60'000 Franken gespendet

15. Oktober 2019 08:38; Akt: 15.10.2019 09:31 Print

Zoo gerettet – «Wir sind überwältigt, sprachlos»

Vorläufiges Happy End für den finanziell angeschlagenen Privatzoo in Kallnach: Ein Crowdfunding spülte bis am Dienstagmorgen fast 60'000 Franken in die Kassen.

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Erfolgreiches Crowdfunding: Am frühen Dienstagmorgen war der Zähler bereits bei über 58'000 Franken. Betriebsleiter John-David Bauder kann sein Glück kaum fassen: «Wir sind überwältigt, sprachlos. Wir hätten niemals damit gerechnet, dass es so schnell geht. Die Freude und Dankbarkeit sind riesig.» Vor Kurzem noch hätten die Aussichten für Johns kleine Farm düsterer nicht sein können: Aufgrund eines Brandfalls im vergangenen Jahr und zusätzlicher Verpflichtungen war der Privatzoo in eine finanzielle Notlage geraten. 50'000 Franken mussten schleunigst zusammengetrieben werden, um den Betrieb für die nächsten Monate sicherzustellen. Ansonsten wären über 280 Tiere und 13 Mitarbeiter auf der Strasse gestanden. Für die Affen und die Luchse sei die Situation besonders schwierig, sagte Bauder. Diese hätten die schlechtesten Chancen ein passendes Zuhause zu finden. «Die Luchse wurden von Hand aufgezogen, was es besonders schwierig macht einen neuen Platz zu finden.» Beliebter Privatzoo: 4000 Personen besuchen jedes Jahr Johns kleine Farm. Vor allem Kinder erfreuen sich täglich an den Lamas, Waschbären, Berberaffen und vielen weitere Tierarten. Johns kleine Farm ist kein gewöhnlicher Zoo. Mensch und Tier sind hier ganz Nah Beieinander. Die Waschbären können durch das Gitter sogar berührt werden. Bauder mit einem weissen Barockesel. Von denen soll es nur noch knapp 300 Tiere geben. Johns ständige Begleiterin. Mithilfe einer neuen Zoobar, Luchsseminaren, Fotoshootings und privaten Zooführungen will Bauder seine 286 Tiere und 13 Mitarbeiter vor dem Ruin retten. «Noch kämpfen wir, noch sind wir da», erklärt er. Er hoffe, dass das Geld so schnell wie möglich zusammengetrieben werde, damit Johns kleine Farm eine Zukunft habe. Bisher hat der Zoo durch das Crowdfunding knapp 17'000 Franken gesammelt.

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Vor Kurzem noch hätten die Aussichten für Johns kleine Farm düsterer nicht sein können: Aufgrund eines Brandfalls im vergangenen Jahr und zusätzlicher Verpflichtungen war der Privatzoo in eine finanzielle Notlage geraten. 50'000 Franken mussten schleunigst zusammengetrieben werden, um den Betrieb für die nächsten Monate sicherzustellen. Ein Freund des beliebten Zoos hatte hierfür ein Crowdfunding gestartet.

Überwältigt, sprachlos

Dieses war höchst erfolgreich, wie sich nun eindrücklich zeigt: Am frühen Dienstagmorgen war der Zähler bereits bei über 58'000 Franken. Allein im Verlauf des Montags, als 20 Minuten über Johns kleine Farm berichtet hatte, spendeten Menschen über 30'000 Franken. Betriebsleiter John-David Bauder kann sein Glück kaum fassen: «Wir sind überwältigt, sprachlos. Wir hätten niemals damit gerechnet, dass es so schnell geht. Die Freude und Dankbarkeit sind riesig.»

Nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Lehrlinge entspanne sich die Situation nun erheblich: «Sie mussten die letzten Tage um ihre Zukunft bangen.»

Ganz aus dem Schneider ist der Privatzoo allerdings nicht. Um die Existenz mittel- bis langfristig zu gewährleisten, muss noch mehr Geld beschafft werden: 80'000 Franken für das nächste Jahr, 120'000 Franken für einen langjährigen Fortbestand.


(sul)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nabo am 15.10.2019 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Mal ein Dankeschön

    Ich, meinerseits, möchte mal all jenen danken, die für gute Zwecke spenden. Ich denke, ohne Menschen, die dies tun, ginge vielerorts gar nichts mehr. HERZLICHEN Dank

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  • Pe Ta am 15.10.2019 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Nachrichten

    Toll!!! Ich hoffe den Tieren geht's gut! Das ist das allerwichtigste...

  • Patrik am 15.10.2019 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Danke an alle spender

    Danke an alle die Menschen die so Herzlich Gespendet haben. Ich fiende das eine tolle sache hoffe das noch mehr da zu kommt ihr seit einfach super

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kari am 15.10.2019 21:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wobei...

    ... gut gebeizt wären die auch geniessbar.

  • Seeländer am 15.10.2019 16:24 Report Diesen Beitrag melden

    Und nun die Realität

    Und nun ist es der Zeitpunkt um Wetten abzuschliessen. Wann kommt die gleiche Meldung wieder: a) 3 Monate b) 6 Monate c) 12 Monate d) länger als 12 Monate Ich tippe auf b), aufgrund persönlicher Kenntnis der Situation und Personen. Schade, so werden die Spenden eigentlich missbraucht.

  • PDL am 15.10.2019 14:45 Report Diesen Beitrag melden

    Tue Gutes

    Tue Gutes und hilf den Tieren!

  • bergfrau am 15.10.2019 13:30 Report Diesen Beitrag melden

    schön

    super danke, es gibt tolle, tierliebende menschen, da geht einem das herz auf:-)

  • Dave am 15.10.2019 13:18 Report Diesen Beitrag melden

    Schwammige Angelegenheit

    Als Spender würde ich Einsicht in den Businessplan verlangen. Ich finde es ja schön, dass der Zoo kurzfristig weitermachen kann, jedoch scheinen die Beträge aus der Luft gegriffen und machen überhaupt keinen Sinn. Warum brauch es 50K für "ein paar Monate" (was auch immer das heissen mag), dann aber nur noch 80K für ein ganzes Jahr, und dann nur noch 120K für mehrere Jahre? Dann stellt sich noch die Frage ob es eine Summenrechnug ist oder jeder Betrag eigenständig benötigt wird. Für mich ist das ganze sehr untransparent und wirkt unprofessionell. Ich bezweifle, dass es einen sauberen Plan gibt.