Für über 100'000 Franken

03. Februar 2020 04:44; Akt: 05.02.2020 09:44 Print

Influencer sollen Winter-Tourismus ankurbeln

30 Influencer hat Schweiz Tourismus für eine Konferenz ins Land geholt, damit sie den Winter-Tourismus bewerben. Dafür greifen die Veranstalter tief in die Tasche.

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Nach zwei Austragungen im Sommer findet derzeit die erste Winterausgabe des «Switzerland Tourism Influencer Summit» statt. 30 Influencer aus 20 Ländern hat Schweiz Tourismus nach Andermatt UR eingeladen, damit sie vom 1. bis 6. Februar auf Social Media kräftig für den Schweizer Winter werben. «Der Winter ist eine wichtige touristische Saison für die Schweiz, weshalb auch die sozialen Medien eine wichtige Plattform für den Winter darstellen», erklärt Markus Berger, Leiter der Unternehmenskommunikation von Schweiz Tourismus. Die Konferenz-Teilnehmer wurden gezielt ausgewählt: «Aus den von Schweiz Tourismus bearbeiteten Märkten wurden die besten Influencer für ein bestimmtes Thema eingeladen», erklärt Berger. Mehr als die Hälfte aller Teilnehmer werden nach dem Start in Andermatt ins Berner Oberland und ins Wallis ausschwärmen. Die Krönung der Konferenz, ist das Abschlussreferat vom gefragten Influencer Jonathan Kubben, zum Thema: «Wie man virtuelle Reichweite für konkrete Anliegen in der realen Welt nutzt.» Die Hotels, die Ausflüge und der Transport sind für die Influencer inbegriffen. «Die Gesamtkosten für den Aufenthalt liegen im tiefen sechsstelligen Bereich», so Berger. «Mit jedem Teilnehmenden wurde zudem ein Vertrag abgeschlossen, in welchem definiert ist, welche Leistungen er zu erbringen hat und wie er dafür entschädigt wird», so Berger weiter. «Ich muss täglich Fotos, Videos und Instagramstorys posten», erzählt die brasilianische Influencerin Sabrina Bull. Wie viel Geld sie dafür von Schweiz Tourismus erhält, will sie nicht verraten.

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Nach zwei Austragungen im Sommer findet derzeit die erste Winterausgabe des «Switzerland Tourism Influencer Summit» statt. 30 Influencer aus 20 Ländern hat Schweiz Tourismus nach Andermatt UR eingeladen, damit sie vom 1. bis 6. Februar auf Social Media kräftig für den Schweizer Winter werben.

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«Der Winter ist eine wichtige touristische Saison für die Schweiz, weshalb auch die sozialen Medien eine wichtige Plattform für den Winter darstellen», erklärt Markus Berger, Leiter der Unternehmenskommunikation von Schweiz Tourismus.

Ausflüge ins Berner Oberland und Wallis

Die Konferenz-Teilnehmer wurden gezielt ausgewählt: «Aus den von Schweiz Tourismus bearbeiteten Märkten wurden die besten Influencer für ein bestimmtes Thema eingeladen», erklärt Berger. Für jeden sei ein individuelles Programm zusammengestellt worden.

So stehen etwa Schneeschuhlaufen, Kajakfahren, Freeriden, Skifahren oder Luxus Spa auf dem Programm. Mehr als die Hälfte aller Teilnehmer wird nach dem Start in Andermatt ins Berner Oberland und ins Wallis ausschwärmen. «Die Influencer werden die Schweiz auf einer Fahrt im Glacier Express entdecken», erläutert Berger. «Anschliessend besuchen sie je nach Spezialisierung Crans-Montana VS, Gstaad BE, Interlaken BE und Davos GR.»

Für Influencer ist alles inbegriffen

Die Hotels, die Ausflüge und der Transport sind für alle Influencer inbegriffen. «Die Gesamtkosten für den Aufenthalt liegen im tiefen sechsstelligen Bereich», so Berger. Um herauszufinden, ob sich ein solcher Aufwand für Schweiz Tourismus lohnt, würden Faktoren wie Reichweite, Likes und Kommentare der Posts gemessen und eine Zufriedensheitsanalyse bei den Influencern gemacht.

«Mit jedem Teilnehmenden wurde ein Vertrag abgeschlossen, in welchem definiert ist, welche Leistungen er zu erbringen hat und wie er dafür entschädigt wird», so Berger weiter. Diese Leistungen würden Fotos, Videos oder sonstige Posts in den Sozialen Medien beinhalten. Die Entschädigung der Influencer hänge vom Herkunftsland, von der Reichweite und von ihren Communities ab.

«Ich muss täglich Fotos, Videos und Storys posten»

«Ich muss täglich Fotos, Videos und Instagramstorys posten», erzählt die brasilianische Influencerin Sabrina Bull. Zu jedem Ort, den sie in der Schweiz besuche, werde sie ein Youtube-Video produzieren, in dem sie ihre Eindrücke festhalte und den erhaltenen Service beurteile. Wie viel Geld sie dafür von Schweiz Tourismus erhält, will Bull nicht verraten.

(km)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Schweizer am 03.02.2020 07:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    NoGo

    Ich kann mit Influenzer nichts anfangen. Sehe keinen nutzen diese Leute gratis durchzufüttern.

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  • Rino am 03.02.2020 07:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur ein Satz

    Wer nichts wird,wird Influencer.

  • JuWuHu am 03.02.2020 07:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zu teuer

    Die würden besser etwas realistischere, bezahlbare Preise verlangen, dann wär der Andrang auch grösser. Influencer kann man von mir aus gerne spühlen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Schweiz Tourismus Skeptiker am 04.02.2020 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Unterstütz diese Schnösels doch noch mehr

    Den Schweiz Tourismus Leuten scheinen wohl die Ideen ausgegangen zu sein um Leute mit knapp 5'-10000 Followern so zu verwöhnen... das Geld könnte bestimmt anders eingesetzt werden und würde lokalen Gebieten zu Gute kommen.. aber eben #dasmachenwasandereschonlangemachen #istameinfachsten

  • Einheimische Touristenübersättigte am 04.02.2020 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nicht noch mehr

    Bitte, bitte nicht noch mehr Touristen nach Interlaken locken. Das Mass ist schon lange voll. Schenkt den Einheimischen Gratistickets für Schneesport/ Wellness etc. Danke

  • Rônin am 04.02.2020 11:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer Influenzern glaubt,

    ist selber schuld. Es ist allgemein bekannt, das diese Leute finanziert werden.

  • peter laufmann am 03.02.2020 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    Ohjemine, lol

    die Chinesen will man nicht mehr und holt sich dafür die Netzgrippe.

  • M. Kipfer, Baden am 03.02.2020 15:20 Report Diesen Beitrag melden

    Ideen sind gefragt, ihr Trittbrettfahrer

    Und Schweiz Tourismus glaubt wirklich dass irgendeiner der Influencer Followers wegen diesen Bildchen in die Schweiz reist um Ferien zumachen. Die meisten Followers sind aus Ländern und Gesellschaftsschichten welche sich nie eine Ferienreise in die Schweiz leisten können. Zudem die Werbung mit Influencer schon zur Vergangenheit gehört. Mehr Marketinginnovation ist angesagt als sich als Trittbrettfahrer zu versuchen, Schweiz Tourimus. Ideen sind gefragt.

    • peter laufmann am 03.02.2020 17:20 Report Diesen Beitrag melden

      Die einzige Idee ist Geld.

      Mit flexiblen Preisen reitz man das Nimmersattsein bis zum geht nicht mehr aus, statt einfach atraktiver und besser zu werden. Edel? Nein man steht sich so im Regen die Füsse platt!

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