekannt sind, äussert sich der Mann selbstsicher: «Hier in Moutier hat deswegen niemand Angst.»

Vier Personen festgenommen

Der Verstorbene ist formell noch nicht identifiziert, es bestehen jedoch konkrete Hinweise auf seine Identität. Vier Personen, die sich zum Zeitpunkt der Ereignisse mutmasslich mit dem Opfer im Haus aufgehalten hatten, wurden festgenommen. Ihre Rollen in diesem Zusammenhang sind Gegenstand der weiteren laufenden Ermittlungen.

(bho)