Laute Kühe und falsche Alarme

19. Dezember 2018 05:46; Akt: 19.12.2018 05:46 Print

Das waren die etwas anderen Einsätze der Kapo

Die Arbeit der Kantonspolizei Bern ist häufig verbunden mit Gewalt, Unfällen oder Todesfällen. Jedoch finden sich auch besonders kuriose Einsätze, die zum Schmunzeln anregen.

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Ein Mann stirbt in Schwarzenburg. Die Polizei kann ein Gewaltdelikt nicht ausschliessen und nimmt deshalb seine Freundin fest. Ein 11-jähriges Mädchen wird in Gümligen von einem LKW überfahren und verstirbt. In einer Kletterhalle bei Ostermundigen stürzt ein neunjähriger Bub und stirbt im Spital an seinen Verletzungen.

Auch im Jahr 2018 ereigneten sich im Kanton Bern tragische Todesfälle und Unglücke. Ereignisse wie diese bedeuten jeweils eine grosse Belastung für die Polizisten. Unter den 128'000 Einsätzen im Jahr – also rund 350 pro Tag – finden sich aber auch kuriose und überraschende Geschichten, über die auch die erfahrenen Beamten aus Bern lachen können. Hier eine Auflistung der schrägsten Fälle 2018.

Nachtruhe
Gemuhe statt Ruhe

Wer neben einem Bauernhof wohnt oder selber Tiere hat, der weiss, dass an manchen Tagen kaum an Schlaf zu denken ist.
In zwei Fällen wurden Anwohner durch tierischen Lärm jedoch so penetrant um den Schlaf gebracht, dass die Polizei alarmiert werden musste. Sünder in beiden Fällen waren Kühen, die schon seit Stunden muhten und partout nicht damit aufhören wollten. Vor Ort konnten die jeweiligen Besitzer rasch ausfindig gemacht werden. Erfreulicherweise waren ihre Kühe bei bester Gesundheit – und sahen sich gerade nach männlichen Partnern um.

Einbruch
Bekanntes Gesicht

Das Prozedere nach einem Einbruch ist meistens gleich: Die Polizei sichert die Spuren beim betreffenden Wohneigentum und fahndet nach den Tätern. Bei einem Fall war der Sachverhalt jedoch komplett anders. Die Kantonspolizei Bern hatte es mit einem in der Nachbarschaft bekannten Gesicht zu tun. Kein Krimineller, sondern ein verzweifelter Mann, der seinen Wohnungschlüssel verloren hatte. Er informierte die Beamten und gab an, dass er in Kürze in seine Wohnung einbrechen werde. Das Vorhaben wurde zur Kenntnis genommen, um allfällige Beobachtungen aus der Nachbarschaft bei Meldungseingang besser einordnen zu können.

Sirren
Aliens am Werk?

Nächtlicher Lärm und gemeldete Ruhestörungen sind häufige Gründe für Einsätze. Doch bei manchen Geräuschen muss auch die Polizei zweimal hinhören. Eine Frau klagte über ein lautes Sirren und alarmierte deshalb die Polizei. Vor Ort stellten die Polizisten tatsächlich ein aussergewöhnliches lautes Geräusch fest. Nach Abklärungen stellte sich heraus, dass das Sirren durch eine elektronische Diebstahlsicherung eines Velos ausgelöst wurde.

Was war das?
Scherben um Mitternacht

Ein lauter Knall und das Geräusch von berstendem Glas riss eine Frau nach Mitternacht aus dem Schlaf. Im Glauben, ein Einbrecher habe sich Zutritt zu ihrer Wohnung verschafft, alarmierte sie besorgt die Polizei. Doch sofortigem Anrücken und intensiver Nachschau vor Ort konnten die Einsatzkräfte niemanden entdecken. Was war also passiert? Nun ja, ein Bild hatte sich selbstständig gemacht und war auf den Boden gefallen. Daneben Porzellanfiguren und Glasskulpturen. Doch wie sagt man so schön, Scherben bringen Glück.

Liebesdrama?
Gegenstände fliegen aus Fenster

Wir alle kennen diese Szenen aus berühmten Hollywoodfilmen: Ein Pärchen hat sich gestritten, eventuell sogar getrennt. Kleider und Möbel des Partners werden symbolträchtig aus dem Fenster geworfen. Eine solche Szene erlebte eine Anwohnerin und rief den Notruf. Abklärungen der Polizei ergaben aber schliesslich, dass die Bewohner der entsprechenden Wohnung bloss ihren Umzug vorbereitet hatten und ihre Beziehung intakt war.


(bho)