Sicherheitskosten

18. Juli 2014 13:38; Akt: 18.07.2014 13:38 Print

Kopfquote verteuert die Tickets des FC Thun

Der FC Thun bezahlt der Stadt Thun neu 1.50 Franken pro Zuschauer. Er beteiligt sich damit an den hohen Sicherheitskosten der Heimspiele.

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Thuner Fussballspiele werden für die Zuschauer um 1.50 Franken teurer. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

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Je mehr Zuschauer in der Stockhorn Arena während den Heimspielen mitfiebern, desto mehr bezahlt der FC Thun ab der neuen Fussballsaison für Sicherheitskosten – dadurch steigen die Eintrittspreise für die Stockhorn Arena.

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Grund dafür sind die ausgehandelten Verträge zwischen der Stadt Thun und dem heimischen Fussballclub. Laut den frisch unterzeichneten Verträgen beteiligt sich der FC Thun mit einer Gebühr von 1.50 Franken pro Zuschauer an den Polizeikosten, die an Heimspielen der Super League für die Stadt entstehen.

Abgaben an Stadt Thun verdoppeln sich

Bis anhin bezahlte der FC Thun der Stadt eine Pauschale von 60'000 Franken für das Sicherheitsaufgebot. Nun wird der Betrag deutlich höher ausfallen. In der Saison 2012/2013 beispielsweise hätte der FC Thun laut der neuen Vereinbarung der Stadt mehr als das doppelte, etwas mehr als 150'000 Franken, für die Sicherheitskosten bezahlen müssen. Die steigenden Kosten wird der FC Thun mit einer Erhöhung der Ticketpreise kompensieren.

Die zu erwartenden Einnahmen aus der Kopfgebühr decken den Aufwand der Stadt Thun aber nur teilweise. 2013 gab die Stadt Thun für Polizeipräsenz, Verkehrsumleitungen und Abschrankungen rund 750'000 Franken aus.


Kein Kostendach - das Drehkreuz zählt

Im Gegensatz zu den Regelungen der Stadt Bern mit den Sportklubs YB und SCB, die ebenfalls eine «Kopfquote» abliefern müssen, wird in Thun kein Kostendach festgehalten - dies laut Communiqué auf Wunsch des FC Thun. Massgeblich für die Entschädigung ist die Zählung der Zuschauerzahlen an den Drehkreuzen der Stockhorn Arena.

Die zu erwartenden Einnahmen aus der Gebühr decken aber den Aufwand der Stadt Thun nur teilweise. Die Senkung des Polizeiaufwandes in Zusammenhang mit Fussballspielen bleibe ein Ziel, heisst es in der Mitteilung. 2013 gab die Stadt Thun für Polizeipräsenz, Verkehrsumleitungen und Abschrankungen rund 750'000 Franken aus.


Weitere Klauseln

Nebst der neuen Gebühr enthält die Vereinbarung zwischen der Stadt und dem FC Thun auch Massnahmen zur Verbesserung der Sicherheit. So muss der Klub vor jeder Saison ein umfassendes Sicherheitskonzept erarbeiten und sowohl der Stadt Thun wie auch der Kantonspolizei zur Genehmigung unterbreiten.

Weiter muss sich der FC Thun weiterhin öffentlich und aktiv von Gewalt und vom Abbrennen von Pyros distanzieren sowie Matchbesucher identifizieren, die gegen die Stadionordnung oder das Gesetz verstossen.

Zudem gelten die Massnahmen des Hooligan-Konkordates, das vom Berner Stimmvolk am 9. Februar angenommen wurde. Es sieht vor, dass neu alle Spiel mit Beteiligung einer Super-League-Mannschaft bewilligungspflichtig sind.

Der Thuner Gemeinderat hat für die Durchführung der ersten fünf Spiele ab Sonntag bis 23. September eine Rahmenbewilligung erteilt.

(miw /sda)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kim Graf am 18.07.2014 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Falschen zahlen

    Soso, jetzt zahlen also alle Fans für das Fehlverhalten von Einzelnen?

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  • Daniel am 18.07.2014 14:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    unnötig

    Bei Spielen wie Basel-GC usw. verstehe ich es ja dass grosse Polizei aufgebote gemacht werden. Aber bei den kleineren, gewaltfreien Fan Gruppen wie Thun, Sion etc. ist es einfach nur Geldverschwendung.

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  • Daniel am 19.07.2014 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Zahlen oder zuhause bleiben

    Absolut richtig, dass sich die Zuschauer an den Sicherheitskosten beteiligen. Wer dazu nicht bereit ist, soll zuhause bleiben.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Daniel am 19.07.2014 15:07 Report Diesen Beitrag melden

    Zahlen oder zuhause bleiben

    Absolut richtig, dass sich die Zuschauer an den Sicherheitskosten beteiligen. Wer dazu nicht bereit ist, soll zuhause bleiben.

  • Gödu am 18.07.2014 18:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist die Differenz?

    1.50 x sagen wir. höchstens 20'000 Fans = 30'000 Franken. Und gemäss Artikel ist das jetzt mehr als 60'000 Franken?

    • Anonymous am 18.07.2014 19:13 Report Diesen Beitrag melden

      Wie kommst du auf 20'000?

      Die 1.5 Franken sind pro KOPF und SPIEL

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  • Kim Graf am 18.07.2014 17:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Falschen zahlen

    Soso, jetzt zahlen also alle Fans für das Fehlverhalten von Einzelnen?

    • Daniel am 18.07.2014 21:14 Report Diesen Beitrag melden

      Alle Fans sind mitschuldig

      Alle Fans sind mitschuldig, denn Sie tolerieren das Fehlverhalten dieser Chaoten. Deshalb ist es auch richtig, dass alle Stadionbesucher zur Kasse gebeten werden. Franken 1.50 ist immer noch viel zu günstig.

    • Gribi am 20.07.2014 08:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wer zahlt

      Was heisst, die Falschen zahlen? Der dumme Steuerzahler, der sich für einen anderen Sport interessiert muss das nun auch noch berappen! Die Stadt Thun zahlt äusserst grosszügig und nicht im Sinne der Allgemeinheit!

    • Hans Meier am 21.07.2014 12:47 Report Diesen Beitrag melden

      Die falschen zahlen immer noch zuviel

      Es haben schon vorher alle Fans mitbezahlt... allerdings auch alle nicht-Fans. dies wurde jetzt ein klitzekleines Bisschen korrigiert. zwar um einen läppischen Betrag, aber immerhin...

    • Berner Bär am 21.07.2014 15:54 Report Diesen Beitrag melden

      @Kim Graf

      Klar zahlen auch die Falschen: Diejenigen, die ein Fussballspiel schauen wollen und sich anständig benehmen. Leider hat es unter den anständigen Anhängern, auch unter den Lautstarken, nicht wenige, die halt einen Eigenen/eine Eigene, die Mist bauen will, nicht abhalten oder ihn/sie nach der Tat nicht den Sicherheitsleuten übergeben. Wer einem Auto mit "Gegner-Kennzeichen" die Pneus aufschlitzt, gehört auch aus den eigenen Reihen ausgeliefert, denn solche Personen schaden allen!

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  • Martin am 18.07.2014 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    ist doch ok

    1.50.- was ist das? ich finde es so OK, ein Versuch ist es wert!

  • Hool i. Gans am 18.07.2014 16:47 Report Diesen Beitrag melden

    Pyrohetze kostet

    Pyro tolerieren und die Polizeikosten sinken massiv

    • Emil Frei am 18.07.2014 19:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      1312

      Sehe ich genau so. In 99% aller Fussballspiele in der Schweiz ist Polizeiaufgebot total übertrieben.

    • Ro busta am 18.07.2014 21:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Pyro legalisieren??

      Und dann brennt so ein Pyro mit 2000 Grad ein Loch in deinen Body und wer ist dann dr'Gränni?

    • Hans Meier am 21.07.2014 12:46 Report Diesen Beitrag melden

      Pyros kosten

      Aufhören mit den doofen Pyros und die Kosten sinken noch viel mehr...

    • Berner Bär am 21.07.2014 15:56 Report Diesen Beitrag melden

      @Hool.i.Gans und @1312:

      Wenn es dann zur Katastrophe kommt, sind genau Leute wie sie dann sofort zur Stelle und kritisieren lautstark, wieso dass Pyros nicht verboten worden seien, man habe es ja gewusst...

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