Pisa-Studie

05. Dezember 2011 21:14; Akt: 05.12.2011 23:05 Print

Junge Berner vor allem in Mathe stark

von Bigna Silberschmidt - Die Pisa-Studie erteilt deutschsprachigen Berner Schülern gute Noten: Besonders die Mathe-Ader pulsiert bei den Jugendlichen stark. Beim Lesen besteht aber Handlungsbedarf.

storybild

Die deutschsprachigen Berner Schüler glänzen in der Pisa-Studie. (Colourbox.com)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Neuntklässler und Lehrer aus dem deutschsprachigen Berner Kantonsteil dürfen sich auf die Schultern klopfen: In den Naturwissenschaften erreichten sie laut der ak­tuellen Pisa-Studie 2009 satte 525 Punkte (Schweiz 517), in Mathe gar 539 (536). Damit ­liegen sie deutlich über dem Landesdurchschnitt. Im Lesen sind sie genau im Mittelmass (502).

Etwas schlechter sieht es bei den Schülern im französischsprachigen Kantonsteil aus: Diese liegen im Lesen (495) und in Mathe (531) zwar nahe am Durchschnitt, bei den Naturwissenschaften (497) aber deutlich darunter. Trotzdem ist Robert Furrer, Generalsekretär der Berner Bildungsdirektion, zufrieden: «Nur wenige Kantone schneiden statistisch signifikant besser ab», weiss er.

Eine weitere Erkenntnis der Studie: Berner Modis sind im Lesen viel stärker als Giele. «Dies hat damit zu tun, dass Mädchen in der Freizeit lieber und öfter lesen», so Furrer. Schwächer ist die Leseleistung auch bei Schülern mit Migrationshintergrund und/oder aus bildungsfernen Milieus. «Wir werden nun in allen Fächern und auch ausserschulisch Leseförderung betreiben», so Furrer. Fremdsprachige würden zudem in ihrer Herkunftssprache gestärkt, was sich positiv auf ihre Fähigkeit auswirke, Deutsch zu lernen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Nemo am 06.12.2011 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Das glaub ich gerne.

    Bern ist der Kanton, der am meisten Subventionen abgreifft. Da lernen die Kids sehr früh, damit zu rechnen. Hinzu kommen noch die Ausgleichzahlungen der anderen Kantone. Auch das muss man einrechnen können. Darum sind die da so gut.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nemo am 06.12.2011 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Das glaub ich gerne.

    Bern ist der Kanton, der am meisten Subventionen abgreifft. Da lernen die Kids sehr früh, damit zu rechnen. Hinzu kommen noch die Ausgleichzahlungen der anderen Kantone. Auch das muss man einrechnen können. Darum sind die da so gut.

    • Berner am 06.12.2011 20:24 Report Diesen Beitrag melden

      gute Testresultate

      Es ist doch schon unglaublich, wie man aus guten Testresultaten negative Ansätze finden kann! Dass der Kanton Bern so hohe Ausgleichszahlungen erhält, ist nicht unberechtigt: 1. Zu wenig attraktiv für Reiche, da hohe Steuern (anders nicht möglich, wie im Kanton Zug z. B.). 2. Unternehmensstandort zu wenig attraktiv, da zu wenig nahe am Ausland gelegen. 3. Viele Nichtberner beziehen Leistungen dieses Kantos (Schwimmbäder, Winterskiorte, Museen usw.), bezahlen dafür aber nichts! Sehen Sie, warum der Kanton Bern, berechtigterweise, so viele Ausgleichszahlungen erhält? ;)

    • André am 07.12.2011 17:31 Report Diesen Beitrag melden

      Noch ein einig Volk?

      Immer dieses Theater wegen den Subventionen an den Kanton Bern. Wenn es für uns nicht mehr selbstverständlich ist, dass die Schweiz ein Bundesstaat mit den vereinigten Kantonen ist, dann können wir ja diesen Bundesstaat gleich wieder auflösen und aus jedem Kanton einen kleinen Zwergstaat machen, ob und das weiterbringt sei dahingestellt, ich persönlich zweifle daran.

    einklappen einklappen