Farbe für die Nationalbank

27. April 2018 10:40; Akt: 27.04.2018 11:55 Print

In Bern war wieder ein Sprayer-Grosi am Werk

Die Bundesstadt hat ein weiteres Sprayer-Grosi. Am Freitagmorgen besprayte eine ältere Aktivistin die Baufassade der Schweizerischen Nationalbank.

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Erneut hat ein Sprayer-Grosi die Schweizerische Nationalbank ins Visier genommen. Mit roter Farbe sprayte die Aktivistin auf die Absperrung beim Bundesplatz mahnend: «Liebe Schweizer Nationalbank. Bitte erinnere dich, wozu wir dich gegründet haben.» Zusammen mit rund acht weiteren Mitgliedern der Vollgeld-Initiative hat sie dieses Statement gegen die SNB abgegeben.

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Gemeinsam wollen die Initianten darauf aufmerksam machen, dass die Nationalbank ihren ursprünglichen Gründungszweck vergessen habe. «Die Nationalbank ist da, um Schweizer Geld herzustellen, nicht um die Privatisierung des Schweizer Geldes durch private Geschäftsbanken zu fördern», sagt Initiant Raffael Wüthrich. Zwar hat die Nationalbank seit 1891 das Monopol auf die Bargeldherstellung. Dieses macht jedoch nur etwas über zehn Prozent des Geldes aus, das in der Schweiz im Umlauf ist. Der Rest ist elektronisches Geld oder eben Buchgeld, das von Privatbanken stammt. Die Vollgeld-Initiative verlangt, dass die SNB künftig aber sämtliches Geld, das verwendet wird, schafft.

Die Aktion verlief ohne Zwischenfälle – «weder die Polizei noch Sicherheitsleute sind aufgetaucht, das hat uns selber erstaunt», sagt Wüthrich.


Mehr Infos zu den Hintergründen der Vollgeld-Initiative finden Sie HIER.

(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Wilhelm Tell am 27.04.2018 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht abgeschoben, sondern ernst genommen werden

    Auch ältere Menschen haben eine eigene politische Meinung! Auch Sie wollen gehört werden, und nicht belächelt und abgeschoben werden!

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  • Katja Wohmann am 27.04.2018 11:50 Report Diesen Beitrag melden

    Unsere SNB druckt Geld in rauhen Mengen

    und kauft wie die Chinesen alles mit dem wertlosen Geld auf. Nun dürfen die Arbeiter via Dividenden echte Werte an die Chinesen und die SNB erarbeiten. Da sie weiter einen Lohn erhalten, merken sie nicht einmal, dass sie schon längst verstklavt wurden. Schon die Römer wussten, Brot und Spiele reichen für ein Volk.

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  • Alex96_unregistriert am 27.04.2018 11:06 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentlich...

    ... hat sie ja Recht. Das Bargeld geht in Vergessenheit, das Bargeld wird nicht mehr gefördert was ich eigentlich sehr schade finde. Es ist das alles nicht mehr, was es mal war. ;(

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Albert am 27.04.2018 20:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo

    Wo war der securitas vom geraniummarkt?

  • Herr PaTERNOSTER am 27.04.2018 16:29 Report Diesen Beitrag melden

    ja genau

    das wird wahrlich ein grosser Fall werden, vermutlich

  • U. Kern am 27.04.2018 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Vorbild

    Keine Unerstützungsgelder mehr via NFA für Bern. Bern muss lernen zu arbeiten und erfolgreich zu werden. Nehmt Euch alle ein Beispiel an Zürich. Wir können es auch.

  • M.N. am 27.04.2018 15:51 Report Diesen Beitrag melden

    Alter schützt vor Torheit nicht....

    Mir fehlt ein bisschen das Verständnis, wenn alte Leute das Gefühl haben, sie müssen sich auf das Niveau junger Kravallanten begeben um cool zu sein. Eigentlich sollten sie als Vorbild vorangehen und dazu gehört sicher nicht, dass man das Eigentum Dritter besprayt nur um sich in der Öffentlichkeit profilieren zu können. Aber es gibt ja auch immer mehr ältere Menschen, die klauen und sich mit dem baldigen Tod vor Augen einen Dreck um die Gesetze kümmern. Die Justiz sollte da unabhängig vom Alter rigoros durchgreifen.

  • Rolando Fleckflitzer am 27.04.2018 15:34 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Sinnvoller Einsatz

    Die alte Dame ist doch der Hammer. Der Schaden kann doch die SNB gleich selber bezahlen, bei der Kohle. Ich nehme mir ein Beispiel an die Grosi-Sprayer. Die Jungen laufen schneller, aber die Alten kennen die Abkürzungen. Bravo Grosi.