Thuner ÖV

18. Dezember 2018 10:43; Akt: 18.12.2018 10:43 Print

Fahren wegen Hooligans keine Fan-Busse mehr?

Die Ausschreitungen vom Wochenende rund um den Bahnhof Thun schlagen weiter hohe Wellen. Nun fordert der Verkehrsbetrieb STI Konsequenzen und stellt ein Ultimatum.

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Nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Thun kam es am Bahnhof zu heftigen Ausschreitungen. Fussball-Anhänger lieferten sich eine Strassenschlacht mit der Polizei. Es flogen Fahrräder, Steine und Tische durch die Gegend. Nun äussert sich Thomas Wegmann, Direktor der Thuner Verkehrsbetriebe STI: «So geht es nicht mehr weiter.» Die entstandenen Kosten sollen übernommen werden und die Sicherheit aller Unbteiligten, insbesondere diejenige der Chauffeuere, soll künftig gewährleistet werden.«Wir können jetzt nicht einfach in den Winterschlaf übergehen.» Die Forderungen vonseiten der STI sind klar. Sollten diese nicht umgesetzt werden, behält sich das Unternehmen weitere Schritte vor: «Werden die offenen Fragen nicht geklärt, behalten wir uns vor, die Fans bei Risikospielen nicht mehr mit Shuttlebussen zum Stadion und zurück zu transportieren.» Nach wie vor laufen die Ermittlungen der Kantonspolizei Polizei auf Hochtouren. «Wir sind unter anderem daran, das Videomaterial auszuwerten», erklärt Sprecherin Ramona Mock. «Unser Ziel ist ganz klar, die Beteiligten zu identifizieren. Gleich zwei Busse wurden von den Randalierenden übel zugerichtet. Auch Rauchbomben wurden von Fans gezündet. Die Polizei setzte Pfefferspray und Gummischrot ein. Nach dem Ende des Spiels kam es beim Bahnhof zu den Ausschreitungen. Die Randalierer haben laut Lesern Schottersteine von den Gleisen geholt und durch die Gegend geworfen. Die Steine lagen auch spät in der Nacht am Bahnhof verstreut herum. Eine eingeschlagene Bus-Scheibe. Die Busse waren bereits leer, als die Scheiben in die Brüche gingen. Nicht nur Fahrzeuge, auch Gebäude wurden beschädigt. Die Kapo spricht von einem Sachschaden im höheren fünfstelligen Bereich. Laut Kapo wurden fünf Polizisten verletzt. Aber auch Fans seien teils verletzt worden.

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Kaputte Velos, zerbrochene Busscheiben, faustgrosse Steine und etliche Polizisten: Wer sich letzten Samstag am Bahnhof Thun aufhielt, wähnte sich beinahe in einem Kriegsgebiet. Nach dem Fussballmatch zwischen dem FC Thun und dem Grasshopper-Club Zürich lieferten sich Anhänger des Zürcher Rekordmeisters wüste Scharmützel mit den Beamten. Die Zerstörungswust der Chaoten war grenzenlos, viele Passanten zeigten sich schockiert.

Nun hat auch Thomas Wegmann, Direktor der Thuner Verkehrsbetriebe STI, genug: «So geht es nicht mehr weiter», sagt er. Er will die Vorkomnisse nun mit beiden Fussballvereinen, aber auch der Swiss Football League, der SBB und der BLS diskutieren. Die entstandenen Kosten sollen übernommen werden und die Sicherheit aller Unbeteiligten, insbesondere diejenige der Chauffeuere, soll künftig gewährleistet werden.«Wir können jetzt nicht einfach in den Winterschlaf übergehen», mahnt er.

«Offene Fragen müssen geklärt werden»

Die Forderungen von Seiten der STI sind klar. Sollten diese nicht umgesetzt werden, behält sich das Unternehmen weitere Schritte vor: «Werden die offenen Fragen nicht geklärt, behalten wir uns vor, die Fans bei Risikospielen nicht mehr mit Shuttlebussen zum Stadion und zurück zu transportieren.»

Nach wie vor laufen die Ermittlungen der Kantonspolizei Bern auf Hochtouren. «Wir sind unter anderem daran, das Videomaterial auszuwerten», erklärt Sprecherin Ramona Mock gegenüber der «Berner Zeitung». «Unser Ziel ist ganz klar: die Beteiligten zu identifizieren.

(bho)