Petition zurückgewiesen

21. Juni 2016 14:25; Akt: 21.06.2016 15:38 Print

Kein Geld vom Kanton für Subinger Raubtierpark

Eine Petition verlangte, dass der Kanton Solothurn den Raubtierpark von René Strickler finanziell unterstützt. Dafür fehlen laut Regierung aber die nötigen Rechtsgrundlagen.

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Für René Stricklers Raubtierpark wirds immer enger: Der Kanton Solothurn will und kann den von der Schliessung bedrohten Park in Subingen finanziell nicht unterstützen. Die Regierung weist eine in einer Petition erhobene Forderung zurück.

Die Gruppe Pro Raubtierpark René Strickler hatte die Petition am 4. Mai eingereicht. Darin wurde gefordert, dass der Kanton Solothurn den Raubtierpark unter seine Schirmherrschaft stellen, diesen finanziell unterstützen sowie beim Bund Subventionen beantragen soll. Zudem wird in der Bittschrift vorgeschlagen, einen Neubau des Raubtierparks auf den noch verfügbaren Flächen des Industrieareals Attisholz Süd grob zu analysieren.

Keine gesetzlichen Grundlagen

Der Solothurner Regierungsrat könne dieser Bittschrift nicht entsprechen, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit. Das in der Petition geforderte finanzielle Engagement des Kantons Solothurn bedinge eine gesetzliche Grundlage. Diese sei nicht gegeben. Der Betrieb eines Raubtierparkes auf dem Industrieareal Luterbach lasse sich mit den planerischen Absichten nicht vereinbaren. Zudem seien keine geeigneten Flächen verfügbar.

Die Abgabe eines Grundstückes, das im Besitz des Kantons steht, ist für die Solothurner Regierung gleichbedeutend wie eine direkte finanzielle Unterstützung. Die Regierung weist darauf hin, dass auch auf Bundesebene keine gesetzlichen Grundlagen bestehen, welche die finanzielle Unterstützung des Raubtierparkes ermöglichen würden.

Vor Bundesgericht hängig

Über dem Raubtierpark von René Strickler mit seinen 20 Tigern, Löwen, Bären und Pumas sowie mehreren Hunden, Ziegen und Schweinen schwebt das Damoklesschwert. Laut einem Urteil des Amtsgerichts Bucheggberg-Wasseramt hätte Strickler das Gelände in den kommenden Wochen definitiv räumen müssen. Die Kleintiere hätten laut Gerichtsbeschluss bis am 15. Juni das Gelände verlassen müssen, die Raubtiere bis spätestens am 15. Juli. Gegen das vom solothurnischen Obergericht bestätigte erstinstanzliche Urteil legte Strickler inzwischen Beschwerde ein.

Das Bundesgericht will zuerst über das Gesuch um die aufschiebende Wirkung der Beschwerde der Parkverantwortlichen entscheiden. Es räumte dem Obergericht des Kantons Solothurn eine Frist bis zum 1. Juli ein, um sich zur Forderung nach der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde zu äussern.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • MiHe am 21.06.2016 16:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kenne den Park gut

    Was für Schwachsinn in den Kommentaren steht. Herr Strickler hat seit Jahren versucht, alles hinauszuzögern. Ist schon zig Mal an die Behörden geraten. Ein richtiger Tierfreund hätte sich dahintergeklemmt, einen neuen Platz zu finden. Ihm wurden x verschiedene geeignete Plätze angeboten, die er alle ausschlug. Er wollte nichts machen und hat lieber gewartet, dass vielleicht jemand anderes seine Büez erledigt. Und jetzt, wo es nicht klappt, versucht er auf Mitleid zu machen. Die Tiere tun mir richtig leid, weil das ganze auf ihrem Rücken ausgetragen wird. Verfolge das ganze seit langem und hatte anfangs noch Mitleid, aber Herr Strickler hätte schon lange reagieren müssen anstatt Däumchen zu drehen.

  • 1971 am 21.06.2016 15:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An alle...

    An alle, die es so schade finden, dass der Park zu geht: Wenn ihr alle 100.- einzahlt, wäre das Problem wohl gelöst.

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  • kein mitleid am 21.06.2016 16:08 Report Diesen Beitrag melden

    hatte er..

    .. nicht auch die Möglichkeit gehabt die Tiere nach Afrika in ein Nationalpark zu geben es aber aus Egoismus weil er und nur er den Tieren schauen kann?!.. Zudem weiss er das schon seit einigen Jahren!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Urs Leutwiler am 23.06.2016 23:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Teures Land

    Ich war letzten Sonntag mit der Familie da. Die Tiere sind sehr gut gepflegt und die meisten zeigen keine Stresssymptome. Ich finde es einfach verrückt, wieviel in unserem Land ein Stück Grund und Boden kostet. Weder die Lage noch das Gelände in Subingen sind etwas Besonderes. Und trotzdem soll das über 10 Millionen kosten? Wahnsinn! In der Schweiz hat es je länger je mehr keinen Platz mehr für Leben. Jeder Quadratmeter muss Rendite abwerfen. Sehr schade!

  • tänu am 22.06.2016 09:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Strickler hat alles gegeben!

    Strickler hat auf dem nichts einen park errichtet, viel investiert und ein zuhause für seine tiere geschaffen! dann ist es doch logisch, dass er da bleiben will! ich finde es schade dass man ihn verjagt. es geht um srechtliche, aber was ist mit den lieben tieren? die finden nicht so eifach wie ein mensch wieder ein zuhause!

    • Karina am 22.06.2016 14:34 Report Diesen Beitrag melden

      Denken erlaubt, sonst bitte schweigen

      kein Mitleid - weisst Du, welchen Schwachsinn du schreibst. Stelle Dir vor, du zügelst einen Eisbär aus dem Zoo Basel nach Grönland. Der geht dort innert Wochen ein, er hätte keine Bindung zu seinen Betreuer und seiner Umgebung, keine Nahrungsmittel, die er im Zoo bekommt, ein anderes Klima etc. Genau so ist es mit den Wildkatzen. Die haben eine sehr enge Bindung zu Hr. Strickler. Die kann man nicht einfach so zügeln und gut ist, abgesehen vom Klima etc. Zudem sind sie ja nicht alle im gleichen Gehege. Die Kosten wären immens und die Überlebenschance wohl sehr klein. Hört auf solchen Schwachs

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  • Friedemann Sonntag am 22.06.2016 08:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    FRECHHEIT

    Dafür ist mal wieder kein Geld vorhanden! Aber überall Flüchtlingszentren einrichten, das geht! Ich finde das eine Sauerei, umsomehr, als sich der Inhaber während vieler Jahre enorm viel Mühe gegeben hat und sein Herzblut einsetzte! Und nun kommen ein paar Bürokraten und wollen alles zerstören!

  • Jane38 am 22.06.2016 08:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    weshalb

    verstehe nicht weshalb man diesen park nicht unterstützt und es zu einem schönen ort macht in dem sich tier und mensch wohl fühlt. schade wirklich

  • Vany am 21.06.2016 23:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwache Kommentare

    Und alle tun so als würden sie alles wissen, jedes Schreiben, jede Ablehnung, alles habt ihr gelesen oder was? Weshalb wird jedes Mal über einen Menschen gesprochen den ihr nicht persönlich kennt. In etlichen Kommentaren lese ich "selber schuld ich verfolge den park schon lange", na und verfolgen und wissen sind zwei Paar Schuhe ! Ihr denkt sein Leben zu kennen, nur weil es ihm die Zeitung schreibt