Bern

21. Februar 2011 23:03; Akt: 21.02.2011 21:23 Print

Keine speziellen Klassen für Problemkinder

von Patrick Marbach - Die Berner Kantonsregierung will keine Time-out-Klassen. Ausgeschlossene Schüler sollen auch künftig einzeln betreut werden.

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Wenn Lehrer mit ihrem Latein am Ende sind, weil Schüler sich nicht an Regeln halten oder den Unterricht stören, können sie die Tunichtgute ausschliessen. «Im letzten Schuljahr hatten wir im Kanton Bern 64 solcher Fälle», sagt Erwin Sommer von der Fachstelle Schulaufsicht. Hauptsächlich waren es Realschüler im Alter von 14 bis 16 Jahren, bei denen man zu ­diesem letzten Mittel greifen musste. Es wurden aber auch schon Kindergärtler ausgeschlossen.

Während der bis zu zwölf Wochen dauernden Besinnungspause werden die Kids individuell beschäftigt: «Das ist enorm schwierig, man kann nicht alle zum Kiesschaufeln auf Werkhöfe schicken», sagt EVP-Grossrat Daniel Steiner. Auch um das Recht auf Bildung dieser Schüler zu wahren und ihre Wiedereingliederung zu fördern, brauche es für sie spezielle Time-out-Klassen.

Doch der Regierungsrat lehnt Steiners Vorstoss ab. Er befürchtet, dass Problemkinder leichtfertig in solche Sonderklassen abgeschoben würden und sich dort gegenseitig negativ beeinflussen könnten. Es sei wichtig, die Betroffenen einzeln zu begleiten und gemeinsam mit Eltern und Fachleuten ein lokales Netzwerk für sie aufzubauen. Zudem wären die jährlichen Kosten mit 450 000 Franken pro Time-out-Klasse zu hoch.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sonja am 23.02.2011 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Eltern sollen für Kosten aufkommen

    Es kann / darf nicht sein, dass der Schweizer-Staat dieses Manko übernehmen soll. Eltern haben die alleinige Verantwortung für ihre Kinder, so einfach ist die Sache.

  • Edi Brunner, Bümpliz am 22.02.2011 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Es lebe unser Subventionskanton

    Unser Subventionskanton hat ja Geld genug. Kuschelpädagogik puur. Das feige Versteck der politischen Korrektheit lässt grüssen.

  • Hans am 24.02.2011 20:15 Report Diesen Beitrag melden

    Nachhilfe-Std. sollen Eltern berappern

    Nur so kann nachhaltig Ordnung geschaffen werden, dort wo das Defizit entsteht.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Hans am 24.02.2011 20:15 Report Diesen Beitrag melden

    Nachhilfe-Std. sollen Eltern berappern

    Nur so kann nachhaltig Ordnung geschaffen werden, dort wo das Defizit entsteht.

  • Sonja am 23.02.2011 11:22 Report Diesen Beitrag melden

    Eltern sollen für Kosten aufkommen

    Es kann / darf nicht sein, dass der Schweizer-Staat dieses Manko übernehmen soll. Eltern haben die alleinige Verantwortung für ihre Kinder, so einfach ist die Sache.

  • Manu am 23.02.2011 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Irre...

    Ja klar... so kann man es auch machen... statt die Schlechten besser zu machen, macht man einfach die Guten schlechter... auch so kann man Chancengleichheit schaffen. Einfach gleich wenig Chancen für alle ! Toller Trend !! Hauptache Sozial...

  • max hart am 23.02.2011 07:54 Report Diesen Beitrag melden

    na super

    ja genau, steckt sieh alleine zusammen mit den selben leuten. das wird sie sicher bessern. so ein schwachsinn. so werden die kinder auch nicht gebessert. so wirds nur schlimmer...

  • Micina am 22.02.2011 16:49 Report Diesen Beitrag melden

    Harter Arbeitseinsatz anstatt individuelle Beschäf

    Sie halten sich nicht an die Regeln, stören den Unterricht und die anderen massiv - und erhalten dafür eine individuelle Betreuung und Beschäftigung. Wer bezahlt das? Wie wäre es stattdessen mit einem harten Arbeitseinsatz, z.B. bei einem Bergbauern, ohne Handy, Computer, Alkohol und Zigaretten? Ob sich da vielleicht wirklich etwas verändern würde bei diesen Tunichguten?