19. April 2005 04:51; Akt: 18.04.2005 21:27 Print

Junge FDP will der Reithalle auf die Finger schauen

Ausgerechnet die Jungfreisinnigen wollen der autonomen Reitschule bei ihrer Buchhaltung helfen: ein Angebot mit Hintergedanken.

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Um einen reinen Freundschaftsdienst handelt es sich bei der Aktion nämlich nicht. «Wir wollen wissen, was mit dem Geld der Reitschule passiert», gibt Christian Wasserfallen von den Jungfreisinnigen zu. In einem offenen Brief bieten die Jungpolitiker dem Kulturzentrum deshalb an, gemeinsam ein Buchhaltungssystem zu entwickeln. «Auf jeden Fall müssen die Finanzen endlich transparent gestaltet werden», findet Wasserfallen.

Viel Zeit hat die Reithalle nicht, ihre Zahlen ins Reine zu bringen: Bereits im Herbst soll darüber abgestimmt werden, ob das Kulturzentrum künftig überhaupt noch öffentliche Gelder erhält. SVP-Grossrat Thomas Fuchs, der die Volksinitiative «Keine Sonderrechte für die Reitschule» ins Rollen brachte, findet grundsätzlich Gefallen am Vorschlag der Jungpolitiker: «Die Reitschule muss offenlegen, wohin die Steuergelder fliessen.»

Trotzdem: Jung-FDPler Wasserfallen erwartet nicht, dass das Kulturzentrum viel Begeisterung fürs bürgerliche Hilfsangebot zeigt. Die Betreiber der Reitschule wollen denn auch tatsächlich noch keine Stellung beziehen: «Wir werden das Ganze aber besprechen», verspricht Agnes Hofmann.

Raffaela Moresi