«Brigadier Broccoli»

03. Juli 2013 11:55; Akt: 03.07.2013 12:36 Print

Katze ist offizielles Mitglied der Armee

Nach vielen Dienstjahren ohne ordentliche Anerkennung ist die Waffenplatz-Katze «Brigadier Broccoli» nun Teil des Schweizer Militärs. Ihr Auftrag: Sie soll für gute Stimmung sorgen.

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Die Schweizer Armee hat ein tierisches neues Mitglied: Hauskatze «Brigadier Broccoli», die 2005 auf dem Waffenplatz in Lyss zugelaufen ist, gehört nun offiziell zum Inventar des Korps. Einen militärischen Auftrag hat die vierbeinige Mitarbeiterin allerdings nicht.

«Brigadier Broccoli» kümmert sich schon seit Jahren um das seelische Wohl der rund 400 Soldaten und Rekruten in der Kaserne. «Sie sorgt einfach dafür, dass auf dem Waffenplatz gute Stimmung herrscht», sagt Werner Holzer, stellvertretender Waffenplatzverwalter der «Berner Zeitung». Ein ehemaliger Rekrut verrät gegenüber 20 Minuten: «Broccoli ist der Star der Kaserne. Viele bringen von den Wochenenden Leckereien für die Katze mit.» Besonders bei Nachtwachen schätze man die tierische Gesellschaft.

Als erste Mahlzeit gabs Broccoli

Dass der zehnjährige Stubentiger nun offiziell Teil des Militärs ist, habe mehrere Vorteile. Die Soldaten müssen das Futter nicht mehr selbst bezahlen. Und der Tierarzt rückt nach Lyss aus, wenn «Brigadier Broccoli» etwas fehlt oder eine Impfung ansteht. Ihren Namen hat die Katze übrigens seit ihrer Ankunft beim Militär – Broccoli war das Erste, was der zugelaufene Vierbeiner bei der Armee gefressen hat.

Mit der Aufnahme ins Korps ist «Brigadier Broccoli» das dritte Schweizer Armee-Büsi. Laut «Berner Zeitung» gibt es noch zwei weitere am Standort Sand-Schönbühl. Die haben aber ein anderes Aufgabengebiet: Statt für die gute Atmosphäre sind sie offiziell fürs «Bekämpfen von Mäusen in Hafer-, Heu- und Strohlager» zuständig.

Die beiden Arbeits-Katzen sind denn auch nicht ganz so populär wie die Lysser Katze mit der Lizenz zum Schmusen: «Brigadier Broccoli» hat Fans in der ganzen Schweiz und über 700 Freunde auf Facebook. Und manchmal, verrät Verwalter Holzer, landen sogar Fresspäckli für das pelzige Armee-Mitglied in der Feldpost.

(nj)