Bizarres Bordell in Bern

20. März 2019 16:08; Akt: 20.03.2019 16:45 Print

Anzeige gegen Anbieter der Kinder-Sexpuppe

Der Mietvertrag soll gekündigt werden, Anzeige wurde eingereicht und die Polizei ermittelt: Für den Bordell-Betreiber hat das Angebot der Lolita-Puppe Konsequenzen.

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Die Berichterstattung zur Kinder-Sexpuppe Lolita, die in einem Berner Bordell an Freier vermietet wird, schlägt hohe Wellen – und hat nun offenbar Folgen für den Betreiber: Nachdem die Hauseigentümer vom Angebot erfuhren, hätten sie am Mittwochmorgen Anzeige erstattet, teilt die Hausverwaltung 20 Minuten mit: «Wir als Eigentümerschaft können so etwas nicht akzeptieren und sahen uns zum Handeln gezwungen. Die Bilder sind schockierend.»

Ermittlungen laufen

Die Kantonspolizei Bern gibt an, an der Adresse des Puppen-Etablissements bisher «keine aussergewöhnliche Situation oder besondere Feststellungen» registriert zu haben. «Wir gehen den Hinweisen jedoch nach und tätigen derzeit verschiedene Abklärungen», so Sprecher Dino Dal Farra.

Ob dem Betreiber nun Ungemach vom Staat droht, ist jedoch unklar. Laut den Berner Behörden fällt sein Betrieb nicht unter das Prostitutionsgesetz. Höchstens bautechnische Aspekte gelte es zu berücksichtigen – etwa wegen den Lärmemissionen oder der Zonenkonformität.

Wer steckt dahinter?

Laut den Bewirtschaftern der Immobilie ist unklar, welche Person das Angebot aufgeschaltet hatte: «Wir können nicht ausschliessen, dass es sich um ein Untermietverhältnis handelt», heisst es. Sämtliche Mieter des Wohnhauses seien wie üblich abgeklärt worden. «Alle Bewohner haben ein unverdächtiges Leben und eine normale Anstellung», so die Verwalter. Sie seien fast sicher, dass es sich nicht um eine dort wohnhafte Person handle. Falls dem dennoch so sei, wollen sie das Mietverhältnis kündigen.

Der Betreiber des Puppen-Bordells war für 20 Minuten nach wie vor nicht erreichbar. Er wurde jedoch bereits aktiv: Die Internetseite wurde am Mittwoch vom Netz genommen. Auf einschlägigen Erotikportalen ist das Angebot allerdings nach wie vor zu finden.

(cho)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tobias am 20.03.2019 16:40 Report Diesen Beitrag melden

    Das kleinere übel

    Lieber eine Puppe als ein echtes Kind.

    einklappen einklappen
  • Ralle am 20.03.2019 16:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wohl kaum...

    Naja das Angebot kann man ja durchaus moralisch in Frage stellen aber ist es denn wirklich verboten ? Wenn ich mich zb mit einem aufblasbarem Schaf vergnüge, habe ich dann Tiersex ? eher nicht..

    einklappen einklappen
  • Dexter am 20.03.2019 16:59 Report Diesen Beitrag melden

    Ich frage mich...

    ...mit welcher Absicht die Medien überhaupt den Besitzer des Bordells kontaktieren wollen und das Ganze so aufbauschen. Falls eine strafbare Handlung vorliegt (was trotz moralischer Verweflichkeit scheinbar nicht der Fall ist), ist es Sache der Behörden, dies zu verfolgen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Muro83 am 20.03.2019 19:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Darf man nicht unterstützen

    Wie krank ist das denn! Egal ob echt oder nicht.. es bleibt moralisch verwerflich und ich finde es absolut krank! Man muss solche Dinge nicht fördern und man weiss ganz genau wo es hinführt.

  • Mir am 20.03.2019 19:31 Report Diesen Beitrag melden

    Ist doch nur Kunststoff

    Was in Bordells teilweise mit echten Frauen gemacht wird, was manche "über sich ergehen lassen", finde ich irgendwie schlimmer, als was man mit einer Puppe, einem leblosen Objekt, anstellt.

  • Ian am 20.03.2019 18:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nicht änderbar

    Ihr könnt die Triebe solcher Menschen eh nicht ändern, egal wie viele wütende Smileys ihr auf Facebook postet. Sie sind nun einmal da und können auch nichts für ihre Vorlieben. Lieber so, als dass es zu einem Übergriff kommt.

  • LCFR am 20.03.2019 18:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    prävention

    ...hat sich auch jemand überlegt, dass dank diesem angebot wahrscheinlich oder auch vielleicht weniger lebende kinder geschändet werden?? ich sehs von dieser seite, und somit ist dieses anprangern absolut fehl am platz..

  • Anonym am 20.03.2019 18:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie bitte?

    Sie ähnelt der heutigen Generation Jael & Co, und offenbar scheint ein Markt dafür da zu sein. Eine Anzeige finde ich völlig fehl am Platze.