Trampolin-Unglück in Belp BE

18. Februar 2020 13:57; Akt: 18.02.2020 16:56 Print

«Beim Purzelbaum schlug sie mit dem Kopf auf»

Am Freitag ist eine 13-jährige Bernerin nach einem Unfall in der Belper Trampolin-Halle gestorben. Am Dienstag äusserten sich die Betreiber zum Unglück.

Marcel Meier, Betreiber der Trampolinghalle Bounce Lab, mit Details zum Unglück. (Video: miw/km)
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Die Betreiber des Bounce Lab in Belp, wo vergangene Woche ein Mädchen (13) verunfallte und später verstarb, traten am Dienstag vor die Medien. Der Unfall geht Inhaber Marcel Meier sichtlich nahe. Während den nächsten 45 Minuten, in denen er Medienvertretern Details zum Unglück gibt, kämpft er immer wieder mit den Tränen und Stimmversagen. Die 13-Jährige sei zusammen mit einer Freundin in die Halle gekommen. Dort hätten sie sich völlig unauffällig verhalten, so Meier: «Kein Sprung war höher als 30 Zentimeter.» Er und sein Team hätten die Videoaufnahmen ausgewertet.

Das Unglück sei schliesslich beim Purzelbaumschlagen geschehen: «Beim dritten Purzelbaum rollte das Kind über die Sicherheitsmatte. Es konnte sich nicht festhalten und schlug schliesslich mit dem Kopf auf dem Boden auf, wobei es sich die tödlichen Verletzungen zuzog. Innert weniger Sekunden seien Ersthelfer vor Ort gewesen.

«Keine Fehler»

«Es gibt keinen Mangel an der Infrastruktur, wir haben keine Fehler gemacht. Auch die Kinder haben nichts Falsches gemacht. Es war schlicht ein tragischer Unfall», sagt Meier.

Mit der Opferfamilie stehe man in losem Kontakt. «Heute fand die Beerdigung des Mädchens statt. Wir haben es selber erst gerade erfahren.» Er und sein Team würden der Familie die volle Unterstützungen zusichern, sofern sie dies wolle. «Wir würden gerne die Einnahmen der letzten Tage der Familie spenden.»

Alles ist anders

Man habe sich bewusst dazu entschieden, den Betrieb im Bounce Lab laufen zu lassen. Meier: «Wir denken, dass es nicht im Sinne der Verstorbenen ist, dass andere Kinder bei uns nicht mehr lachen können.» Auch habe man den Mitarbeitern ein Stück Normalität geben wollen.

Auch wenn das Unglück tragisch sei, will Meier das Bounce Lab weiterführen: «Wir sind entschlossen, weiterzumachen. Auch wenn alles anders ist als vorher.» Das Team mache weiter für all die Kinder, die gerne ins Bounce Lab kämen. «Für mich lebt das verunglückte Mädchen in jedem Kinderlachen weiter.» Mit diesen Worten beendet Meier seine Ausführungen.

(miw/km/cho)