Weltrekord

20. September 2017 11:17; Akt: 20.09.2017 18:29 Print

Keiner wirft den Bumerang schneller als dieser Mann

von Mira Weingartner - Der schnellste Bumerangwerfer der Welt kommt aus dem Kanton Bern: Manuel Schütz hat in Frankreich einen neuen Weltrekord aufgestellt.

Hier stellt Manuel Schütz den Weltrekord auf (Video: zvg)
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Innert 14,07 Sekunden zur Weltbestmarke – dies ist Manuel Schütz aus dem bernischen Hinterkappelen am letzten Wochenende gelungen. An einem Bumerang-Turnier in Frankreich hat der 39-Jährige mit seinem Wurfholz in der Disziplin «Fast Catch» einen Weltrekord aufgestellt.

Seine fünf über 20 Meter langen Würfe und Fänge hatte er dabei so perfekt ausgeführt, dass er den bisherigen Rekord von 14,6 Sekunden (Adam Ruhf, USA, 1996) um satte 0,53 Sekunde unterbieten konnte. «Beim Bumerangwerfen ist eine halbe Sekunde eine halbe Weltreise», sagt der neue Rekordhalter nicht ohne Stolz.

Obwohl der Sportler bereits über 15 Schweizer-, vier Europa- und sogar fünf Weltmeister-Titel in der Tasche hat, sei es ein unglaubliches Gefühl, einen Weltrekord aufgestellt zu haben: «Ich kann es kaum fassen, ich freue mich riesig», sagt der Bumerang-Meister.

Physiklehrer und Naturtalent

Sicher dürften dem Mathematik- und Physik-Lehrer die Neigungswinkel des Bumerangs, der Luftwiderstand und die Bewegungslehre keine grossen Schwierigkeiten bereiten. Doch laut Schütz ist es in erster Linie die jahrelange Erfahrung und Leidenschaft, die ihm bei der Sportart in die Hände spielen. «Schon als Junge faszinierte ich mich für Bumerangs», sagt Schütz. So habe er etwa sehr früh gelernt, die genaue Flugbahn seiner Würfe zu lesen. Auch tüftelt er seit längerem an den perfekten Konstruktionen. So stammt auch der Bumerang, mit dem er die fünf Würfe innert 14,07 Sekunden tätigte, aus der heimischen Werkstatt.

«Nicht wie beim Tennis»

Allgemein müssen die Bumerang-Sportler bei vielem allein klarkommen: Zuschauer gibt es jeweils wenige, Sponsoren noch viel seltener. Gab es für den frischgebackenen Weltrekordhalter wenigstens ein saftiges Preisgeld? «Nein, wir sind hier nicht beim Tennis», meint Schütz. Das sei aber auch gut so: «Geld vergiftet eine Randsportart.» Und mit falschem Ehrgeiz können die Bumerangwerfer überhaupt nichts anfangen: «Während dem Turnier sind wir zwar Konkurrenten, doch nach dem Spiel wie eine grosse Familie.» So hätten sie am vergangenen Wochenende in Frankreich auch alle zusammen Schütz' Weltrekord gefeiert.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Lisa Nuna am 21.09.2017 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wau!

    Sooo gut. Gratuliere Manuel Schütz! Die Freude, die er im Video ausstrahlt, ist ansteckend und unbezahlbar. So schön! Weiter so :))))))

  • M. Kehl am 21.09.2017 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Spitzenleistung

    Gratuliere! tolles Video - weiter so!

  • Bumi Fan am 21.09.2017 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wuuuschhhhhh

    Cool, wurfsicherer als Crocodile Dundee:D! Herzlichen Glückwunsch!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Bumi Fan am 21.09.2017 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wuuuschhhhhh

    Cool, wurfsicherer als Crocodile Dundee:D! Herzlichen Glückwunsch!

  • M. Kehl am 21.09.2017 10:07 Report Diesen Beitrag melden

    Spitzenleistung

    Gratuliere! tolles Video - weiter so!

  • Lisa Nuna am 21.09.2017 08:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wau!

    Sooo gut. Gratuliere Manuel Schütz! Die Freude, die er im Video ausstrahlt, ist ansteckend und unbezahlbar. So schön! Weiter so :))))))

  • Typhoeus am 20.09.2017 22:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unglaublich, was es für

    sportliche Disziplinen gibt

  • Andreas W. am 20.09.2017 22:13 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Leistung, aber...

    Wenn ich das richtig sehe, wurde der Rekord von Hand gestoppt. 0.53 Sekunden, mit dem Finger an der Stoppuhr...wie genau kann das sein?

    • Manuel Schütz am 20.09.2017 22:37 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort an Andreas W

      Das ist richtig. Hightech können wir uns nicht leisten. Die gestoppten Zeiten waren: 14.03s, 14.07s, 14.12s und Backup-Uhr bei 14.28s (falls eine der drei offiziellen Uhren ausfällt). Die mittlere der 3 Zeiten zählt. Eine Bildanalyse des Videos ergab 14.12s +-0.05s. Aufmerksame Zeitnehmer kommen typischerweise auf +-0.1s Genauigkeit. Die drei Jungs an der Linie machten also ganze Arbeit.

    • Typhoeus am 20.09.2017 22:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Manuel Schütz

      super

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