Nach Überfall in Berlin

08. März 2011 09:39; Akt: 08.03.2011 09:49 Print

Könizer Schüler bleiben ausgeschlossen

Die vier Schüler des Gymnasiums Köniz-Lerbermatt, welche Anfang Februar in Berlin vorübergehend festgenommen wurden, dürfen weiter nicht am Unterricht teilnehmen.

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Ihre Gesuche, diese Massnahme aufzuheben, hat die kantonale Erziehungsdirektion abgelehnt. Der Rechtsdienst der Erziehungsdirektion sei zum Schluss gekommen, dass das öffentliche Interesse an der Wirksamkeit der Disziplinarmassnahmen die privaten Interessen der vier Schüler überwiege, teilte die Erziehungsdirektion mit.

Mit den Disziplinarmassnahmen ist ein zwölfwöchiger Unterrichtsausschluss gemeint. Zudem müssen die vier in einer sozialen Einrichtung einen neunwöchigen Arbeitseinsatz leisten. Das ordnete die Schulkommission des Gymnasiums Köniz-Lerbermatt an.

In acht Wochen wieder an der Schule

Einer der vier Schüler muss nun aber nur acht Wochen warten, bis er wieder zur Schule darf. Er sei am nächtlichen Raubüberfall auf ein Paar in Berlin - so lautet der Vorwurf der Berliner Polizei - nicht direkt beteiligt gewesen, schreibt die Erziehungsdirektion. Deshalb sei es verhältnismässig, die Dauer des Schulausschlusses zu verringern.

Gegen diese Zwischenverfügung können die vier Schüler beim Verwaltungsgericht Beschwerde führen. Erst nach Abschluss des Beschwerdeverfahrens beugt sich die Erziehungsdirektion über die Frage, ob die Schulkommission des Gymnasiums Köniz-Lerbermatt die vier Schüler zu Recht diszipliniert hat.

(sda)