Vorkehrmassnahmen

26. Februar 2020 14:42; Akt: 26.02.2020 15:10 Print

Corona-Wohnungen in Bern eingerichtet

Die Lage wird ernster: Im Kanton Bern werden Vorkehrmassnahmen gegen das Coronavirus intensiviert.

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Am Mittwoch, kurz vor 14 Uhr, teilt der Kanton Bern der Öffentlichkeit mit: «Angesichts der rasch zunehmenden Coronavirus-Fälle in Norditalien und dem ersten bestätigten Fall in der Schweiz ist auch der Kanton Bern in erhöhter Bereitschaft. Die Behörden und das Gesundheitswesen haben die Vorkehrungsmassnahmen intensiviert und sind auf ein Auftreten des neuen Coronavirus vorbereitet.»

Konkret bedeutet das: Der Kanton Bern ist dran, Plätze zu schaffen, um mögliche Betroffene in Quarantäne zu nehmen. Dafür haben die Behörden in den Gebäuden des ehemaligen Jugendheims von Prêles zwei Wohnungen bereitgestellt. Dort könne man im Ernstfall 24 Personen unterbringen und betreuen. «Die Wohnungen sind so eingerichtet, dass man es vor Ort gut zwei Wochen aushalten kann», sagt Sprecher Gundekar Giebel.

Doch nicht alle Verdachtsfälle müssen in den Berner Jura: «Das Kantonsarztamt strebt an, dass Personen ohne Krankheitszeichen eine 14 Tage dauernde Quarantäne nach Möglichkeit zuhause verbringen können.» Dies gilt jedoch nur für Personen, die in Einzelhaushalten leben. Wird aus einem Verdachtsfall ein Infizierter, kommt dieser in ein Berner Spital, wo er wegen des Corona-Virus behandelt wird.

Bislang alle Tests negativ

Bislang gibt es laut Giebel im Kanton Bern keine Infizierte und auch keine Personen unter Quarantäne – «sämtliche Tests, die im Kanton Bern bislang ausgewertet wurden, sind negativ ausgefallen.» Einige seien zur Zeit aber noch hängig, «diese Personen sind nun angehalten, sich nicht all zu sehr zu bewegen», so Giebel.

Seid hygienisch!

Auch ruft der Kanton seine Bevölkerung auf, dem Coronavirus in Eigenregie entgegenzutreten: «Die Bevölkerung kann einen wesentlichen Beitrag zum eigenen Schutz leisten, indem sie die Hygienemassnahmen umsetzt, die auch bei einer Grippe üblich sind», heisst es in einer Mitteilung.

Weil sich die Lage laufend ändern kann, empfiehlt das Kantonsarztamt, sich regelmässig auf der Webseite des BAG zu informieren: (www.bag.admin.ch/2019-ncov).

(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Anna Mia am 26.02.2020 15:00 Report Diesen Beitrag melden

    Spucken

    Man sollte die Leute auch darauf hinweisen, dass man auch nicht auf den Boden spucken sollte. Denn der nächste der darüber läuft, nimmt es mit den Schuhen mit nach Hause und voilà - da haben wir das Geschenk.

  • Mausi am 26.02.2020 16:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was ist mit Schwangeren?

    Ich habe eine Frage, was ist eigentlich mit Schwangeren? Über alles mögliche wird geredet nur darüber hab ich noch nirgends etwas gefunden. Gehören Sie zu der Risikogruppe? Was passiert mit dem Kind? Wie werden sie behandelt? Ich hab gerade der BAG Hotline angerufen da hiess es das ist eine sehr gute Frage. Sie hätten noch keinen Fall gehabt. Ich empfinde die Aufklärung der Bevölkerung als lückenhaft.

    einklappen einklappen
  • Ursula am 26.02.2020 16:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sterilium

    Womit kann ich mir die Hände desinfizieren, wenn kaum mehr Desinfektionsmittel erhältlich sind? Ich war gestern in einem grossen Coop um welche zu kaufen, doch dort war alles ausverkauft. Ich gehe davon aus, dass es überall so ist.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Benji the beagle am 26.02.2020 19:47 Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • simu am 26.02.2020 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    bla bla bla

    Ich gehe einfach nicht zum Arzt. Hab da genügend wirkungsvolle mittel die jeden Virus töten aber von der Farma verteufelt werden.

  • Tinu am 26.02.2020 19:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lachnummer!

    Wow...ganze 24 Personen kann man unterbringen. Das kann man ja wohl nicht Ernst nehmen! Wohin mit all den Anderen?

  • simu am 26.02.2020 19:13 Report Diesen Beitrag melden

    bla bla bla

    am besten bleiben alle zuhause und gehen nur für das nötigste raus. Wozu muss man die Kinder in die Schule schicken wo es dann explosionsartig verteilt werden kann. Das gleiche im öv und den Grossbüros. Aber ja die wirtschaft natürlich. Hauptsache panik verbreiten aber ja nichts wirungsvolles dagegen unternehmen sonst können ein paar firmenbosse kein umsatz mehr erzeugen.

  • Smyleface am 26.02.2020 19:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Freie Zimmer?

    Dort will wohl niemand einziehen müssen