Fahrende in Biel

02. Mai 2014 14:36; Akt: 02.05.2014 15:41 Print

Jenische dürfen noch eine Woche in Nidau bleiben

Die Jenischen, die derzeit in Nidau für mehr Stand- und Durchgangsplätze protestieren, können eine weitere Woche auf dem Gelände bleiben. Laut Behörden zeichnet sich eine Lösung ab.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Jenischen hatten vor einigen Tagen in Bern ein Protestcamp errichtet, um auf ihre Forderung nach mehr Stand- und Durchgangsplätzen in der Schweiz und insbesondere im Kanton Bern aufmerksam zu machen. Die Polizei räumte das Camp, weil das Land für die Frühjahrsmesse BEA benötigt wurde.

Danach begaben sich die Jenischen nach Nidau. Das Gelände liegt zwar auf Nidauer Boden, gehört aber der Stadt Biel. Die beiden Städte versprachen den Jenischen zunächst, sie könnten bis zum kommenden Montag bleiben. Bis dahin sollte eine Lösung für ihr Platzproblem gefunden werden, so das Ziel. Eine Lösung scheint sich nun abzuzeichnen, doch braucht es dafür nach Angaben der beiden Städte vom Freitag etwas mehr Zeit.

Zuversicht bei den Jenischen

Nidau und Biel haben nun, im Einvernehmen mit dem Kanton Bern, den Aufenthalt der Jenischen bis zum 9. Mai bewilligt. Wie die allenfalls getroffene Lösung aussieht, wollen die beiden Städte noch vor Ablauf dieses Termins bekannt geben.

Bei den Jenischen freut man sich über die guten Nachrichten: «Endlich kommt Bewegung in die Sache», sagt Sprecher Claude Gerzner gegenüber 20 Minuten. Die Behörden hätten ihr Problem anscheinend erkannt und würden dieses nun anpacken. Entsprechend gross ist bei den Fahrenden nun die Hoffnung auf eine endgültige Lösung. «Ich bin zuversichtlich, dass schon bald ein festes Plätzchen für uns bereit steht.»

(cha/sda)