Bern

26. April 2019 14:02; Akt: 26.04.2019 17:10 Print

Menschenknochen auf Trottoir gefunden

In Bern hat eine Fussgängerin am Freitag einen unheimlichen Fund gemacht: Auf dem Trottoir entdeckte sie einen menschlichen Oberschenkelknochen.

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Eine Bernerin stiess am Freitagmorgen auf dem Arbeitsweg in Bern auf menschliche Überreste. Auf dem Trottoir bei der Strassenkreuzung der Monbijou- und Schwarztorstrasse lag neben einem Kleiderbündel ein grosser Knochen. Für die studierte Medizinaltechnikerin war sofort klar: «Hierbei handelt es sich um den Oberschenkelknochen eines Menschen.»

Der Anblick – das Gerippe neben den farbigen Stoffresten – machte sie skeptisch. Sind das Beweisstücke eines tödlichen Verbrechens?

Berner Archäologe hat einen Verdacht

Bei der Berner Polizei weiss man noch nichts über die Hintergründe des Fundes. Man treffe derzeit noch Abklärungen. Beim Archäologischen Dienst des Kantons Bern ist diesbezüglich keine Meldung eingegangen. Doch hat man dort eine Vermutung: Bauarbeiter könnten bei Grabungsarbeiten auf den Knochen gestossen sein, meint Archäologe Armand Baeriswyl.

«Immer wieder kommen in dieser Region Skelettteile zum Vorschein.» Im 19. Jahrhundert befand sich im Monbijou nämlich ein grosser Friedhof – unzählige Berner seien dort bis 1897 beerdigt worden. Dann sei die Grabstätte aufgehoben und grösstenteils überbaut worden.

«Pietätlose Aktion»

Doch dass der Knochen eines Verstorbenen nun einfach am Strassenrand hingelegt worden ist, findet der Fachmann etwas pietätlos. «Solche Funde sollten uns von der Baufirma gemeldet werden, damit wir sie abholen können», sagt Baeriswyl.

Doch ein historischer Schatz ist dem Amt trotz ausgebliebener Meldung nicht entgangen: «Wir haben vor einiger Zeit entschieden, die einstige Grabstätte im Berner Monbijou-Quartier nicht genauer zu untersuchen», sagt Baeriswyl. Aufwand und Ertrag würden hier in keinem Verhältnis stehen.

Trotz der möglichen Erklärung des Archäologen bleibt etwas jedoch rätselhaft: Was hat das Kleiderbündel neben dem Menschenknochen zu bedeuten?


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(miw)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heidi P. am 26.04.2019 14:06 Report Diesen Beitrag melden

    Kontrolliert

    Gute Nachricht. Meiner ist es nicht, habe es gerade kontrolliert.

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  • JMP am 26.04.2019 14:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Knochen in der Stadt

    Mal was spannendes aus Bern.

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  • El Mex am 26.04.2019 15:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rückgrat

    Ich hätte eher erwartet, dass ein Rückgrat gefunden würde. Viele Leute haben ihres verloren

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Die neusten Leser-Kommentare

  • dektiv-yx am 27.04.2019 16:01 Report Diesen Beitrag melden

    Hudunit?

    Hudunit? "Nur das tote Mädchen könnte alles erzählen", wie in der vorangehend gedruckten Story. Ob das damals auch schon ein Eritreer war? Heute nicht mehr relevant. Bleibt die Feststellung, dass gewisse Gruppen einfach glimpflicher wegkommen als andere. 3,5 Jahre für's Todfoltern eines Mädchens: ein Gefälligkeitsakt einer fragwürdigen Kuscheljustiz

  • Frolic am 27.04.2019 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Knochengebühr

    In Bern braucht es bald Menschenknochen-Kübel. Plus Knochengebühr. Ist wohl einem kurz vor der Sitzerschöpfung leidenden Menschen rausgefallen.

  • Musicman am 26.04.2019 21:42 Report Diesen Beitrag melden

    Pietätslos

    Zuerst findet es der Fachmann pietätslos, dann spricht er davon dass Aufwand und ertrag in keinem Verhältnis stehen???

  • Veganerita am 26.04.2019 21:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Reise

    Ruhe in Friede, du unbekannte Person, deren Knochen jetzt so achtlos hingelegt wurde. Dein Geist ist frei und schwebt ins Licht.

    • Eidgenossin am 26.04.2019 22:02 Report Diesen Beitrag melden

      @Veganerita

      Das hast Du sehr schön geschrieben,ich schliesse mich Deinem Kommentar an!

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  • Marion am 26.04.2019 20:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    deshalb der Name

    Ja da war ein Friedhof, deshalb auch der schöne Name des Quartiers: Monbijou = Mein Schatz